Amour Fou (2014)

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Filmdaten
OriginaltitelAmour Fou
ProduktionslandÖsterreich, Deutschland, Luxemburg
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2014
Länge96 Minuten
AltersfreigabeFSK 6[1]
JMK 12[2]
Stab
RegieJessica Hausner
DrehbuchJessica Hausner
ProduktionMartin Gschlacht,
Antonin Svoboda,
Bruno Wagner,
Bady Minck,
Alexander Dumreicher-Ivanceanu
KameraMartin Gschlacht
SchnittKarina Ressler
Besetzung

Amour Fou ist ein österreichischer Film von Jessica Hausner aus dem Jahr 2014. Die Hauptrollen spielen Christian Friedel und Birte Schnöink. Im Mittelpunkt steht die Liebe zwischen Heinrich von Kleist und Henriette Vogel, die zusammen Suizid begehen wollen. Der Film lief bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes in der Sektion Un Certain Regard sowie auf zahlreichen anderen Filmfestivals.[3] Der Kinostart in Österreich war am 6. November 2014, in Deutschland am 15. Januar 2015.[4]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Der Dichter Heinrich von Kleist gibt sich Todesfantasien hin. Sein größter Wunsch ist, mit einem geliebten Menschen zu sterben. Er findet in seiner Bekannten Henriette Vogel eine Seelenverwandte und schließt mit ihr einen Liebes- und Todespakt. Kleists Cousine Marie findet jedoch wenig Gefallen an den Suizidplänen ihres Cousins.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde produziert von Coop99 in Zusammenarbeit mit Essential Filmproduktion und Amour Fou Filmproduktion.[5] Ein großer Aufwand wurde in das Kostüm- und Produktionsdesign gesteckt, um die Klischees von vergleichbaren Genrefilmen zu vermeiden. Hausner verfolgte eine klare Ästhetik mit dem Fokus auf gelbe und rote Farben. Inspiration waren dabei Gemälde des Malers Johannes Vermeer.[6] Die Dreharbeiten fanden statt in Luxemburg, Österreich und Deutschland in der Zeit von Februar bis Oktober 2013.[7]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der film-dienst schrieb, das in „makellosen, aber aseptischen Bildern erstarrende Historiendrama“ sei „darstellerisch uneinheitlich“ und lasse „jede Form von Lebendigkeit vermissen“. In seiner „artifiziellen Kunstsprache“ werde der Film „weder der dargestellten Epoche noch seinen Figuren“ gerecht.[8] Claudia Lenssen von epd Film lobte das „handwerklich ausgezeichnete Schauspielensemble“, das „in vielen stummen Passagen die mysteriöse Oberflächenqualität historischer Porträts“ entfalte. Der Parabelcharakter des Films werde durch „die minimalistische, fast statuarische Ruhe“ der „visuellen Erzählformen“ unterstrichen.[9]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erhielt beim Österreichischen Filmpreis 2015 Nominierungen in den Kategorien Bester Spielfilm, Beste Regie, Beste weibliche Darstellerin (Birte Schnoeink), Bestes Kostümbild (Tanja Hausner), Bestes Szenenbild (Katharina Wöppermann) sowie Bestes Drehbuch.[10] Ausgezeichnet wurde er in den Kategorien Bestes Drehbuch sowie Bester Schnitt.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Amour Fou. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Dezember 2014 (PDF; Prüf­nummer: 148 888 K).
  2. Alterskennzeichnung für Amour Fou. Jugendmedien­kommission.
  3. 2014 Official Selection. In: Cannes. Abgerufen am 17. April 2014.
  4. Release Info. Internet Movie Database; abgerufen am 28. Januar 2015.
  5. Amour Fou. In: afc.at. Austrian Film Commission. Abgerufen am 23. März 2014.
  6. Karin Schiefer: Jessica Hausner dreht Amour Fou: Katharina Wöppermann (Setdesign) und Tanja Hausner (Kostüm) im Gespräch. In: afc.at. Austrian Film Commission. April 2013. Abgerufen am 23. März 2014.
  7. Amour Fou. In: filminstitut.at. Österreichisches Filminstitut. Abgerufen am 23. März 2014.
  8. Amour Fou (2014). film-dienst, 1/2015; abgerufen am 28. Januar 2015.
  9. Amour Fou. epd Film, 12/2014; abgerufen am 23. April 2015.
  10. Nominierungen Österreichischer Filmpreis 2015. Österreichische Filmakademie; abgerufen am 28. Januar 2015.
  11. Österreichischer Filmpreis 2015. Abgerufen am 29. Jänner 2015.