Abbensen (Wedemark)

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Abbensen
Gemeinde Wedemark
Wappen von Abbensen
Koordinaten: 52° 34′ 7″ N, 9° 36′ 48″ O
Höhe: 50 m ü. NHN
Fläche: 10,9 km²[1]
Einwohner: 1041 (31. Dez. 2015)[2]
Bevölkerungsdichte: 96 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 30900
Vorwahl: 05072
Karte
Lage von Abbensen in Wedemark
Johanniskapelle von 1912
Johanniskapelle von 1912

Abbensen ist ein Ortsteil der Gemeinde Wedemark in Niedersachsen in der Region Hannover und liegt im nordwestlichen Teil der Gemeinde an der Grenze zu Neustadt am Rübenberge.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Abbensen wurde 1287 erstmals als „Abbenhusen“ erwähnt. Schon im Jahre 1202 galt die 'Obermühle', eine von der 'Jürse' angetriebene Wassermühle, als Wahrzeichen am Handelsweg nach Hannover. Um 1825 wurde sie demontiert, da das infolge Trockenlegungen spärlicher fließende Jürse-Wasser das Mühlenrad nicht mehr antreiben konnte. Bis 1852 (Zollunion) lag hier eine Zollstation, worauf der Straßenname „Alte Zollstraße“ hinweist.

Am 1. März 1974 wurde Abbensen in die neue Gemeinde Wedemark eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsrat verantwortet die Ortsteile Abbensen, Duden-Rodenbostel und Negenborn gemeinsam (Wedemark I) und besteht aus sieben Ortsräten der folgenden Parteien:[4]

(Stand: Kommunalwahl 11. September 2016)

Die Kommunalwahl 2016 ergab folgendes Ergebnis:

Ergebnis der Ortsratswahl 2016[5]
Wahlbeteiligung: 61,8 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
51,4
39,7
8,9
keine
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+11,7
−2,9
−4,7
−4,0

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsbürgermeister ist Frank Gerberding (SPD), vertreten wird er durch Edeltraut Brüggmann (CDU).[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwurf des Wappens von Abbensen stammt von dem in Isernhagen geborenen und später in Hannover lebenden Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der auch die Wappen von Großburgwedel, Mellendorf, Wunstorf und vielen anderen Ortschaften entworfen hat. Die Genehmigung des Wappens wurde durch den Regierungspräsidenten in Lüneburg am 26. November 1963 erteilt.[6]

Wappen von Abbensen
Blasonierung: „In Grün ein silberner Balken, oben zwei gekreuzte, silberne Pferdeköpfe (Windbretter), in deren Seitenwinkeln je ein goldener Ring mit zwei Fischblasen schwebt, unten eine liegende, silberne Wolfsangel.“[6]
Wappenbegründung: Die beiden Pferdeköpfe (Windbretter) symbolisieren den noch bäuerlichen Charakter des Dorfes. Die beiden Ringe mit den Fischblasen weisen auf den Fries des wertvollen Flügelaltars der Kapelle, aus der Zeit um 1450 hin. Der silberne Querbalken erinnert an die Zollstation, die an der Grenze der früheren Fürstentümer Lüneburg und Calenberg in Abbensen bestand. Die Wolfsangel unterstreicht die Zugehörigkeit zum Landkreis Burgdorf.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Etwa 500 Meter südlich des ehemaligen Wassermühlenstandortes steht die Ruine der im Jahre 1825 errichteten Erdholländer-Windmühle. Beide vorher an dieser Stelle stehenden Bockwindmühlen (erste Erwähnung im Jahre 1557) wurden durch Feuer vernichtet (1769 und um 1790). (J. G.)
  • Einige Berühmtheit erlangte der kostbare Altarschrank (ca. 1500) der 1912 erbauten Johanniskapelle, der von der baufällig gewordenen ersten Abbenser Kapelle von 1665 übernommen wurde.

Baudenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fotogalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Abbensen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Flächenangaben der Gemeinde Wedemark. (PDF; 10 kB) In: Internetseite der Gemeinde Wedemark. 1. Januar 2011, abgerufen am 6. Mai 2019.
  2. Einwohnerzahlen der Gemeinde Wedemark. (PDF; 121 kB; S. 2) In: Internetseite der Gemeinde Wedemark. 31. Dezember 2015, abgerufen am 6. Mai 2019.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 221.
  4. a b https://www.wedemark.de/allris/au020.asp?AULFDNR=23&altoption=Gremium In: Internetseite der Gemeinde Wedemark – Ortschaften Abbensen, Duden-Rodenbostel und Negenborn. Abgerufen am 21. Februar 2021.
  5. https://www.wahlen-regionhannover.de/wahlen.php?site=left/gebiete&wahl=977#index.php?site=right/ergebnis&wahl=977&gebiet=368&typ=6&stimme=0&gID=19&gTyp=3
  6. a b Landkreis Hannover (Hrsg.): Wappenbuch Landkreis Hannover. Selbstverlag, Hannover 1985, S. 474–475.