Anke Schäferkordt

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Anke Schäferkordt (2017)

Anke Schäferkordt (* 12. Dezember 1962 in Lemgo)[1] ist eine deutsche Medien-Managerin. Sie war bis Ende 2018 Geschäftsführerin der Mediengruppe RTL Deutschland und RTL Television und Mitglied im Vorstand der Bertelsmann SE & Co. KGaA. Von 2012 bis 2017 war sie zusammen mit Guillaume de Posch CEO der übergeordneten RTL Group in Luxemburg.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie wuchs in Henstorf auf, ging auf die Grundschule in Kalletal und machte 1982 am Marianne-Weber-Gymnasium in Lemgo ihr Abitur.[1][2] Anschließend studierte Schäferkordt Betriebswirtschaftslehre an der Universität Paderborn. Nach ihrem Abschluss im Jahr 1988 als Diplomkauffrau begann sie ihre berufliche Laufbahn beim kaufmännischen Führungsnachwuchsprogramm bei der Bertelsmann AG in Gütersloh.[1]

Schäferkordt ist seit 1991 bei der Bertelsmann-Tochter RTL tätig. Dort übernahm sie im Jahr 1992 die Leitung der Abteilung Controlling. Von 1993 bis 1995 war sie Bereichsleiterin Unternehmensplanung und Controlling von RTL Television. Im Jahr 1995 wechselte sie als Kaufmännische Leiterin zu dem Fernsehsender VOX. Von 1997 bis 1999 war sie neben ihrer Aufgabe als CFO auch Programmdirektorin, von 1999 bis 2005 Geschäftsführerin des Senders.

Im Februar 2005 wurde sie Gerhard Zeilers Stellvertreterin bei RTL Deutschland; seit dem 1. September 2005 leitete sie als seine Nachfolgerin die Mediengruppe RTL Deutschland, zu der die Unternehmen RTL Television, VOX, n-tv, RTL II, Super RTL, RTL NITRO, RTL interactive, IP Deutschland, infoNetwork und CBC zählen. Schäferkordt war damit auch Geschäftsführerin des Fernsehsenders RTL. Von April 2012 bis April 2017 war sie CEO der internationalen RTL Group in Luxemburg, behielt aber zusätzlich noch ein Jahr ihren Posten in Deutschland. Dem Bertelsmann-Vorstand gehört sie ebenfalls seit April 2012 an. Im gleichen Jahr wurde Schäferkordt in die Hall of Fame der deutschen Werbung aufgenommen.

Schäferkordt übergab zum 1. Februar 2013 den Posten als Programmgeschäftsführerin von RTL Television (Deutschland) an den Geschäftsführer von VOX, Frank Hoffmann.[3] Sie ist Vorstandsmitglied bei Bertelsmann und Mitglied des Aufsichtsrates der BASF SE.

Im März 2017 wurde bekanntgegeben, dass Schäferkordt die Position des Co-CEO der RTL Group auf eigenen Wunsch aufgeben wird um, sich auf die Geschäftsführung der RTL Mediengruppe Deutschland zu konzentrieren. Ihren Vorstandsposten im Bertelsmann-Konzern behielt sie. Ihr Nachfolger als Co-CEO der RTL Group ist der niederländische RTL-Manager Bert Habets.[4] Im November 2018 kündigte sie an, ihre Posten als Geschäftsführerin der Mediengruppe RTL Deutschland und RTL Television sowie die Mitgliedschaft im Vorstand der Bertelsmann SE & Co. KGaA zum Jahresende 2018 niederzulegen.[5] Ihr Nachfolger bei der Mediengruppe RTL Deutschland wurde Bernd Reichart.

Michael Hanfeld nannte sie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die „Lotsin“ des Privatfernsehens, die „an allen Fronten“ im Wettbewerb mit den öffentlich-rechtlichen Sendern und den Streaming-Diensten erfolgreich gekämpft habe.[6]

Privat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie lebt mit ihrem langjährigen Lebensgefährten Harald Biermann in Köln.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Die Referenten des 19.medienforum.nrw. Medienforum NRW. (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original; abgerufen am 24. Februar 2013.@1@2Vorlage:Toter Link/www.medienforum.nrw.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Biografie von Anke Schäferkordt. Munzinger.de. Abgerufen am 24. Februar 2013.
  3. Schäferkordt-Nachfolge Neue Chefs für RTL und Vox, abgerufen am 20. Dezember 2012.
  4. RTL-Chefin zieht sich aus Vorstand zurück, abgerufen am 12. Mai 2017.
  5. FAZ.net: Anke Schäferkordt verlässt RTL und Bertelsmann - Faz vom 21. November 2018
  6. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. November 2018, S. 15.