Alexander Pschera

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Alexander Pschera (* 27. April 1964 in Heidelberg) ist ein deutscher Autor, Publizist und Übersetzer.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pschera besuchte das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium Hockenheim und studierte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Germanistik, Philosophie und Musikwissenschaft bei Ludwig Finscher. Sein Studium und seine Promotion wurden von der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert. Seine Dissertation behandelt Eduard Mörike (Das Zeitalter der Idylle und die Ära der Kunst, 1992 bei Peter Michelsen).

Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pschera verfasste zunächst Arbeiten zur zeitgenössischen Musik für Tageszeitungen, Zeitschriften und für den Hörfunk, darunter eine einjährige Sendereihe für den Deutschlandfunk ("Neue Musik in historischen Aufnahmen"). Er trat dann als Autor, Herausgeber und Publizist zu Themen der Medientheorie und Medienphilosophie sowie zur Phänomenologie des Internets hervor. Seine Essays erscheinen seit 2008 im Verlag Matthes & Seitz Berlin. Er schreibt außerdem regelmäßig für das Monatsmagazin Cicero und für Deutschlandradio Kultur.

Darüber hinaus veröffentlichte Pschera Arbeiten über den Renouveau catholique und zu Ernst Jüngers Werk. Er übersetzte Léon Bloy und legte zu diesem Autor die erste deutsche Monographie vor. In der Tagespost und im Vatican Magazin veröffentlicht Pschera regelmäßig zu Fragen der katholischen Kultur, Literatur und Mystik.

Seit 2016 ist Pschera Vorstand der "Ernst- und Friedrich Georg Jünger Gesellschaft" und Herausgeber der "Jünger-Debatte", die ab Herbst 2017 jährlich im Verlag Vittorio Klostermann erscheint.

Regelmäßig moderiert er den von ihm initiierten "Digitalen Salon" in der Katholischen Akademie in Bayern.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Selbständige Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übersetzte Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dataismo. Verso i Big Data: Critica della morale anonima. Edizione italiana a cura di Ubaldo Villani Lubelli, goWare 2014
  • Animal Internet. Nature and the digital Revolution. Translated by Elisabeth Lauffer, New Vessel Press, New York 2016
  • Интернет животных, ad marginem Press, Moskau 2017

Artikel (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sie werden nichts hören. Sie werden alles hören: Ein Rückblick auf John Cage, in: Jazzthetik 6, November 1992
  • Alles ist anbetungswürdig. Zur Ausweitung des Weltzugangs bei Léon Bloy, in: Vatican Magazin 4 (2007)
  • Wo Bilder fallen... Ernst Jüngers langer Weg zum Katholizismus, in: Vatican Magazin 5 (2007)
  • Léon Bloy oder die Überwindung, in: Krachkultur 12 (2008)
  • Der gesteinigte Text. Stephanus. Bloy. Céline, in FUGE - Journal für Religion und Moderne Band 6: Zeichen ferner Freiheit (Schöningh Verlag 2010)
  • Die nächtliche Seite des ewigen Werdens. Musik als Operation gegen das Nichts, in XVIII. Rohkunstbau: Macht. Ausstellungskatalog zur gleichnamigen Ausstellung im Schloss Marquardt, Potsdam vom 1. Juli - 11. September 2011 (Verlag Hans Schiler 2011) ISBN 978-3-89930-336-0
  • Von der Traurigkeit, kein Heiliger zu sein. Ein Plädoyer für die Kanonisierung des französischen Schriftstellers Léon Bloy, in: Vatican Magazin 2/2012
  • Ich will Teil einer Finanzkrise sein. Crysis II und der Kampf um das liebe Geld, in: WASD.Texte über Games 1/2012
  • Der Radikalismus des Wartezimmers. Zu Charles Taylors Klerikalismus-Essay, in FUGE - Journal für Religion und Moderne Band 12/13, Berlin 2013
  • Die ersten und die letzten Dinge. Ernst Jünger und Léon Bloy, in: Günter Figal, Georg Knapp (Hg.), Krieg und Frieden - Jünger Studien 6, Tübingen 2013

Online-Texte zur Netzdebatte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übersetzungen und Editionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die vierundzwanzig Ohren des Gueule-de-Bois, aus Sueur de Sang - Blutschweiß, übersetzt und eingeleitet von Alexander Pschera, in: Krachkultur 12 (2008)
  • Léon Bloy. Blutschweiß - Sueur de Sang (1870-1871). Aus dem Französischen übersetzt, kommentiert und eingeleitet von Alexander Pschera. Mit Illustrationen von Heidi Sill. Matthes & Seitz Berlin 2011 ISBN 978-3-88221-837-4.
  • Léon Bloy. Brief aus dem Kloster. Mit einer Einleitung, in: Sinn und Form 5/2016.
  • Unterwegs mit Léon Bloy. Gespräche, Gedanken, Gebete - En route Avec Léon Bloy. Dialogues, Pensées, Prières. Zweisprachig. Zusammengestellt, übersetzt und kommentiert von Alexander Pschera. Mit Illustrationen von Francois-Xavier de Boissoudy. FE-Medien 2017, ISBN 978-3-86357-170-2.
  • Charles Péguy, Das Geld. Aus dem Französischen und mit einem Vorwort von Alexander Pschera. Mit einem Nachwort von Peter Trawny. Matthes & Seitz Berlin 2017, ISBN 978-3-95757-317-9.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1986–1990 Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes
  • 1990–1992 Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]