Armin Chodzinski

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Armin Chodzinski (* 1970 in Hamburg) ist ein in Hamburg lebender Künstler, Autor und Performer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Armin Chodzinski studierte von 1993 bis 1998 an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei Thomas Huber und Raimund Kummer. Aus seiner Beschäftigung mit der Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz von zeitgenössischer Kunst entstand 1998 das Projekt Armin Chodzinski muß ins Management, welches ihn unter anderem in das Management der SPAR Handels AG und Unternehmensberatungen führte.[1]

In diversen Ausstellungen und Performance Lectures verhandelte er das erfahrungsbasierte Beziehungsgeflecht zwischen Kunst und Wirtschaft in der Öffentlichkeit. Von 2001 bis 2009 führte er gemeinsam mit Claus Noppeney die Beratungs- und Forschungsplattform CNC für Organisation & visuelle Kultur, Geschäftsprozess & Form, Management & Bildkompetenz.[2] Von 2003 bis 2006 promovierte Armin Chodzinski an der Universität Kassel im Fachbereich Anthropogeographie zur historischen Genese der Beziehung zwischen Kunst und Wirtschaft von Peter Behrens, Emil Rathenau bis zum dm-drogerie markt.[3] Von 2009 bis 2012 arbeitete er als Dozent und Forscher an der Hochschule Luzern Design&Kunst an einem Forschungsprojekt zur aktuellen Situation zwischen Kunst und Wirtschaft. Als Dozent an diversen Universitäten und Hochschulen in Deutschland, England und der Schweiz unterrichtet er zu den Themen Kunst, Wirtschaft, Urbanismus und gesellschaftlichen Bedingtheiten (z. B. Universität St. Gallen[4])

Weiterer Schwerpunkt seiner künstlerischen und publizistischen Tätigkeiten ist die Auseinandersetzung mit dem urbanen Raum, als ein Destillationspunkt der gesellschaftlichen Verhältnisse und die Verkrampfung als Handlungsphänomen der Wissensgesellschaft.[5]

Seit 1998 entwickelt Chodzinski in Performance Lectures und Ausstellungen eine Praxis zwischen Vermittlung, Selbstexperiment und Forschung, die er sowohl in Theatern und Ausstellkungsräumen, als auch im Radio und Fernsehen weiterentwickelt.

Beispiele hierfür sind unter anderen das Radio Feature Wir nennen es Corporate Song[6] aus dem Jahr 2010, seine Sendung zum Thema der Mod (Subkultur)[7] im Rahmen der Konspirativen Küchenkonzerte 2011 auf ZDFkultur, die Lecture Performance Show Den letzten beissen die Hunde am Internationalen Sommerfestival 2012 auf Kampnagel in Hamburg[8] oder die Beteiligung an der Ausstellung Metaphern des Wachstums[9] im Kunstverein Hannover 2011.

Zwischen 1998 und 2008 war er Herausgeber der Zeitung Revision und der E-Mail-Publikation raubkopie. Armin Chodzinski ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund.[10]

Jürgen Ziemer in Der FREITAG, 25. März 2014: „Was dieser Mann so veranstaltet, lässt sich wohl am besten als Kunst-Musik-Bildungs-Revuen beschreiben. Lecture Shows nennt er es selbst. Man könnte wahrscheinlich auch sagen: Armin Chodzinski tanzt die Theorie. [...] Extra ein bisschen verkrampft. Um Konstruktion und Dekonstruktion bemüht. Und: selbstverständlich mit Krawatte.“[11]

Seit 2015 entwickelt er gemeinsam mit dem Nis Kötting die Feature-Reihe Dr.C.'s Conversationslexikon - Eine ökonomische Radiofeature-Reihe mit und ohne Publikum für den SWR. Bisher: A wie Aktien, E wie Effizienz, G wie Geld, I Wie Innovation, M wie Management, S wie Schulden, W wie Wachstum.[12]

Jochen Meißner schreibt dazu in der Medienkorrespondenz, 16. Mai 2015: "In „Dr. C.’s Conversationslexikon“, das der SWR als eine „Radio-Revue-Reihe zur Therapie grassierender Ahnungslosigkeit“ angekündigt hat, gibt Armin Chodzinski wieder den etwas verkrampften Privatgelehrten im lachsfarbenen Anzug. Als Vortragender breitet er die Schätze seines Wissens aus: sprunghaft und assoziativ, eine Wunderkammer voller Pretiosen, die nebeneinander funkeln und deren Kontext sich erst im Kopf des Hörers herstellen muss."

Seit 2017 ist Chodzinski Gastprofessor für Interdisziplinäre künstlerisch Praxis und Theorie an der Universität der Künste Berlin[13]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bandsalat - Die Kassette in der zeitgenössischen Kunst, Studienzentrum Künstlerpublikationen, Museum Werserburg, 2013
  • Sonne, Musik und schwierige Verhältnisse, Galerie Julia Garnatz Köln, 2011
  • Über die Metapher des Wachstums, Kunstverein Hannover, 2011
  • What if they were right?, Galerie Antje Wachs, Berlin, 2011
  • Du Dialogue Sociale, Motorenhalle Dresden, 2008
  • Vom gutgekleideten Tätigsein, widerständigem Tanzen und liberalen Städten, Kunstverein Hildesheim, 2007
  • Like Anselm Kiefer!, RockPopMuseum Gronau, 2005
  • permanent produktiv, Kunsthalle Exnergasse Wien (A), 2004
  • Atelier Europa, Kunstverein München, 2004[14]
  • Critique is not enough, Shedhalle Zürich (CH), 2003
  • Betriebsanalyse, Kunstraum Linz (A), 2003
  • Ready2capture, Artgenda Ostsee-Biennale, Hamburg, 2002
  • realwork, Werkleitz Biennale, Werkleitz/Tornitz, 2000[15]
  • Armin Chodzinski muß ins Management, Art Max, Braunschweig, 1998

