Agnes Franz

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Autograph von Agnes Franz.

Agnes Franz, eigentlich Louise Antoinette Eleonore Konstanze Agnes Franzky, (* 8. Februar 1794 in Militsch, Schlesien; † 13. Mai 1843 in Breslau) war eine deutsche Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Agnes Franz wurde als Tochter eines schlesischen Regierungs- und Hofrates geboren. Nach dem Tod des Vaters 1801 zog die Mutter mit ihren Töchtern nach Steinau an der Oder.

Im Jahr 1807 erlitt sie mit ihrem Reisewagen einen schweren Unfall und blieb für den Rest ihres Lebens körperlich behindert und leidend. Die Familie zog 1811 nach Steinach und später nach Oberarnsdorf auf das Gut eines Onkels. Beim Ausbruch der Freiheitskriege flüchtete die Familie nach Landeck. Ein kurzer Aufenthalt in Dresden 1821 brachte ihr die Bekanntschaft mit Johann Friedrich Kind, Pauline von Brochowska und Theodor Hell. Aus dieser Zeit stammt auch ihre Freundschaft zu Julie von Großmann (1790–1860)[1], die später ihren Nachlass verwaltete und herausgab.

Als 1822 die Mutter starb, zog Franz zu ihrer in Wesel/Rhein verheirateten Schwester, da sie durch ihre Behinderung Unterstützung brauchte. Mit der Familie ihrer Schwester lebte sie zwischen 1830 und 1837 in Brandenburg. Mit ihrem kleinen Erbe und großer Tatkraft gründete Franz dort in Wesel einen Jungfrauenverein und eine Arbeitsschule für arme Mädchen und leitete sie auch.

Nach dem Tod ihres Schwagers 1837 zog Franz zusammen mit ihrer Schwester und deren vier Kindern nach Breslau. Auch hier engagierte sich Franz und gründete eine Armenschule, die sie auch leitete.

Im Alter von 49 Jahren starb Agnes Franz am 13. Mai 1843 in Breslau, wo sich auch ihre Grabstätte im Friedhof der Elftausend-Jungfrauen-Kirche befindet.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Sonnenhold. 1821
  • Gedichte. 1826[2]
  • Der Christbaum. 1829
  • Parabeln. 1829
  • Angela. 1831
  • Stundenblumen. 1833
  • Kinderschatz. 1841
  • Vermächtnis an die Jugend. 1841
  • Glycerion. 1842

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Julie von Großmann, geb, Menzel, Ehefrau des Lehrers Adolf Maximilian von Großmann (1779–1848), Vgl. Gothaisches genealogisches Taschenbuch der briefadeligen Häuser, 1911. Fünfter Jahrgang, S.333
  2. Gedichte von Agnes Franz. Erster Theil / Zweiter Theil. Hirschberg: C. W. J. Kahn, o. J. [1826]. 244 / 248 Seiten. ([Teil 1:] Vermischte Gedichte / Erzählende Gedichte / Religiöse Gedichte / Biblische Gemälde - [Teil 2:] Vermischte Gedichte / Erzählende Gedichte / Sonnenhold. Romantisches Gedicht / Charaden)