Aufstehn

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#aufstehn
Logo von #aufstehn
Zweck: Förderung
  • des demokratischen Staatswesens
  • politischer Partizipation und Mitbestimmung
  • der Volksbildung
  • des bürgerschaftlichen Engagements zugunsten gemeinnütziger Zwecke
Vorsitz: Carl Pick
Geschäftsführerin: Maria Mayrhofer
Gründungsdatum: 2015
Mitgliederzahl: 8
Unterstützer: 180.000 (März 2019)
Sitz: Wien
Website: www.aufstehn.at

#aufstehn ist eine 2015 gegründete gemeinnützige Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Wien. Sie hat sich nach dem Vorbild partizipativer, zivilgesellschaftlicher Online-Plattformen wie Campact, 38 Degrees oder MoveOn gegründet und bietet ein internetbasiertes Beteiligungsforum, mit dem sich Menschen entlang ihrer Anliegen online zusammenschließen. So können Protest-E-Mails oder -Anrufe nicht vereinzelt, sondern gebündelt in Form von Online-Petitionen an politische Entscheidungsträger gerichtet werden. Zurzeit sind nach eigenen Angaben mehr als 180.000 Menschen bei #aufstehn registriert, die sich regelmäßig an den Kampagnen beteiligen.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein „Aufstehn.at – Verein zur Förderung zivilgesellschaftlicher Partizipation“ verfügt über eine Geschäftsführerin und fünf Teilzeitangestellte. Sie organisieren die über 180.000 Unterstützer und leiten die #aufstehn-Kampagnen. Darüber hinaus betreut das #aufstehn-Team die Petitionsplattform mein #aufstehn, die Engagierten die Möglichkeit bietet, eigene Petitionen und Kampagnen zu starten.

Dem Verein steht ein sechsköpfiges Vorstandsteam vor. #aufstehn ist Teil des OPEN-Netzwerks („Online Progressive Engagement Network“), dem u. a. progressive Kampagnenorganisationen aus den USA (MoveOn.org), Deutschland (Campact), Großbritannien (38 Degrees), Frankreich, Polen, Rumänien, Irland, Südafrika, Indien und Australien angehören.

Finanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein ist gemeinnützig und wird zum Großteil aus Spenden und Förderbeiträgen finanziert.

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

#aufstehn-Aktion gegen die Zerschlagung der AUVA 2018

#aufstehn organisiert Kampagnen zu einer großen Bandbreite politischer Themen. Ziele der Organisation sind unter anderem, zu Themen zu mobilisieren und sie in den öffentlichen Diskurs zu bringen.

Zu den erfolgreichsten Kampagnen der letzten Jahre zählen unter anderem #solidaritystorm,[1] die #aufstehn-Kampagne gegen Hass und sexualisierte Gewalt im Netz. Für die Initiative gegen Hass im Netz wurde Geschäftsführerin Maria Mayrhofer 2016 mit dem Wiener Frauenpreis ausgezeichnet.[2]

Über mein #aufstehn sammelte die Plattform knapp 200.000 Unterschriften gegen die Zerschlagung der allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA), einer Einrichtung der österreichischen Sozialversicherung.[3]

Nachdem die österreichische Bundesregierung aus dem Migrationspakt der Vereinten Nationen austrat, bot #aufstehn die Möglichkeit, als Einzelperson symbolisch den Pakt zu unterzeichnen, der über 180.000 Menschen nachkamen.[4]

Abgrenzung zu „Aufstehen“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

#aufstehn distanziert sich von der 2018 gegründeten Sammlungsbewegung Aufstehen und bat die deutsche Initiative, Namen, Hashtag, Schriftart und Farbe zu ändern, da Verwechslungsgefahr bestehe, #aufstehn sich inhaltlich deutlich unterscheide und man nicht „in das Fahrwasser einer parteipolitisch ausgerichteten Bewegung kommen“ wolle.[5] Dazu war Aufstehen nicht bereit, man habe sich lediglich darauf einigen können, dass das deutsche Projekt künftig auf das Hashtag im Logo verzichtet, um das Verwechslungsrisiko zu verringern.[6]

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. #solidaritystorm. Abgerufen am 5. März 2019.
  2. Preisträgerinnen des Wiener Frauenpreises. In: Website der Stadt Wien. Abgerufen am 5. März 2019.
  3. "Aufstehn": 200.000 Unterschriften gegen AUVA-Zerschlagung. In: Die Presse. 16. Mai 2018, abgerufen am 5. März 2019.
  4. Migrationspakt:Regierung mauert, Online-Initiative macht mobil. In: Kleine Zeitung. 6. November 2018, abgerufen am 5. März 2019.
  5. Christian Teevs: Österreicher fühlen sich von Wagenknecht kopiert. In: Spiegel Online. 27. August 2018, abgerufen am 5. März 2019.
  6. Was hat #aufstehn mit “Aufstehen” zu tun? - Nichts! Abgerufen am 5. März 2019.