Brensbach

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Brensbach; zum gleichnamigen Fluss siehe Brensbach (Gersprenz).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Brensbach
Brensbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Brensbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 46′ N, 8° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Odenwaldkreis
Höhe: 175 m ü. NHN
Fläche: 23,18 km²
Einwohner: 5040 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 217 Einwohner je km²
Postleitzahl: 64395
Vorwahl: 06161
Kfz-Kennzeichen: ERB
Gemeindeschlüssel: 06 4 37 003
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ezyer Straße 5
64395 Brensbach
Webpräsenz: www.brensbach.de
Bürgermeister: Rainer Müller (SPD)
Lage der Gemeinde Brensbach im Odenwaldkreis
Breuberg Höchst im Odenwald Lützelbach Bad König Brensbach Brombachtal Fränkisch-Crumbach Reichelsheim (Odenwald) Mossautal Michelstadt Erbach (Odenwald) Hesseneck Beerfelden Sensbachtal Rothenberg Landkreis Darmstadt-Dieburg Bayern Baden-Württemberg Baden-Württemberg Kreis Bergstraße Kreis Bergstraße Kreis BergstraßeKarte
Über dieses Bild

Brensbach ist eine Gemeinde im Odenwaldkreis in Hessen, Deutschland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brensbach liegt im nördlichen Odenwald im Gersprenztal.

Brensbach aus der Nähe von Nieder-Kainsbach gesehen

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brensbach grenzt (im Uhrzeigersinn) im Norden an die Stadt Groß-Bieberau, an die Stadt Reinheim und die Gemeinde Otzberg (alle Landkreis Darmstadt-Dieburg), im Osten an die Gemeinde Höchst und die Stadt Bad König, im Süden an die Gemeinden Brombachtal und Reichelsheim und im Westen an die Gemeinden Fränkisch-Crumbach (alle Odenwaldkreis) und Fischbachtal (Landkreis Darmstadt-Dieburg).

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde gliedert sich nach der Hauptsatzung in die sechs Ortsbezirke Affhöllerbach (mit Kilsbach), Brensbach (mit Mummenroth), Höllerbach, Nieder-Kainsbach (mit Stierbach), Wallbach und Wersau (mit Bierbach und Hippelsbach).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Brendisbach wurde Brensbach 1223 erstmals erwähnt. Ein entsprechender urkundlicher Nachtrag im Codex Eberhardi bezüglich eines Lehen des Schenk Gerhard I. von Erbach wurde vom Hessischen Staatsarchiv Darmstadt in 2004 als rechtskräftiger Beweis hierzu herangezogen.[2] Ab 1257 werden Angehörige des Adelsgeschlechtes von Brensbach urkundlich genannt. Sie gehörten vermutlich schon ab 1214 mit Fridericus de Ertbach zu den Burgmannen von Schloss Erbach und erhielten von der Herrschaft Erbach die für sie namensgebenden Lehen zu Brensbach mit dem Ritter Friedrich von Brensbach zwischen 1255 und 1257.[3] 1266 tritt Friedrich von Brensbach in einer Urkunde als Zeuge für die Schenken von Erbach auf.[4] Das wappenführende Geschlecht mit den drei Ringen im Schrägrechtsbalken gehörte somit bis zu deren Ausgehen um 1414 zu den Dorfherren von Brensbach. Bedingt durch eine gleichartige Wappenführung ist von einer Verwandtschaft der Herren von Brensbach zu den Herren von Echter auszugehen. Vermutet wird wohl auch zu Recht, dass das "Echtersche Haus, noch mit alten Mauern umgeben" zu Brensbach der alte befestigte Herrensitz von Vorfahren der nach diesem Odenwalddorf benannten Herren von Brensbach und der Echter gewesen sein dürfte.[5]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Februar 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Affhöllerbach in die Nachbargemeinde Nieder-Kainsbach eingegliedert.[6]

Am 1. August 1972 kamen Höllerbach, Nieder-Kainsbach, Wallbach und Wersau zu Brensbach.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Brensbach.svg

Das Wappen besteht aus drei Teilen auf weißem Grund: Unten eine blaue, gewellte Fläche, darüber ein rotes Feuer, und im oberen Teil fünf rote, sechszackige Sterne. Die Bedeutung des Wappens spiegelt sich im Namen Brensbach wider: Im Sternenglanz sah der namensgebende Bach der Legende nach aus, als würde er brennen. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass dies bei Sonnenuntergang so aussah, da die Beleuchtung durch die Sterne zu gering ist.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[7] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[8][9]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
   
Von 25 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 44,5 11 50,2 13 57,1 14 63,0 20
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 31,7 8 31,7 8 42,9 11 37,0 11
UWG-Brensbach Unabhängige Wählergemeinschaft Brensbach 23,7 6 18,1 4
Gesamt 100 25 100 25 100 25 100 31
Wahlbeteiligung in Prozent 55,3 52,9 51,6 57,1

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Brensbach unterhält seit 1978 partnerschaftliche Beziehungen zu der französischen Gemeinde Ezy-sur-Eure.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Brensbach

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfram Becher: Anmerkungen zum Versuch einer genealogischen Übersicht der adeligen Familie "Echter" (von Mespelbrunn) im Vergleich mit den mutmaßlichen verwandten Familien "von Brensbach", "von Weckbach", "von Eicholzheim", "von Schöllenbach", "von Hochhausen" ("Ruppel"), "von Freienstein", "Rauch" und "Unglaube". In: Der Odenwald 31, 1984, S. 86–96.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Georg Dascher, Brensbach - Die Geschichte des Dorfes und seiner Bewohner. Berg-Druck, 64354 Spachbrücken, 2005, Seite 13.
  3. Thomas Steinmetz: Die Schenken von Erbach, Sonderheft 3 aus Der Odenwald, Verlag Breuberg Bund, 2000, Seiten 94-95, ISBN 3-922903-07-X
  4. Die Abschrift der Originalurkunde findet sich bei HADIS, Hessisches Staatsarchiv Darmstadt (HStAD), Urkundensammlungen und Kopiare (C 1 A), Ober - Mossau, Johanniterhaus, Nr. 21/0004 mit JPEG der Urkunde.
  5. Wolfgang Martin in: Aschaffenburger Jahrbuch, Band 13/14, ISBN 3-87965-052-7, hierin: Urkunden des Reichsgräflich Ingelheimischen Archivs, S. 17.
  6. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 357 und 359.
  7. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  8. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  9. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brensbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien