Audi Sport GmbH

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Audi Sport GmbH

Logo
Rechtsform GmbH
Gründung 1983
Sitz Neckarsulm, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Julius Seebach (Geschäftsführer, Leiter Audi Motorsport)
Sebastian Grams (Geschäftsführer)
Chris Reinke (Leiter Audi Sport customer racing)
Mitarbeiterzahl 1340 (Stand: Juli 2020)
Umsatz ca. 0,5 Mrd. Euro
Branche Automobil (Entwicklung und Bau von Hochleistungsmodellen; Individualisierung/Accessoires)
Website audi.com
Stand: 13. August 2020

Top-Modell der Audi Sport GmbH, der Audi R8
Ehemaliges Logo der quattro GmbH/Audi Sport GmbH

Die Audi Sport GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Audi AG. Das bis Ende 2016 quattro GmbH genannte Unternehmen wurde 1983 gegründet und ist seit 1996 eigenständig. Audi Sport ist dafür zuständig, jedes Audi-Modell – nicht nur sportlich – nach Kundenwunsch zu individualisieren. Bestimmte Ausstattungspakete werden S line, spezielle Fertigungen auch Audi exclusive genannt. Das erste eigenständige Projekt der damaligen quattro GmbH war der Audi S6 Plus, welcher im März 1996 vorgestellt wurde. Sitz des Unternehmens ist in Neckarsulm.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde im Jahr 1983 als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Audi AG gegründet. Geschäftszweck war zunächst der Handel mit hochwertigen Accessoires (Schwerpunkt: hochwertige Lederserie). Nach 1993 wurden die Geschäftsfelder erweitert: Die Boutiquen in den Auslieferungszentren wurden ausgebaut und die Fahrzeugindividualisierung kam hinzu. Seit 1996 firmiert die Audi Sport GmbH auch als eigenständiger Fahrzeughersteller (S sowie RS-Modelle). Erstes Projekt war im März 1996 ein Audi S6.[1] Die Audi Sport GmbH ist das Pendant zur Volkswagen R GmbH.

Seit dem Jahr 2015 werden die S-/RS-Modelle von Audi unter dem Namen Audi Sport verkauft, aber werden weiter bei der Audi Sport GmbH gebaut.

Im November 2016 wurde die quattro GmbH in Audi Sport GmbH umbenannt.[2]

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Modifizierungen werden in Neckarsulm ausgeführt. Dorthin werden die Audi-Modelle aus den Werken geliefert oder vom Kunden hingebracht. Mit dem Audi S6 Plus verzeichnete die quattro GmbH im März 1996 ihr erstes eigens verarbeitetes Auto.

Das Unternehmen beschäftigt insgesamt ca. 830 Arbeitnehmer, die vor allem aus Ingolstadt und Neckarsulm stammen.[3] Es verzeichnete im Jahr 2005 ein Vorsteuerergebnis von 35 Millionen und 2006 einen Umsatz von rund 500 Millionen Euro.[4]

Die Fahrzeugsparten gliedern sich in den Teilbereich der Produktion der RS-Fahrzeuge wie dem Audi R8. Ebenso ist die Audi Sport GmbH für die Zubehörsparte namens S line zuständig, die eine Bezeichnung für die sportliche Ausstattung der verschiedenen Audi-Modelle ist. Diese umfasst neben Sportfahrwerken und aerodynamischen Anbauteilen auch sportliche Ausstattungspakete im Interieur. Die Motorleistung ist davon jedoch unabhängig.

Die Audi Sport GmbH ist mit 19,94 % an der FC Ingolstadt 04 Fußball GmbH beteiligt.[5]

Produktportfolio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Audi R/RS-Modelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Audi Sport GmbH verkauft die sportlichen Modelle unter den Namen Audi Sport. Ziel der Audi Sport GmbH ist Rennsport-Technologie in Straßenmodelle zu integrieren. Die Audi Sport GmbH entwickelt ihre Autos eigenständig und bringt innovative Technologien in die Fahrzeuge. Die Entwicklung der Fahrzeuge erfolgt in Neckarsulm, die Produktion hingegen ist auf die Standorte Ingolstadt, Neckarsulm, Heilbronn und Győr verteilt.

