Adolf von Donndorf

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„Adolf Donndorf modelliert Bismarck“, Zeichnung von Christian Wilhelm Allers, 1892

Adolf Donndorf, ab 1889 von Donndorf, (* 16. Februar 1835 in Weimar; † 20. Dezember 1916 in Stuttgart) war ein deutscher Bildhauer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adolf von Donndorf war der Sohn des Tischlermeisters Martin Gottlieb Adolf Donndorf (auch Tonndorf) und der Caroline geb. Bäßle. Er war 1853 bis 1861 als Schüler Ernst Rietschels in dessen Atelier in Dresden tätig und führte nach dessen Tod gemeinsam mit Gustav Adolph Kietz das Lutherdenkmal für Worms zu Ende. Am 12. November 1864 erfolgte seine Ernennung zum Ehrenmitglied der Dresdner Kunstakademie. In der Nachfolge Theodor Wagners war Donndorf von 1876 bis 1910 Professor der Bildhauerei an der Königlichen Kunstschule (ab 1901 Akademie der bildenden Künste) in Stuttgart.

Beim Herstellen eines Gipsabgusses in Donndorfs Atelier in Stuttgart
Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf der Hohensyburg im Ursprungszustand

Seine Söhne waren Karl Donndorf (1870–1941, deutscher Bildhauer) und Martin Donndorf (1865–1937, Weimarer Bürgermeister von 1910 bis 1920).

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1889: Ehrenritterkreuz des Ordens der Württembergischen Krone,[1] verbunden mit dem persönlichen Adelstitel (Nobilitierung).
  • Ehrenbürger von Weimar (1875), Eisenach (1895) und Stuttgart (1910).[2]
  • Der Bildhauer hatte der Stadt seines langjährigen Wirkens angeboten, ihr alle Modelle seiner Werke zu schenken unter der Bedingung, dass eine Möglichkeit der öffentlichen Aufstellung geschaffen wird. Die Weimarer Stadtverwaltung akzeptierte das Geschenk suchte und Plätze für ein Donndorf-Museum aus, favorisiert wurde ein Anbau an das Posecksche Haus.[2] 1910 wurde das Donndorf-Museum eröffnet. Es ging Ende der 1990er Jahre im Museum für Ur- und Frühgeschichte Weimars auf.[3]
  • Zum 100. Todestag zeigten das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie und die Klassik Stiftung Weimar vom 21. September bis 30. Dezember 2016 die Kabinettausstellung Prominenz in Gips. Das Weimarer Donndorf-Museum im heutigen Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens.[4][5]

Werk (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herstellung der Form für das Bismarckdenkmal

Figurengruppe Mutterliebe:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Adolf von Donndorf – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Württemberg. 1907, S. 40.
  2. a b Ein neues Museum für Weimar, Berliner Tageblatt, 29. August 1905.
  3. Thomas Topfstedt stellt „Das ehemalige Donndorf-Museum in Weimar“ vor. 2016, abgerufen am 18. März 2021.
  4. Prominenz in Gips. Das Weimarer Donndorf-Museum. In: Blog der Klassik Stiftung Weimar. Abgerufen am 21. Januar 2017.
  5. Prominenz in Gips. Das Weimarer Donndorf-Museum. Abgerufen am 21. Januar 2017.
  6. Herstellung beschrieben in: Mutter Erde. Technik, Reisen und nützliche Naturbetrachtung in Haus und Familie. Band 1, W. Spamer, Berlin / Stuttgart 1899, S. 1–4 (mit Abbildungen).
  7. Donndorf, Karl August. In: Ulrich Thieme (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 9: Delaulne–Dubois. E. A. Seemann, Leipzig 1913, S. 446–447 (Textarchiv – Internet Archive). – (Erwähnung der beiden Standbilder S. 447).
  8. Reinhold Brunner: Das war das 20. Jahrhundert in Eisenach. Wartberg Verlag, 2000, ISBN 978-3-86134-970-9, Seite 7.
  9. memotransfront.uni-saarland.de, abgerufen am 17. Juni 2015.