Lecture Shows / Performances (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Allegorie der Unsterblichkeit, 2012/13 (mit Bandmaster Fresh)
  • Ressource Baby! Eine Revue über Nutzen, Brauchen und Handeln. 2011 (mit Max Clement Movement)[16]
  • Volksparkett Business Lounge – Drei Abende zu Fußball und Kunst (mit Martin Kreidt)Thalia Theater Hamburg, 2011
  • Die Unruhen des Herrn C. - Ein Vaudeville zu Verkrampfung und Nervosität, Nationaltheater Weimar, e-werk / Thalia Theater 2010
  • Catchy Tunes for Catchy People - Zur Gegenwart der Unternehmenshymne, Kampnagel Hamburg, 2009
  • Sophisticated Society - Schule, Wissen, Bildung... und Ökonomie, Schwankhalle Bremen, 2009
  • This Town - is comin`like a Ghost Town, Noroomgallery, Vereinsheim FC Porto Wilhelmsburg, 2009
  • In the City - Tales of a helpless Dancer, Kunsthalle St. Gallen, 2009
  • How to succeed in business with lecture, Bielefelder Kunstverein, 2009
  • DU=D.E.U.T.S.C.H.L.A.N.D, Schauspiel Köln, 2008
  • Organizational Behaviour II, Wiener Festwochen, 2008
  • Rebellion inkl. 7% MwSt., Hörspielforum des WDR, Köln, 2005
  • Schön hier!, Schauspiel Frankfurt, 2005
  • Reflektion über das Scheitern II, Sophiensaele, Berlin, 2004
  • Rollende Roadshow, Prater der Volksbühne Berlin, 2000

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zentrum für verkrampfte Kunst - Geschäftsbericht, 2007
  • raubkopie - Email Informationsservice (14 Ausgaben), 2001–2008[17]
  • Revision - Zeitung für Kunst und Ökonomie, 1998–1999[18]
  • Das innere Leuchten checken, HBK Braunschweig 1997 (gemeinsam mit Hannes Kater)
Autor von
Beteiligt an
  • Gastspiel, Richter Düsseldorf, 1998, ISBN 3-928762-93-1
  • Beschreiben, (zum Beispiel eine Kunsthochschule), Salon Verlag, 1999, ISBN 978-3-89770-080-2
  • Schöne Arbeit : zur ökonomischen Situation von bildender Kunst, Burg Giebichenstein 2006, ISBN 978-3-86019-055-5
  • IBA-Labor Kunst und Stadtentwicklung: Das Betreiben eines vegetarischen Restaurants mit einer Horde Kannibalen, IBA Hamburg 2008 (Hrsg. gemeinsam mit Jan Holtmann), ISBN 978-3-9812609-1-5

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sonne, Musik und schwierige Verhältnisse, 2011, Textem Verlag Hamburg, ISBN 978-3-941613-79-9
  • Armin Chodzinski : vom gutgekleideten Tätigsein, widerständigem Tanzen und liberalen Städten ; Texte und Präsentationen, 2007, Textem Verlag Hamburg, ISBN 978-3-938801-27-7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.brandeins.de/magazin/was-bleibt/bewegung.html
  2. http://c-n-c.biz/fundamente11_cnc.html
  3. Vergleiche Belegexemplar der Deutschen Nationalbibliothek DNB 986032603.
  4. http://www.unisg.ch/Personenverzeichnis/5805d1fd-0897-42f8-b31b-a7cf67dea19d.aspx
  5. http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/glauben_und_wissen/audio89924-popup.html@1@2Vorlage:Toter Link/www.radiobremen.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/feature/1298622/
  7. http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/programdata/cd946bca-3138-33a7-9ff7-c183e90cd233/20108064?generateCanonicalUrl=true
  8. Archivlink (Memento des Originals vom 9. Dezember 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kampnagel.de
  9. http://www.kunstverein-hannover.de/ausstellungen/2011/ueber-die-metapher-des-wachstums.html
  10. kuenstlerbund.de: Mitglieder "C" / Armin Chodzinski (abgerufen am 25. Februar 2016)
  11. Jürgen Ziemer: „Man kann Theorie tanzen“. In: Der Freitag. 25. März 2014, ISSN 0945-2095 (freitag.de [abgerufen am 16. Juni 2017]).
  12. Dr. C's Conversationslexikon: S wie Schulden | Hörspiel & Feature | SWR2. In: swr.online. (swr.de [abgerufen am 6. Juni 2018]).
  13. Leitung und Team. Abgerufen am 6. Juni 2018.
  14. Archivlink (Memento des Originals vom 2. September 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ateliereuropa.com
  15. http://biennale2000.werkleitz.de/katalog/chodzinski.html
  16. Archivlink (Memento des Originals vom 13. Mai 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kampnagel.de
  17. http://www.revisionsverlag.de/
  18. http://www.revisionsverlag.de/