Metropolregion Hamburg

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Metropolregion Hamburg
Karte Metropolregionen.svg
Metropolregion Hamburg (dunkelgrün)
in Deutschland
Länder: Hamburg, Schleswig-Holstein,
Niedersachsen,
Mecklenburg-Vorpommern
Fläche: 26.078 km²
Einwohner: 5.000.185 (31. Dezember 2013)[1][2][3]
Bevölkerungsdichte: 192 Einwohner/km²
Nord-Süd-Ausdehnung: 189 km
West-Ost-Ausdehnung: 209 km
geographische Lage: 52° 50′ - 54° 32′ n. Br.
8° 30′ – 11° 37′ ö. L.
Gliederung: 3 kreisfreie Städte, 17 Kreise
Webpräsenz: http://metropolregion.hamburg.de
Logo der Region

Die Europäische Metropolregion Hamburg ist eine von elf Metropolregionen in Deutschland. Sie erstreckt sich über Hamburg sowie Teile der Länder Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern.[4][5]

Die Metropolregion Hamburg ist als reine Verwaltungskooperation keine Körperschaft und verfügt damit über keine eigene Rechtsfähigkeit.

Ausdehnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freie und Hansestadt Hamburg ist das Zentrum der Metropolregion Hamburg, der sechstgrößten der elf Metropolregionen in Deutschland. Die Metropolregion umfasst die mecklenburg-vorpommerschen Landkreise Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg, die niedersächsischen Landkreise Cuxhaven, Harburg, Heidekreis, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Rotenburg, Stade, Uelzen, die schleswig-holsteinischen Städte Lübeck und Neumünster, sowie die Kreise Herzogtum Lauenburg, Ostholstein, Segeberg, Steinburg, Stormarn, Pinneberg, Dithmarschen. Hamburg ist auf dem Stadtgebiet an rund 90 Unternehmen direkt und an 260 weiteren über Anteile beteiligt.[6][7]

Kommunen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Auflistung gibt der offiziellen Definition entsprechend alle zur Metropolregion zählenden Gemeinden an. Der Kreis Ludwigslust-Parchim gehört nur in seinen Grenzen vom ehemaligen Landkreises Ludwigslust zur Metropolregion.

Kreisfreie Städte
Stadt Einwohner
31. Dez. 2013[1]
Fläche in km² Einwohner je km²
Hamburg 1.734.272 755,22 2.296,38
Lübeck 212.958 214,14 994,48
Neumünster 77.058 71,63 1.075,78
Summe/Durchschnitt 2.024.288 1.040,99 1.944,58
Kreise
Landkreise Einwohner
31. Dez. 2013[1][2][3]
Fläche in km²
Cuxhaven 196.607 2.057,78
Dithmarschen 132.665 1.404,75
Harburg 242.871 1.244,64
Heidekreis 136.251 1.873,50
Herzogtum Lauenburg 189.043 1.263,01
Lüchow-Dannenberg 48.670 1.220,46
Ludwigslust 120.667 2.517
Lüneburg 176.727 1.323,35
Nordwestmecklenburg 155.265 2.118,45
Ostholstein 197.835 1.392,65
Pinneberg 301.223 664,28
Rotenburg (Wümme) 161.308 2.070,12
Segeberg 263.202 1.344,38
Stade 196.516 1.266
Steinburg 130.017 1.056,12
Stormarn 234.674 766,33
Uelzen 92.356 1.453,88
Summe 2.975.897 22.978,92
  • Die Agglomeration Hamburg umfasst die direkt mit der Hansestadt „verwobenen“ Städte und Gemeinden und zählt ca. 2,6 Millionen Einwohner.
  • Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg, die Niedersächsische Landesregierung und die Landesregierung Schleswig-Holsteins haben 1991 beschlossen, ihre regionalpolitische Zusammenarbeit in der Region Hamburg zu verstärken. Angesichts des hohen Wachstumsdrucks zu Beginn der 1990er Jahre sollte eine neue, langfristige Grundlage für die Kooperation geschaffen werden. Der erste Schritt war die Erarbeitung eines Ländergrenzen übergreifenden Regionalen Entwicklungskonzeptes (REK).
  • Gemäß einer wirtschaftswissenschaftlichen Prognose werden die städtischen Regionen Europas eine größere Rolle spielen. Daher rührt die Diskussion, ob einzelne Länder sich besser zu einem Nordstaat zusammenschließen sollten. Gleichermaßen als Vorstufe sind einige norddeutsche Länder bemüht, ihre Zusammenarbeit zu verbessern.

Anfang 2012 wurde der Staatsvertrag über die Finanzierung der Zusammenarbeit in der Metropolregion Hamburg und die Fortführung des Förderfonds dahingehend geändert, dass seit dem 1. Mai 2012 auch die mecklenburg-vorpommerschen Landkreise Ludwigslust-Parchim (dieser begrenzt auf das Gebiet des ehemaligen Landkreises Ludwigslust) und Nordwestmecklenburg sowie der schleswig-holsteinische Kreis Ostholstein und die kreisfreien Städte Neumünster und Hansestadt Lübeck einbezogen sind. Außerdem wurde der neue Name des niedersächsischen Landkreises Soltau-Fallingbostel Heidekreis aufgenommen.[8] Geplant ist, die mecklenburgische Landeshauptstadt Schwerin in die Metropolregion aufzunehmen.[9]

Zusammenarbeit mit Nachbarn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundlage der Zusammenarbeit der drei Bundesländer unter Beteiligung der Kreise und Gemeinden war das regionale Entwicklungskonzept der Metropolregion Hamburg (1996/Fortschreibung 2001). 1997 wurden die beiden Mitte der 1950er Jahre gegründeten Gemeinsamen Landesplanungen Hamburg/Schleswig-Holstein und Hamburg/Niedersachsen zur Gemeinsamen Landesplanung Metropolregion Hamburg zusammengefasst. Ihre Gremien sind der Planungsrat, die Regionalkonferenz, der Lenkungsausschuss und die beiden Förderausschüsse Hamburg/Niedersachsen und Hamburg/Schleswig-Holstein (gemeinsame Förderfonds). Unterorganisationen sind die regionalen Arbeitsgemeinschaften der niedersächsischen und der schleswig-holsteinischen Kreise (Arbeitsgemeinschaft der Hamburg-Randkreise) sowie der Verein Naherholung im Umland Hamburg.

Die Hansestadt Lübeck und die Landkreise Ludwigslust und Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) sind seit 2003 Kooperationspartner der Metropolregion Hamburg.

Die Metropolregion Hamburg gehört zu den ersten sieben europäischen Metropolregionen in Deutschland, die auf Bundesebene aufgrund ihrer Vorgeschichte definiert wurden. Weitere Metropolregionen sind Berlin/Brandenburg, München, Nürnberg, das Rhein-Main-Gebiet, Rhein-Ruhr, Stuttgart und Mitteldeutschland. Seit 2005 ist Hamburgs hanseatische Schwesterstadt Bremen Mittelpunkt der Metropolregion Bremen/Oldenburg. Südlich Hamburgs entstand 2005 die Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg.

Über die Vogelfluglinie und Lübecks Fährhäfen, wie den Skandinavienkai, besteht auf dieser Verkehrsachse eine enge Beziehung zur benachbarten Öresundregion, einer transnationalen Europäischen Metropolregion bestehend aus den Großräumen Kopenhagen und Malmö, die durch den Bau der Öresundbrücke initiiert wurde. Durch den Bau der geplanten festen Fehmarnbelt-Querung würden sich die Zukunftsoptionen der Metropolregion Hamburg noch verbessern.

