Bahnstrecke Pivka–Rijeka

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Pivka–Rijeka[1][2]
Strecke der Bahnstrecke Pivka–Rijeka
Streckennummer: 64 (SŽ) / M502 (HŽ)
Kursbuchstrecke: ? (SŽ) / 80 (HŽ)
Streckenlänge: 55,386 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse: ? (SŽ) / D4 (HŽ)
Stromsystem: 3 kV (Pivka–Šapjane) =
Stromsystem: 25 kV 50 Hz (Šapjane–Rijeka) ~
Maximale Neigung: 25 
Höchstgeschwindigkeit: 75 (SŽ) / 50 (HŽ) km/h
Strecke – geradeaus
von Ljubljana
Bahnhof, Station
0,000 Pivka (578 m)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Triest
Haltepunkt, Haltestelle
4,400 Narin
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
Haltepunkt, Haltestelle
9,100 Kilovče
Bahnhof, Station
16,000 Ilirska Bistrica (405 m)
Brücke über Wasserlauf (groß)
Reka
   
22,000 Mala Bukovica
Tunnel – Anfang
Grenze im Tunnel
24,490 heutige Staatsgrenze Slowenien/Kroatien
Tunnel – Ende
Bahnhof, Station
27,816 Šapjane
Brücke (groß)
Autobahn A7
Haltepunkt, Haltestelle
34,645 Brgud
Haltepunkt, Haltestelle
37,539 Permani
Bahnhof, Station
39,832 Jurdani (343 m)
Haltepunkt, Haltestelle
41,345 Jušići
Brücke (groß)
Autobahn A7
Haltepunkt, Haltestelle
43,039 Rukavac
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
Bahnhof, Station
45,758 Opatija-Matulji (210 m)
Brücke (groß)
Autobahn A8
   
52,138 ehem. k.u.k-Landesgrenze Österreich/Ungarn[3]
Haltepunkt, Haltestelle
52,772 Krnjevo
Bahnhof, Station
55,386 Rijeka (5 m)
Strecke – geradeaus
nach Zagreb

Die Bahnstrecke Pivka–Rijeka ist eine Hauptbahn in Slowenien und Kroatien, die die Verbindung zwischen der Bahnstrecke Ljubljana–Trieste und der kroatischen Hafenstadt Rijeka herstellt. Sie ist rund 55 km lang, eingleisig und elektrifiziert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eisenbahnstrecke von Pivka nach Rijeka wurde 1859 von der österreichischen Staatsverwaltung konzessioniert und als Zweigbahn der Erzherzog Johann-Bahn durch die Südbahngesellschaft erbaut und 1873 eröffnet.[3][4] Die mit der Eisenbahnstrecke geschaffene direkte Erreichbarkeit von Wien führte unter anderem zu einem erheblichen Aufschwung des Seebades Abbazia.

Im Ergebnis des Ersten Weltkriegs und auf Grundlage der Verträge von St. Germain und Rapallo wurde das Einzugsgebiet der Strecke an Italien angegliedert. Auch die Eisenbahnstrecke Pivka–Rijeka fiel auf dieser Grundlage an die Italienischen Staatseisenbahnen. Nach dem Zweiten Weltkrieg und infolge der Pariser Friedenskonferenz 1946 gelangte die Region zu Jugoslawien, die Eisenbahnanlagen zur Jugoslawischen Staatsbahn.

Mit dem Zerfall Jugoslawiens gingen 1991 die jeweiligen Teilstrecken wiederum auf die neu gegründete Eisenbahngesellschaften Sloweniens (Slovenske železnice, SŽ) und Kroatiens (Hrvatske željeznice, HŽ) über.

Elektrifizierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem bereits 1935 die damals italienische Teilstrecke Triest–Postojna der ehemaligen österreichischen Südbahn mit dem italienischen Bahnstromsystem 3000 V Gleichstrom elektrifiziert wurde, wurde 1936 auch die Strecke Pivka–Rijeka von der Italienischen Staatseisenbahnen mit diesem System ausgerüstet.[5][4]

Nach mehrjährigen Bauarbeiten wurde die kroatische Teilstrecke Šapjane–Rijeka Mitte Dezember 2012 zusammen mit dem Abschnitt Moravice–Rijeka der Bahnstrecke Zagreb–Rijeka von den Kroatischen Eisenbahnen auf das Wechselstromsystem mit 25 kV und 50 Hz umgestellt.[6] Der Bahnhof Šapjane wurde damit zum Systemwechselbahnhof. Die nördlich davon liegenden knapp drei Streckenkilometer bis zur Staatsgrenze mit Slowenien sind damit der letzte, mit Gleichstrom elektrifizierte Streckenabschnitt in Kroatien.[1]

Heutiger Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahresfahrplan 2017 wird die Gesamtstrecke von täglich zwei Schnellzugpaaren der Relation LjubljanaRijeka bedient. Die Fahrzeit beträgt in beiden Richtungen jeweils knapp 2 Stunden und 50 Minuten, davon rund 1 Stunde und 45 Minuten für die Teilstrecke zwischen Pivka und Rijeka (einschließlich Grenzaufenthalt und Lokomotivwechsel). Leistungen des Schienenpersonennahverkehrs werden auf kroatischer Seite derzeit nicht angeboten.[7]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b HŽ Infrastruktura d.o.o.: Izvješće o mreži 2014 (Kroatisch, PDF, 7,4 MB). Online auf hzinfra.hr vom 5. Dezember 2012, abgerufen am 28. Juni 2013.
  2. Eisenbahnatlas Italien und Slowenien / Atlante ferroviario d' Italia e Slovenia. Schweers + Wall, Köln 2010, ISBN 978-3-89494-129-1.
  3. a b Freiherr von Röll: Österreichische Südbahn. In: Enzyklopädie des Eisenbahnwesens. Band 7, Berlin/ Wien 1915, S. 444–448.
  4. a b Enzyklopädie zur Eisenbahngeschichte des Alpen-Donau-Adria-Raumes: Pivka-Bahn. Elmar Oberegger, 2006, abgerufen am 22. Juli 2013.
  5. Fritz Stöckl: Eisenbahnen in Südosteuropa. Bohmann Verlag, Wien 1975, ISBN 3-7002-0431-X, S. 41 und 46.
  6. Kroatien: Umstellung der Gleichstromstrecken hat begonnen. Lok Report, 17. Dezember 2012, abgerufen am 21. Dezember 2012.
  7. HŽ Putnički prijevoz d.o.o.: Vozni red 11.XII.2016. − 9.XII.2017. Zagreb 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnstrecke Pivka–Rijeka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien