Gustav Peter Wöhler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gustav Peter Wöhler auf der Eröffnung der Berlinale 2009
Gustav Peter Wöhler bei der Verleihung des Studio Hamburg Nachwuchspreises 2012
Im Konzert

Gustav Peter Wöhler (* 31. Juli 1956 in Bielefeld) ist ein deutscher Schauspieler, Sänger und Hörspielsprecher.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eltern von Gustav Peter Wöhler besaßen eine Gaststätte in Eickum bei Herford. Nach einer Lehre zum Großhandelskaufmann wollte er eigentlich Sozialpädagogik studieren. Doch sein Religionslehrer hatte sein Talent erkannt und half ihm, die Eignungsprüfung für die Schauspielschule zu bestehen.

Zunächst wurde Gustav Peter Wöhler vor allem für komische Rollen eingesetzt. Dies führte zu einem Minderwertigkeitskomplex, den er erst durch die Zusammenarbeit mit Peter Zadek am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg abzulegen begann[1]:

„Peter Zadek, dem ich meine größten Theatererlebnisse verdanke, sagte später, er hätte noch nie so gelacht wie bei mir. Das änderte mein Selbstbewusstsein.“

Im Rahmen der Nibelungenfestspiele 2009 in Worms stand Wöhler in Das Leben des Siegfried als Gunther auf der Bühne. Nach dem plötzlichen Tod von Dirk Bach übernahm er an dessen Stelle im Oktober 2012 die Titelrolle im Theaterstück Der kleine König Dezember nach dem gleichnamigen Buch von Axel Hacke am Berliner Schlossparktheater.[2][3]

Daneben ist Gustav Peter Wöhler auch in vielen Fernseh- und Kinoproduktionen zu sehen, so etwa in SK Kölsch, Bella Block und in Erleuchtung garantiert von Doris Dörrie. 2015 spielte Wöhler die Titelrolle in Herman the German von Michael Binz, der beim Filmfestival Max Ophüls Preis den Publikumspreis für den besten Kurzfilm erhielt.[4][5]

Wöhlers zweite Leidenschaft ist die Musik. Mit seiner Gustav Peter Wöhler-Band interpretiert er Klassiker aus Jazz, Pop, Rock und Reggae neu und feierte damit große Erfolge. Mittlerweile sind vier CDs erschienen, im Dezember 2005 wurde eine Live-DVD veröffentlicht. Die Gustav Peter Wöhler-Band tourt regelmäßig durch ganz Deutschland.

Mit seinem Lebenspartner Albert Wiederspiel lebt er in Hamburg und Berlin-Charlottenburg.[6]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2002: Gustav Peter Wöhler-Band - (Live-Album)
  • 2004: Across The Universe
  • 2006: Gangster of Love - (Live-Album)
  • 2006: Liebe Stärke Mitgefühl - mit Kai Fischer
  • 2009: Get Back - Live in Hamburg - (Live-Album)
  • 2011: Boys Don't Cry - Live in Hamburg - (Live-Album)
  • 2013: Wegen mir - Label Kurtmusik@Kurtbuero - (Studio-Album)
  • 2016: Shake A Little - (Studio-Album)

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zitat-Quelle: Ein wahrer Entertainer - Gustav Peter Wöhler wird zum Rock-Star (Memento vom 30. November 2005 im Internet Archive), Ankündigung zur Sendung Brisant/Promiklatsch vom 28. August 2004, mdr.de, 28. August 2004, Aufruf: 28. November 2005
  2. Christoph Spangenberg, Gunda Bartels: Nachfolge für Dirk Bach am Schlossparktheater steht fest In: Der Tagesspiegel, 10. Oktober 2012. Abgerufen am 18. September 2014.
  3. Gustav Peter Wöhler wird Dirk Bachs Nachfolger In: Hamburger Morgenpost, 10. Oktober 2012. Abgerufen am 18. September 2014.
  4. Die Preisträger 2015. Filmfestival Max Ophüls Preis, 24. Januar 2015, abgerufen am 29. Januar 2015.
  5. Herman The German. Max-Ophüls-Festival, abgerufen am 29. Januar 2015.
  6. Stimmen zum CSD - Gustav Peter Wöhler, Frankfurter Rundschau online, 27. Juni 2008

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]