Abgrenzung zur Metropolregion Bremen/Oldenburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis Rotenburg (Wümme) ist der Metropolregion Hamburg beigetreten, obwohl er sich tatsächlich eher in einer Mittelposition zwischen Hamburg und Bremen befindet. Eine eindeutige Zuordnung des ländlichen Gebietes zu einem der beiden Ballungsräume ist nicht ohne Weiteres möglich. Ähnliches gilt für den Altkreis Wesermünde des Landkreises Cuxhaven, der auch Mitglied der Metropolregion Bremen/Oldenburg[10] ist.

Abgrenzung zur Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der sehr ländliche Landkreis Heidekreis in der Lüneburger Heide gehört sowohl der Metropolregion Hamburg als auch der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg an. Der Landkreis wurde aus dem in Richtung Hamburg orientierten Altkreis Soltau und dem in Richtung Hannover orientierten Altkreis Fallingbostel zusammengesetzt.

Frühere Abgrenzung zu Lübeck und Neumünster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab zunächst Bedenken der schleswig-holsteinischen Landesregierung vor allem gegen die Aufnahme der Stadt Lübeck in die Metropolregion Hamburg.[11] Der im Jahr 2012 schließlich erfolgten Aufnahme wurde dann aber insofern Rechnung getragen, als die in Schleswig-Holstein an Hamburg angrenzende Raumordnungsregion Süd mit den beiden Raumordnungsregionen Ost und Südwest im Rahmen der Regionalplanung im Jahr 2014 zu einem einzigen Planungsraum zusammengefasst wurde. Ein Sonderfall ist die Stadt Neumünster, die zwar seit 2012 zur Metropolregion Hamburg gehört, regionalplanerisch aber weiterhin zusammen mit der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel und den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Plön betrachtet wird. Im Gegensatz zum früheren Technologieverein K.E.R.N. ist Neumünster aber nicht mehr Mitglied der heutigen Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kiel-Region GmbH, sondern bildet seit 2008 mit fünf weiteren Städten im nördlichen Umland Hamburgs das Städte-Netzwerk NORDGATE.

Napoleonische Besatzungszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vergleichbar sind die Departementsgrenzen von Département des Bouches de l’Elbe und Département des Bouches du Weser.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Amtliche Bevölkerungszahlen
  2. a b Amtliche Bevölkerungszahlen
  3. a b Amtliche Bevölkerungszahlen
  4. ndr.de: Metropolregion wächst, abgerufen am 20. April 2012
  5. Bekanntmachung über den Zeitpunkt des Inkrafttretens des Staatsvertrages zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg, dem Land Mecklenburg-Vorpommern, dem Land Niedersachsen und dem Land Schleswig-Holstein zur Änderung des Staatsvertrages zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg, dem Land Niedersachsen und dem Land Schleswig-Holstein über die Finanzierung der Zusammenarbeit in der Metropolregion Hamburg und die Fortführung der Förderfonds. In: Nds. GVBl. Nr. 7/2012, ausgeg. am 10. Mai 2012
  6. Träger der Regionalkooperation, Mitglieder der Metropolregion Hamburg - metropolregion.hamburg.de. In: metropolregion.hamburg.de. Abgerufen am 24. Oktober 2015.
  7. DIE WELT vom 9. August 2012
  8. Staatsvertrag zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg, dem Land Mecklenburg-Vorpommern, dem Land Niedersachsen und dem Land Schleswig-Holstein über die Finanzierung der Zusammenarbeit in der Metropolregion Hamburg und die Fortführung der Förderung. In: Nds. GVBl. Nr. 4/2012, ausgeg. am 29. März 2012
  9. Frank Drieschner: Schwerin liegt jetzt an der Alster. In: zeit.de. Zeit Online, 7. Juni 2016, abgerufen am 7. Juni 2016.
  10. Metropolregion Bremen-Oldenburg-Osnabrück 2011
  11. Flo: Kieler Bedenken gegen Metropolregion mit Lübeck. Die Welt, 3. Juni 2005