BC Queue Hamburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
BC Queue Hamburg
Billard Picto 2-white-l.svg
Logo
Gründung 1989
Disziplin Poolbillard
1. Vorsitzender Thomas Pfannenstiel
2. Vorsitzender Torsten Bonke
Mitglieder ca. 60 (März 2017)[1]
Spielstätte Vereinsheim
Liga 1. Bundesliga
2018/19 7. Platz
Kontakt
Adresse Dammwiesenstraße 25
22045 Hamburg
Homepage bcqueue.de
Stand: 2. Juni 2019

Der Billard-Club Queue Hamburg e. V., kurz BC Queue Hamburg, ist ein Billardverein aus Hamburg. Die erste Mannschaft des 1989 gegründeten Vereins spielte mehrere Jahre in der 1. Poolbillard-Bundesliga, zuletzt von 2015 bis 2017, und wurde 2009 deutscher Pokalsieger.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1989–2008: Anfänge und erste Bundesligajahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platzierungen (seit 2003)
Saison Liga Platz
2003/04[2] 2. Bundesliga Nord 6
2004/05[3] 2. Bundesliga Nord 6
2005/06[4] 2. Bundesliga Nord 1
2006/07[5] 1. Bundesliga 6
2007/08[6] 1. Bundesliga 7
2008/09[7] 2. Bundesliga Nord 3
2009/10[8] 2. Bundesliga Nord 2
2010/11[9] 2. Bundesliga Nord 3
2011/12[10] 2. Bundesliga Nord 6
2012/13[11] 2. Bundesliga Nord 2
2013/14[12] 2. Bundesliga Nord 2
2014/15[13] 2. Bundesliga Nord 1
2015/16[14] 1. Bundesliga 6
2016/17[15] 1. Bundesliga 6
2017/18[16] 2. Bundesliga Nord 1
2018/19[17] 1. Bundesliga 6

Der BC Queue Hamburg wurde 1989 gegründet und im gleichen Jahr Mitglied der Deutschen Billard-Union. 1994 erreichte er das Finale des deutschen 8-Ball-Pokals und unterlag dort dem BSV Deggendorf.[18] 2003 stieg er in die 2. Bundesliga auf. In der Saison 2005/06 wurde der Verein Meister der zweiten Liga und stieg somit in die 1. Bundesliga auf, nachdem er in den zwei Jahren zuvor jeweils als Sechster nur knapp dem Abstieg entgangen war. Beim 8-Ball-Pokal erreichte der BC Queue 2006 das Halbfinale.[18]

In die Saison 2006/07 startete der BC Queue mit einem 5:4-Heimsieg gegen den Titelverteidiger BSV Dachau. Nach drei weiteren Siegen folgte am fünften Spieltag beim BC Oberhausen die erste Niederlage. Durch eine Niederlage gegen den BC Sindelfingen am neunten Spieltag fielen die Hamburger, die seit dem dritten Spieltag Tabellenführer gewesen waren, auf den dritten Platz zurück. Anschließend verlor man auch die fünf verbliebenen Saisonspiele und wurde am Saisonende Sechster – vier Punkte vor Absteiger Oberhausen.

In der folgenden Spielzeit verlief der Start weniger erfolgreich. Nach drei Niederlagen in den ersten vier Spielen belegte man den letzten Tabellenplatz (Platz 7). Anschließend besiegte man den BC Sindelfingen und zweimal die BSG Osnabrück – der BC Queue war der einzige Verein, der beide Saisonspiele gegen den späteren Deutschen Meister gewann – und konnte so bis zum vierten Platz aufsteigen. In der zweiten Saisonhälfte wurden jedoch vier der sechs Spiele verloren, sodass die Hamburger schließlich punktgleich mit drei weiteren Mannschaften den siebten Platz belegten und in die zweite Liga abstiegen. Am letzten Ligawochenende hatte man gegen die direkten Konkurrenten Straubing (2:5) und Dachau (3:4) verloren.

2008–2014: Zweitklassigkeit und Pokalsieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abstieg erreichte der BC Queue in der Saison 2008/09 am Ende der Hinrunde zwar den zweiten Platz. Der Abstand auf den Tabellenführer Hannover 96 und damit auf den Aufstiegsplatz betrug jedoch bereits vier Punkte (bei damals geltender Zwei-Punkte-Regel). Wie bereits in der ersten Saisonhälfte gelangen dem Verein auch in der Rückrunde lediglich zwei Siege und er beendete die Spielzeit auf dem dritten Platz. Im Oktober 2009 zog der Verein nach 1994 zum zweiten Mal ins Finale des deutschen 8-Ball-Pokals ein. Im Endspiel setzte sich die Mannschaft aus Torsten Bonke, Alexander Dremsizis, Olaf Köster und Jörg Rother mit 6:2 gegen Joker Geldern durch.[19]

In die Saison 2009/10 startete der Verein mit vier Siegen. Nach einer Niederlage gegen die BSG Osnabrück verlor man am fünften Spieltag die Tabellenführung an die Osnabrücker und blieb bis zum Saisonende auf dem zweiten Platz – am Ende mit acht Punkten Rückstand. Beim 8-Ball-Pokal 2010 schied man im Viertelfinale gegen den BSC Neukirchen-Vluyn aus.[20] In der folgenden Spielzeit gelang den Hamburgern am vierten Spieltag der erste Sieg. In der Rückrunde verlor die Mannschaft nur noch ein Spiel und konnte sich vom sechsten auf den dritten Platz vorkämpfen. Den Klassenerhalt sicherte sie am letzten Spieltag durch einen 5:3-Heimsieg gegen den BFC Fortuna Berlin.

Am letzten Hinrundenspieltag der Saison 2011/12 kletterten die Hamburger mit einem Sieg gegen den PBC Schipkau vom letzten auf den siebten Platz. Am elften Spieltag besiegten sie Tabellenführer Fortuna Berlin und belegten anschließend bis zum Saisonende den sechsten Platz. Zwei weitere Siege gelangen dem Verein in dieser Spielzeit, darunter der Auswärtserfolg gegen den bereits feststehenden Zweitligameister PBC Lingen am letzten Spieltag, durch den er den Ligaverbleib schaffte – einen Punkt vor Absteiger Bremen.

Zur Saison 2012/13 wechselte der dreimalige Weltmeister Oliver Ortmann vom amtierenden Deutschen Meister BC Oberhausen zum BC Queue Hamburg. Der erste Saisonsieg gelang der Mannschaft am vierten Spieltag. Nachdem man zwischenzeitlich Zweiter gewesen war, beendete man die Hinrunde auf dem fünten Platz. In der Rückrunde gewannen die Hamburger die ersten fünf Spiele und sicherten sich damit den zweiten Platz. Am vorletzten Spieltag folgte jedoch gegen den BC Colours Düsseldorf die dritte Saisonniederlage, wodurch sich der Rückstand auf den PBC Hürth-Berrenrath auf nicht mehr einzuholende sieben Punkte vergrößerte.

In der folgenden Spielzeit belegte man nach der Hinrunde, in der man sechs der sieben Spiele gewonnen und lediglich gegen den PBC Schwerte 87 verloren hatte, den zweiten Platz. In der Rückrunde folgte lediglich eine weitere Niederlage gegen den PBC The Gamblers. Am zwölften Spieltag übernahm der BC Queue durch einen Heimsieg gegen Schwerte die Tabellenführung, die er am letzten Spieltag jedoch wieder verlor, als er gegen den PBC Lingen Unentschieden spielte, während Schwerte gegen Kohlscheid gewann.

2014–2017: Rückkehr in die erste Liga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer 2014 wechselte der Deutsche 9-Ball-Meister Marco Spitzky nach zwei Jahren beim PBC The Gamblers zurück nach Hamburg. In der Saison 2014/15 gewann der BC Queue alle 14 Ligaspiele und schaffte damit nach sieben Jahren die Rückkehr in die 1. Bundesliga. Den Aufstieg sicherte er sich bereits am zehnten Spieltag durch einen 7:1-Heimsieg gegen die PBSG Wolfsburg. Mit Oliver Ortmann, Mario Stahl und Marco Spitzky waren drei Hamburger unter den besten vier Spielern der Einzelrangliste.

