Albaxen

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Koordinaten: 51° 49′ 16″ N, 9° 24′ 4″ O

Albaxen
Stadt Höxter
Höhe: 110 m ü. NN
Fläche: 11,3 km²
Einwohner: 1613 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 143 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 37671
Vorwahl: 05271
Karte

Lage von Albaxen in Höxter

Die Katholische Kirche St. Dionysius in Albaxen (2007)
Die Tonenburg von der Weser aus gesehen (2009)

Albaxen ist ein nordöstlicher Stadtteil von Höxter im nordrhein-westfälischen Kreis Höxter. Der Ort liegt an den (hier auf einer gemeinsamen Trasse verlaufenden) Bundesstraßen B 64 und B 83 am linken Weserufer, in der Nähe der Gemeinde- und Landesgrenze zu Holzminden in Niedersachsen. Das Dorf liegt 110 m ü. NN. Östlich und westlich wird Albaxen von den bewaldeten Höhenzügen des Weserberglandes umgeben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urkundlich wurde Albaxen schon bei der Gründung der benachbarten Abtei Corvey im Jahre 822 als Albachtessen erwähnt und schon um 900 Albaxen genannt. Die Albaxer Pfarrkirche wird urkundlich bereits im 9. Jahrhundert erwähnt. Die Tonenburg bei Albaxen wurde 1350 von der Abtei Corvey erbaut. In südlicher Nähe des Gutes Tonenburg wurde in Höxter-Nachtigall von 1795 bis 1923 mit der Braunkohlegrube Nachtigall Braunkohle untertage abgebaut, die Zeche gehörte zu den Alkaliwerken Ronnenberg.

Bis zur Neugliederung des Kreises Höxter am 1. Januar 1970 gehörte Albaxen zum Amt Höxter-Land.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Quelle
1885 1056 [3]
01.12.1910 1000 [4]
1925 1099 [3]
1933 1096 [3]
1939 1172 [3]
06.06.1961 1506 [5]
31.12.1967 1665
31.12.1969 1757 [6]
23.06.1998 1760 [1]
31.12.2003 1901 [1]
31.12.2005 1885 [1]
31.12.2006 1870 [1]
31.12.2007 1849 [1]
30.06.2010 1804 [1]
30.06.2011 1809 [1]
31.12.2012 1758 [1]
30.06.2013 1747 [1]
31.12.2014 1649 [1]
31.12.2015 1625 [1]
31.12.2016 1.613 [1]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1895 gründete Johann Buch eine Feldbrandziegelei, die 1903 als Unternehmen in das Handelsregister eingetragen wurde. Seit 1995 gehörte die heutige Ziegelwerk Buch GmbH & Co. KG, mit Geschäftsführer Robert Buch, der UNIPOR-Gruppe an. Bei der UNIPOR handelt es sich um einen Zusammenschluss selbständiger Unternehmen der Ziegelindustrie, die gemeinsam Forschung und Entwicklung betreiben. Am 8. August 2011 meldete das Ziegelwerk Buch die Insolvenz an.[7] Das ehemalige Firmengelände steht nun für Interessenten zum Verkauf da.

1948 gründete Konrad Reitz in dem Ort ein Unternehmen zur Produktion von Großventilatoren. Die heutige Konrad Reitz Ventilatoren GmbH & Co KG ist der größte Arbeitgeber in Albaxen und beschäftigt rund 400 Mitarbeiter. Zu ihr gehört auch die 100-prozentige Tochtergesellschaft Stäfa Wirz Ventilator AG in Bern, Schweiz.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bürgerverein
  • Blasorchester Concordia
  • Fischereiverein Albaxen e. V.
  • Heimat- und Verkehrsverein
  • Katholische Frauengemeinschaft Deutschland (KFD)
  • Schützenbruderschaft Albaxen e.V. St. Dionysius & St. Vitus
  • SV Germania Albaxen 1928 e. V.
  • Tambourcorps Viktoria Albaxen[8]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albaxen ist nahe der Tonenburg über die Landesstraße 946 (Hansastraße) mit der unmittelbar angrenzenden Bundesstraße 64/83 verbunden. In westlicher Richtung führt die L 946 (Schwalenberger Straße) über Bödexen und Fürstenau zur Bundesstraße 239. Außerdem verläuft der Weserradweg unterhalb der Tonenburg durch den Ort.[9]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Albaxen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Albaxen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Albaxen im Kulturatlas Westfalen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l m Stadt Höxter Zahlen & Fakten
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, DNB 456219528, S. 108.
  3. a b c d Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990.
  4. Gemeindeverzeichnis 1900: Landkreis Höxter
  5. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 155.
  6. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 106.
  7. radiohochstift.de
  8. Vereine von A-Z. In: albaxen.de. Schützenbruderschaft Albaxen e.V. (Hrsg.), abgerufen am 9. Juni 2015.
  9. weserbergland.com