Aktuelle Modelle:

Audi Sport customer racing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Audi Sport customer racing verkauft die Audi Sport GmbH, Rennwagen im Kundensportbereich. Die Audi R8 LMS Reihe gehört zu den erfolgreichsten FIA GT3 Rennwagen.

Aktuelle Modelle:

Bild Modell Basismodell Kategorie Bauzeit Motor Leistung Gewicht
Audi RS3 LMS II Audi RS3 8Y TCR seit 2021 2.0 TFSI (VW EA888) 250 kW/340 PS
Audi R8 LMS GT2 Audi R8 4S GT2 seit 2020 V10 5.2 FSI 470 kW/640 PS 1350 kg
Audi R8 LMS GT3, Paris Motor Show 2018, Paris (1Y7A1172).jpg Audi R8 LMS GT3 GT3 seit 2019 bis zu

430 kW/585 PS

1235 kg
Audi R8 GT4.jpg Audi R8 LMS GT4 GT4 seit 2020 bis zu

364 kW/495 PS

1460 kg

Ehemalige Modelle:

Bild Modell Basismodell Kategorie Bauzeit Motor Leistung Gewicht
2009 Audi R8 LMS GT3 - Flickr - exfordy.jpg Audi R8 LMS Audi R8 42 GT3 2009–2012 V10 5.2 FSI 412 kW / 560 PS 1290 kg
Raeder Motorsport Audi TT RS.jpg Audi TT RS Audi TT RS 8J SP4T 2012 2.5 TFSI (VW EA855) 279 kW / 380 PS 1100 kg
Geneva MotorShow 2013 - Audi R8 LMS ultra front right.jpg Audi R8 LMS ultra Audi R8 42 GT3 2012–2015 V10 5.2 FSI 419 kW / 569 PS 1250 kg
APR Audi R8 Grand-Am Road America 2012.jpg Audi R8 GRAND-AM Grand Am - GT 2013 412 kW / 560 PS 1280 kg
2015-03-03 Geneva Motor Show 4119.JPG Audi R8 LMS GT3 Audi R8 4S GT3 2015–2018 430 kW / 585 PS 1225 kg
Audi motorsport 141017-7357.jpg Audi TT Cup Audi TT FV Audi Sport TT Cup 2015–2017 2.0 TFSI (VW EA888) 228 kW / 310 PS
250 kW / 340 PS (mit Push-to-Pass System)
1125 kg
Audi RS LMS SEQ-Team AC Motorsport (3).jpg Audi RS3 LMS Audi RS3 8V TCR 2016–2019 243 kW / 330 PS 1160 / 1285 kg
Racing One Audi R8 LMS GT4.jpg Audi R8 LMS GT4 Audi R8 4S GT4 2017–2019 V10 5.2 FSI 364 kW / 495 PS 1460 kg
Jean-Karl Vernay TCR Audi RS3.jpg Audi RS3 LMS Audi RS3 8V TCR 2019–2021 2.0 TFSI (VW EA888) bis zu

257 kW/350 PS

1145–1185 kg

Motorsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Motorsportabteilung von Audi Sport ab 2021 nimmt mit ihrem Team werksseitig an der FIA-Formel-E teil. Für das Jahr 2022 ist der Start bei der Rallye Dakar geplant.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Audi Quattro Tuning – Der Tuner und seine Audi-Modelle autobild.de, Bildergalerie mit von der quattro GmbH veredelten Fahrzeugen.
  2. Mit neuem Namen in die Zukunft: Aus quattro GmbH wird Audi Sport GmbH. Audi Mediacenter, 29. November 2011.
  3. Mitarbeiterzahl von audi.de (Memento vom 23. August 2009 im Internet Archive)
  4. 117. Ordentliche Hauptversammlung der Audi AG (S. 4) (Memento vom 26. September 2007 im Internet Archive) (PDF; 36 kB).
  5. Symbiose zwischen Fußballverein und Autokonzern. sueddeutsche.de, 4. November 2013.