Bahnstrecke Tarvisio–Ljubljana

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Tarvisio–Ljubljana
Streckennummer: 20
Streckenlänge: 64,5 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: 3 kV =
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
   
von Villach
   
669,4 Tarvisio Centrale
   
alte Pontebbana nach Udine
   
neue Pontebbana von Udine
Bahnhof, Station
Tarvisio Boscoverde (Alt Tarvis)
   
Neue Pontebbana nach Villach
   
662,5 Fusine in Valromana
   
660,6 Fusine Laghi
   
Italien / Slowenien
   
658,2 Ratece 1943 als Ratschach-Matten
   
655,8 Podkoren 1943 als Wurzen (Sawe)
   
652,6 Kranjska Gora 1943 als Kronau
   
648,2 Gozd 1943 als Wald (Sawe)
   
640,0 Dovje-Mojstrana 1943 als Lengenfeld-Meistern
   
633,3 Hrušica 1943 als Birnbaum
   
Rosenbach–Jesenice
   
von Rosenbach
Bahnhof, Station
630,2 Jesenice 1943 als Assling (Sawe)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Triest
Bahnhof, Station
627,4 Slovenski Javornik 1943 als Jauerburg
Bahnhof, Station
622,3 Žirovnica 1943 als Scheraunitz
Bahnhof, Station
617,3 Lesce Bled 1943 als Lees-Veldes
Haltepunkt, Haltestelle
614,2 Radovljica 1943 als Radmannsdorf
Haltepunkt, Haltestelle
610,6 Globoko 1943 nicht aufgelistet
Haltepunkt, Haltestelle
608,2 Otoče 1943 als Werd
Bahnhof, Station
605,3 Podnart 1943 als Podnart-Krapp
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Naklo
Bahnhof, Station
594,5 Kranj 1943 als Krainburg
Haltepunkt, Haltestelle
589,2 Žabnica 1943 als Safnitz
Bahnhof, Station
585,7 Škofja Loka 1943 als Laak (Zaier)
Haltepunkt, Haltestelle
582,1 Reteče 1943 als Oberdorf-Ratendorf
Bahnhof, Station
578,2 Medvode 1943 als Zwischenwässern
Haltepunkt, Haltestelle
575,3 Medno 1943 als Medno
Bahnhof, Station
572,1 Ljubljana Vižmarje 1943 als St Veit-Weichseldorf
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Kamnik
Haltepunkt, Haltestelle
570,1 Ljubljana Stegne
Haltepunkt, Haltestelle
568,8 Litostroj
Bahnhof ohne Personenverkehr
567,3 Ljubljana Šiška
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Südbahn von Trieste
Bahnhof, Station
565,7 Ljubljana
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Grosuplje und Karlovac
Strecke – geradeaus
Südbahn nach Zidani Most und Maribor

Die Bahnstrecke Tarvisio–Ljubljana ist eine nur noch teilweise in Betrieb befindliche Hauptbahn in Italien und Slowenien, die ursprünglich von der Kronprinz-Rudolf-Bahn (Sankt Valentin–Laibach) erbaut und betrieben wurde. Zwischen Jesenice und Ljubljana ist sie heute Teil der Fernverbindung von Salzburg über Villach nach Ljubljana, der Abschnitt TarvisioJesenice ist stillgelegt, daher spricht man auch von Bahnstrecke Ljubljana–Jesenice (slowenisch Železniška proga Ljubljana – Jesenice).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bahnstrecke von Tarvisio (Tarvis) über Jesenice (Aßling) nach Ljubljana (Laibach) wurde am 14. Dezember 1870[1] als Teil der österreichischen Kronprinz-Rudolf-Bahn eröffnet. Nachdem 1873 auch die Verbindung von Villach nach Tarvisio fertiggestellt war, bestand so eine direkte Verbindung von Prag nach Ljubljana, das bereits seit 1849 durch die Südbahn mit der Hauptstadt Wien verbunden war.

Wiener Zeitung, Nr. 308/1870 vom 12. Dezember 1870
Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse, Brücke über die Sava Dolinka (Wurzener Save), drei Kilometer östlich von Gozd Martuljek (Wald Matujegg). – Standort

Seit 1906 war Jesenice durch den Karawankentunnel und die Karawankenbahn auch direkt mit Villach und Klagenfurt verbunden.

Nach 1918 fiel der Streckenabschnitt von Tarvisio bis zur italienisch-slowenischen Grenze an Italien, der Streckenabschnitt von der Grenze über Jesenice nach Ljubljana an Jugoslawien. 1967 wurde der italienische Streckenabschnitt stillgelegt, zwei Jahre später der Abschnitt von der Grenze bis Jesenice.

Seit 1992 wird die Strecke Jesenice–Ljubljana von der Slovenske Železnice betrieben.

Seit Mitte der 1990er-Jahre besteht auf Teilen der ehemaligen Bahntrasse im slowenischen Savetal zwischen Jesenice und Kranjska Gora ein fast durchgehender Radweg.

Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bestehende Strecke Jesenice–Ljubljana ist eingleisig und mit 3000 V elektrifiziert. Sie stellt mit dem in Jesenice anschließenden Karawankentunnel eine wichtige Verbindung zwischen Österreich und den Balkanländern dar.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Correspondenz. Aus Oberkrain, 12. Dezember. In: Laibacher Zeitung, Nr. 285/1870, 14. Dezember 1870, S. 2056. – Volltext online (PDF).