Bahnhof Neufahrn (b Freising)

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Neufahrn (b Freising)
Bahnhof Neufahrn (b Freising)
Bahnhof Neufahrn (b Freising)
Daten
Lage im Netz Trennungsbahnhof
Bahnsteiggleise 3
Abkürzung MNF
IBNR 8004279
Preisklasse 4
Eröffnung 1880
Webadresse stationsdatenbank.bayern-takt.de
Profil auf Bahnhof.de Neufahrn-(Freising)-1026586
Lage
Stadt/Gemeinde Neufahrn bei Freising
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 19′ 17″ N, 11° 39′ 40″ OKoordinaten: 48° 19′ 17″ N, 11° 39′ 40″ O
Höhe (SO) 462 m ü. NHN
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Bayern
i16

Der dreigleisige Bahnhof Neufahrn (b Freising) liegt an der Bahnstrecke München–Regensburg in der gleichnamigen Gemeinde und wird von der S-Bahn München bedient.

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof von der Bahnhofstraße aus gesehen

Der Bahnhof liegt an der Bahnstrecke München–Regensburg und wird von der S1 bedient. Nördlich des Bahnhofs zweigt die 1998 eröffnete Verbindungsstrecke zum Flughafen, als Entlastung der S8, ab. Deshalb wird hier die S1 getrennt bzw. vereinigt. Meist fährt der hintere Teil des Zuges zum Flughafen und der vordere nach Freising. Der Bahnhof hat einen Außenbahnsteig an Gleis 1 und einen Mittelbahnsteig an Gleis 2 und 3. Auf Gleis 1 werden die Züge Richtung Freising/Flughafen getrennt. Auf Gleis 3 (teils auch auf Gleis 2) werden die Züge Richtung Ostbahnhof vereinigt. Der Außenbahnsteig ist als Hausbahnsteig ausgeführt, den man an beiden Enden über Rampen von der Bahnhofstraße bzw. einen Fußweg erreichen kann. Der Mittelbahnsteig ist durch Unterführungen an beiden Enden zu erreichen, wobei die am westlichen Ende gelegene Unterführung über eine Rampe zum Bahnhofsplatz und die Unterführung an der Massenhauser Straße über einen Aufzug zum Bahnsteig verfügt. An der Bahnhofstraße liegt außerdem ein P&R-Parkplatz. Für die Verbindung zum Flughafen wurde ein Überwerfungsbauwerk nördlich des Bahnhofs gebaut. Ebenfalls wurde der zuvor nicht genutzte Hausbahnsteig neu gebaut und neue Weichen eingebaut, die für 100 km/h ausgelegt sind. Der Hausbahnsteig ist 210 Meter lang und 96 cm hoch. Der Bahnsteig an Gleis 2 und 3 ist auch 210 Meter lang, aber nur 76 cm hoch.[2]

S-Bahn-Unfall 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 16. August 2003 fuhren kurz vor 7 Uhr morgens hinter dem Bahnhof im Bereich der Ausfädelung der Strecke Richtung Flughafen zwei S-Bahn-Züge aufeinander, die kurz zuvor in Neufahrn geteilt worden waren. Dabei wurden 24 Menschen verletzt, zwei davon schwer. Der erste Zugteil, der nach Freising fahren sollte, wurde auf Grund einer falsch gestellten Weiche auf die Strecke in Richtung Flughafen geleitet. Der Triebfahrzeugführer, der den Fehler bemerkte, hielt den Zug daher an und kam vor den Freischaltkontakten zum Stehen, die das Ausfahrsignal auf rot stellen würden. Der Triebfahrzeugführer des zweiten Zugteils fuhr entgegen einer Bestimmung, aber in Neufahrn bis zum Unfall üblich, bei grün zeigendem Signal los und stieß aufgrund dichten Nebels mit dem stehenden vorderen Zugteil zusammen. Als Unfallursachen wurden der fehlende Kontakt des Triebfahrzeugführers des zweiten Zuges mit dem Fahrdienstleiter, ein zu weit hinter dem Ausfahrsignal montierter Freischaltkontakt, ein falscher Steuercode und der dichte Nebel benannt.[3][4]

Linie Verlauf Takt
S1 Freising – Pulling – Neufahrn / Flughafen München – Flughafen Besucherpark – Neufahrn – Eching – Lohhof – Unterschleißheim – Oberschleißheim – Feldmoching – Fasanerie – Moosach – Laim – Hirschgarten – Donnersbergerbrücke – Hackerbrücke – Hauptbahnhof – Karlsplatz (Stachus) – Marienplatz – Isartor – Rosenheimer Platz – Ostbahnhof 20 min

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bahnhof Neufahrn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. deutschebahn.com: Bahnsteiginformationen Station Neufahrn (b Freising) (Memento vom 27. Oktober 2014 im Internet Archive)
  2. Auffahrunfall auf S-Bahngleisen. In: Die Welt. 16. August 2003, abgerufen am 14. Oktober 2021.
  3. Dominik Hutter: S-Bahn-Unglück Neufahrn: Lokführer missachtete Sicherheitsvorschrift. In: Süddeutsche Zeitung. 10. Mai 2010, abgerufen am 14. Oktober 2021.