Amt Neuhardenberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Das Amt Neuhardenberg führt kein Wappen
Amt Neuhardenberg
Deutschlandkarte, Position des Amtes Neuhardenberg hervorgehoben
Koordinaten: 52° 36′ N, 14° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Märkisch-Oderland
Fläche: 150,43 km2
Einwohner: 4513 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner je km2
Amtsschlüssel: 12 0 64 5410
Amtsgliederung: 3 Gemeinden
Adresse der
Amtsverwaltung:
Karl-Marx-Allee 72
15320 Neuhardenberg
Webpräsenz: Amt Neuhardenberg
Amtsdirektorin: Grit Brinkmann
Lage des Amtes Neuhardenberg im Landkreis Märkisch-Oderland
Altlandsberg Alt Tucheband Bad Freienwalde Beiersdorf-Freudenberg Bleyen-Genschmar Bliesdorf Buckow Falkenberg Falkenhagen Fichtenhöhe Fredersdorf-Vogelsdorf Garzau-Garzin Golzow Gusow-Platkow Heckelberg-Brunow Höhenland Hoppegarten Küstriner Vorland Lebus Letschin Lietzen Lindendorf Märkische Höhe Müncheberg Neuenhagen bei Berlin Neuhardenberg Neulewin Neutrebbin Oberbarnim Oderaue Petershagen/Eggersdorf Podelzig Prötzel Rehfelde Reichenow-Möglin Reitwein Rüdersdorf bei Berlin Seelow Strausberg Treplin Vierlinden Waldsieversdorf Wriezen Zechin Zeschdorf BrandenburgKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen

Das Amt Neuhardenberg ist ein 1992 gebildetes Amt im Landkreis Märkisch-Oderland des Landes Brandenburg, in dem sich zunächst neun Gemeinden in den damaligen Kreisen Seelow und Strausberg zu einem Verwaltungsverbund zusammengeschlossen hatten. Amtssitz ist die Gemeinde Neuhardenberg. Durch Gemeindezusammenschlüsse hat das Amt derzeit noch drei Gemeinden.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Amt Neuhardenberg liegt im Zentrum des Landkreises Märkisch-Oderland. Es grenzt im Norden an das Amt Barnim-Oderbruch, im Osten an die Gemeinde Letschin, im Südosten an die amtsfreie Stadt Seelow, im Süden an das Amt Seelow-Land und an die Stadt Müncheberg sowie im Westen an das Amt Märkische Schweiz.

Gemeinden und Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Amt Neuhardenberg verwaltet drei Gemeinden[2][3]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 3. Juli 1992 erteilte der Minister des Innern des Landes Brandenburg seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Neuhardenberg, für dessen Zustandekommen der 16. Juli 1992 festgelegt wurde.[4] Sitz der Amtsverwaltung ist die Gemeinde Neuhardenberg. Folgende neun Gemeinden aus den damaligen Kreisen Seelow und Strausberg waren darin zusammengefasst:

  1. Altfriedland
  2. Batzlow
  3. Gusow
  4. Neuhardenberg
  5. Platkow
  6. Quappendorf
  7. Reichenberg
  8. Ringenwalde
  9. Wulkow bei Trebnitz

Am 31. Dezember 1997 entstand durch den Zusammenschluss der Gemeinden Gusow und Platkow die neue Gemeinde Gusow-Platkow.[5] Zum 1. Mai 1998 wurden die Gemeinden Altfriedland und Wulkow bei Trebnitz in die Gemeinde Neuhardenberg eingegliedert.[6]

Das Ministerium des Innern genehmigte mit Wirkung vom 31. Dezember 2001 die Bildung der neuen amtsangehörigen Gemeinde Märkische Höhe aus den Gemeinden Batzlow, Reichenberg und Ringenwalde.[7]

Die Gemeinde Quappendorf wurde 2003 per Gesetz in die Gemeinde Neuhardenberg eingegliedert.[8] Quappendorf klagte zunächst schon vor der tatsächlichen Eingemeindung vor dem Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gegen die Eingliederung; sie wurde zurückgewiesen.[9] Auch die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht blieb letztendlich erfolglos.[10]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1992 6 545
1993 6 404
1994 6 390
1995 6 288
1996 6 207
1997 5 978
Jahr Einwohner
1998 5 785
1999 5 548
2000 5 314
2001 5 239
2002 5 230
2003 5 136
Jahr Einwohner
2004 5 109
2005 4 996
2006 4 938
2007 4 873
2008 4 748
2009 4 608
Jahr Einwohner
2010 4 550
2011 4 287
2012 4 271
2013 4 275
2014 4 358
2015 4 513

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[11][12], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Amtsdirektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Amtsdirektor war Gerhard Maslowski, der 2006 altersbedingt das Amt aufgab. Im Juli 2006 trat Grit Brinkmann ihr Amt an[13]. Sie wurde am 9. Dezember 2013 durch den Amtsausschuss für eine weitere Amtsdauer von acht Jahren in ihrem Amt bestätigt.[14]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung des Amtes Neuhardenberg vom 2. Februar 2009 PDF
  3. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg - Amt Neuhardenberg
  4. Bildung der Ämter Temnitz, Milow, Baruth, Neuhardenberg, Burg-Spreewald, Drebkau/Niederlausitz, Neuhausen und Peitz. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 30. Juni 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 54, 31. Juli 1992, S.966/7.
  5. Bildung einer neuen Gemeinde Gusow-Platkow. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 21. Oktober 1997. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 8. Jahrgang, Nummer 45, 14. November 1997, S.926.
  6. Eingliederung der Gemeinden Altfriedland und Wulkow bei Trebnitz in die Gemeinde Neuhardenberg. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 24. März 1998. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 15, 22. April 1998, S.438.
  7. Bildung der neuen Gemeinde Märkische Höhe. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 17. Oktober 2001. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 46, Potsdam, den 14. November 2001, S.780 PDF
  8. Fünftes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Barnim, Märkisch-Oderland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Uckermark (5.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003 (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S.82), geändert durch Gesetz vom 01. Juli 2003 (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr.10, S.187)
  9. [1]
  10. Neuhardenberg auf Neuhardenberg-Information
  11. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Märkisch-Oderland. S. 16-17
  12. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  13. Amt Neuhardenberg feiert 20 Jahre. In: Märkische Oderzeitung, 18. Oktober 2012
  14. Nach geheimer Wahl weiter im Amt . In: Märkische Oderzeitung, 11. Dezember 2013

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]