Am zweiten Spieltag der Saison 2015/16 gelang den Hamburgern gegen Hürth-Berrenrath der erste Bundesligasieg nach dem Wiederaufstieg. Die Hinrunde beendeten sie, nachdem sie zwischenzeitlich Vierter gewesen waren, mit drei Siegen und vier Niederlagen auf dem sechsten Platz, auf dem sie bis zum Saisonende blieben. In der zweiten Saisonhälfte gelangen der Mannschaft zwei weitere Siege und zwei Unentschieden. Den Klassenerhalt sicherte sie sich am vorletzten Spieltag durch einen 5:3-Auswärtssieg gegen Fortuna Straubing. In der Einzelwertung belegte Marco Spitzky den zweiten Platz.

Zur folgenden Spielzeit wurde der mehrmalige niederländische Meister und 10-Ball-Vizeeuropameister von 2014, Ivo Aarts, verpflichtet. Jan-Henrik Wolf, der drittbeste Hamburger der Vorsaison, wechselte hingegen zum Deutschen Meister BSV Dachau. In die Saison startete der BC Queue mit einem Heimsieg gegen den Aufsteiger PBC Sankt Augustin. Anschließend blieb er jedoch bis zum Ende der Hinrunde sieglos und beendete diese mit sieben Punkten als Fünftplatzierter. Zum Rückrundenauftakt gewannen die Hamburger gegen den PBC Schwerte. Am vorletzten Ligawochenende sicherten sie sich durch Auswärtssiege gegen Karben und Straubing den Ligaverbleib und kletterten auf den vierten Platz. Bis zum Saisonende folgten Heimniederlagen gegen den BSV Fürstenfeldbruck und den bereits feststehenden Deutschen Meister Dachau, sodass man schließlich Sechster wurde.

Seit 2017: Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer 2017 verlor der BC Queue seine Heimspielstätte in Hamburg-Bramfeld. Der Betreiber des Billardcafés Q-Point, das seit über 20 Jahren als Spielstätte gedient hatte, kündigte dem BC Queue zum Ende August 2017.[1] Der Verein plante deshalb ein neues Vereinsheim und meldete nicht mehr für die 1. Bundesliga.[21] Das Vereinsheim in Tonndorf wurde im September 2017 bezogen. Die erste Mannschaft übernahm zur Saison 2017/18 den Startplatz der zweiten Mannschaft in der 2. Bundesliga.

Zweite Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platzierungen (seit 2009)
Saison Liga (Spielklasse) Platz
2009/10[22] Regionalliga Nord-Ost (3) 3
2010/11[23] Regionalliga Nord-Ost (3) 1
2011/12[24] Regionalliga Nord-Ost (3) 1
2012/13[25] Oberliga (4) 3
2013/14[26] Oberliga (4) 2
2014/15[27] Oberliga (4) 1
2015/16[28] Regionalliga Nord (3) 1
2016/17[29] 2. Bundesliga Nord (2) 5
2017/18[30] Oberliga (4)

Die zweite Mannschaft des BC Queue Hamburg spielte ab 2009 in der neu eingeführten Regionalliga. Dort wurde sie in der Saison 2009/10 Dritter und kam 2011 sowie 2012 auf den ersten Platz. Da die erste Mannschaft des Vereins in der 2. Bundesliga spielte, konnte die zweite Mannschaft jedoch nicht aufsteigen. Für die Saison 2012/13 wurde die Mannschaft aus der Regionalliga abgemeldet und spielte anschließend in der Oberliga des Norddeutschen Billard-Verbands, in der sie 2013 Dritter und 2014 Zweiter wurde. In der Saison 2014/15 gelang es ihr, alle 14 Ligaspiele zu gewinnen und somit in die Regionalliga aufzusteigen. Dort gelang ihr 2016 als Erstplatzierter der Durchmarsch in die 2. Bundesliga. In der folgenden Spielzeit sicherte sich die Mannschaft am elften Spieltag durch einen Heimsieg gegen die BSG Osnabrück den Klassenerhalt. Zur Saison 2017/18 übernahm jedoch die erste Mannschaft den Startplatz in der zweiten Liga.[21] Die zweite Mannschaft wurde in die viertklassige Oberliga zurückgezogen.

Aktuelle und ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Auswahl)

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Hamburger Billard-Team kämpft ums Überleben. In: abendblatt.de. Hamburger Abendblatt, 23. März 2017, abgerufen am 24. Juli 2017.
  2. 2. Bundesliga Nord 2003/04. In: billardligen.de. Litho-Verlag, abgerufen am 24. Juli 2017.
  3. 2. Bundesliga Nord 2004/05. In: billardligen.de. Litho-Verlag, abgerufen am 24. Juli 2017.
  4. 2. Bundesliga Nord 2005/06. In: billardligen.de. Litho-Verlag, abgerufen am 24. Juli 2017.
  5. 1. Bundesliga 2006/07. In: billardligen.de. Litho-Verlag, abgerufen am 24. Juli 2017.
  6. 1. Bundesliga 2007/08. In: billardligen.de. Litho-Verlag, abgerufen am 24. Juli 2017.
  7. 2. Bundesliga Nord 2008/09. In: billardligen.de. Litho-Verlag, abgerufen am 24. Juli 2017.
  8. 2. Bundesliga Nord 2009/10. In: portal.billardarea.de. Deutsche Billard-Union, abgerufen am 28. September 2016.
  9. 2. Bundesliga Nord 2010/11. In: portal.billardarea.de. Deutsche Billard-Union, abgerufen am 28. September 2016.
  10. 2. Bundesliga Nord 2011/12. In: portal.billardarea.de. Deutsche Billard-Union, abgerufen am 28. September 2016.
  11. 2. Bundesliga Nord 2012/13. In: portal.billardarea.de. Deutsche Billard-Union, abgerufen am 28. September 2016.
  12. 2. Bundesliga Nord 2013/14. In: portal.billardarea.de. Deutsche Billard-Union, abgerufen am 28. September 2016.
  13. 2. Bundesliga Nord 2014/15. In: portal.billardarea.de. Deutsche Billard-Union, abgerufen am 28. September 2016.
  14. 1. Bundesliga 2015/16. In: portal.billardarea.de. Deutsche Billard-Union, abgerufen am 28. September 2016.
  15. 1. Bundesliga 2016/17. In: portal.billardarea.de. Deutsche Billard-Union, abgerufen am 24. Juli 2017.
  16. 2. Bundesliga Nord 2017/18. In: portal.billardarea.de. Deutsche Billard-Union, abgerufen am 24. Juli 2017.
  17. 1. Bundesliga 2018/19. In: portal.billardarea.de. Deutsche Billard-Union, abgerufen am 2. Juni 2019.
  18. a b Werner Ertel: Deutsche Pokalmannschaftsmeister. In: werner-ertel.de. Abgerufen am 28. September 2016.
  19. Pokal-Mannschaft 8-Ball 2009. In: portal.billardarea.de. Deutsche Billard-Union, abgerufen am 28. September 2016.
  20. Deutsche Meisterschaft Pokal Mannschaft 8-Ball 2010. In: portal.billardarea.de. Deutsche Billard-Union, abgerufen am 28. September 2016.
  21. a b Roland Gruß: Relegation zur 1. & 2. Bundesliga. Entscheidungen in St. Augustin und Merkers! In: portal.billardarea.de. Deutsche Billard-Union, 15. Juli 2017, abgerufen am 24. Juli 2017.
  22. Regionalliga Nord-Ost 2009/10. In: portal.billardarea.de. Deutsche Billard-Union, abgerufen am 16. Mai 2015.
  23. Regionalliga Nord-Ost 2010/11. In: portal.billardarea.de. Deutsche Billard-Union, abgerufen am 16. Mai 2015.
  24. Regionalliga Nord-Ost 2011/12. In: portal.billardarea.de. Deutsche Billard-Union, abgerufen am 16. Mai 2015.
  25. Oberliga 2012/13. In: nbv.billardarea.de. Norddeutscher Billard Verband, abgerufen am 16. Mai 2015.
  26. Oberliga 2013/14. In: nbv.billardarea.de. Norddeutscher Billard Verband, abgerufen am 16. Mai 2015.
  27. Oberliga 2014/15. In: nbv.billardarea.de. Norddeutscher Billard Verband, abgerufen am 16. Mai 2015.
  28. Regionalliga Nord 2015/16. In: portal.billardarea.de. Deutsche Billard-Union, abgerufen am 15. Januar 2016.
  29. 2. Bundesliga Nord 2016/17. In: portal.billardarea.de. Deutsche Billard-Union, abgerufen am 24. Juli 2017.
  30. Oberliga 2017/18. In: nbv.billardarea.de. Norddeutscher Billard Verband, abgerufen am 24. Juli 2017.