Affhöllerbach

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Affhöllerbach
Gemeinde Brensbach
Koordinaten: 49° 45′ 1″ N, 8° 53′ 48″ O
Höhe: 240 m ü. NN
Fläche: 3,27 km² [LAGIS]
Einwohner: 246 (30. Jun. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Eingemeindet nach: Nieder-Kainsbach
Postleitzahl: 64395
Vorwahl: 06161
Denkmalgeschütztes Fachwerkwohnhaus am Ortsmittelpunkt in der Lindenstraße
Ortsmittelpunkt mit Blick auf denkmalgeschützte Fachwerkwohnhäuser in der Böllsteiner Straße
Der denkmalgeschützte Schulzenhof, eine stattliche Hofanlage in der Kilsbacher Straße außerhalb des Dorfes

Affhöllerbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Brensbach im südhessischen Odenwaldkreis und hat zusammen mit dem benachbarten Kilsbach rund 250 Einwohner.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Affhöllerbach liegt im Norden des Odenwalds am Oberlauf des Affhöllerbachs, der, von der nahen Wasserscheide der Mümling bei Böllstein kommend, nach Nordwesten der Gersprenz zufließt. Während die Höhen oberhalb der Ortslage bewaldet sind, öffnen sich zur Gerspenzniederung hin weite landwirtschaftlich genutzte Flächen. Zur Gemarkung gehören im Süden der Weiler Stierbach und die Ruine der Burg Schnellerts auf dem gleichnamigen 350 Meter hohen Berg. Nördlich der Ortslage findet sich abseits aller klassifizierten Wege der Weiler Kilsbach. Auf dem an der nördlichen Gemarkungsgrenze gelegenen Bergrücken namens Vogelherd (371 Meter) liegt ein Granitsteinbruch. Der höchste Punkt der Gemarkung erreicht 405 Meter. Über diesen Punkt führt die Straße von Brensbach nach Böllstein. Die Gemarkung Affhöllerbach gehört geologisch zum kristallinen Odenwald.

Affhöllerbach liegt in der Region Starkenburg und im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bestehen des Ortes ist unter dem Namen Effolderbach seit 1450 urkundlich bezeugt. Affhöllerbach gehörte zum Zentgericht und zum Kirchspiel von Kirchbrombach und damit zur Herrschaft Breuberg. Im Jahr 1806 kam der Ort mit der Grafschaft Erbach an das Großherzogtum Hessen.

Anlässlich der Gebietsreform in Hessen wurde die Gemeinde Affhöllerbach mit den zu ihr gehörenden Weilern Kilsbach und Stierbach am 1. Februar 1971 auf freiwilliger Basis nach Nieder-Kainsbach eingemeindet.[2] Am 1. August 1972 erfolgte durch Gesetz die Eingliederung von Nieder-Kainsbach zugleich mit den Gemeinden Höllerbach, Wallbach und Wersau in die Gemeinde Brensbach.[3] Nach der Hauptsatzung wurde für Affhöllerbach mit Kilsbach ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet, während der nach wie vor zur Gemarkung Affhöllerbach zählende Weiler Stierbach in den Ortsbezirk Nieder-Kainsbach integriert wurde.[4]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schulzenhof in Affhöllerbach[5] und einige andere Anwesen stehen ebenso unter Denkmalschutz, wie die Gesamtanlage des Weilers Kilsbach[6] und die Burgruine Schnellerts.[7]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von dem nahe gelegenen Nieder-Kainsbach aus führt die Kreisstraße K 81 in östlicher Richtung nach Affhöllerbach und endet hier. Über diesen Nachbarort ist Affhöllerbach an die Bundesstraße 38 angeschlossen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Affhöllerbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Affhöllerbach im Internetauftritt der Gemeinde Brensbach, abgerufen im August 2016
  2. Der Hessische Minister des Inneren: Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Abs. 18 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 6,2 MB]).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 357 und 359.
  4. Hauptsatzung von Brensbach PDF-Datei 38 KB
  5. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Kilsbacher Straße 19: Schulzenhof In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen
  6. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Gesamtanlage: Weiler Kilsbach In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen
  7. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Weiler Stierbach: Ruine Schnellerts In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen