Barbara Ludwig

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Barbara Ludwig 2009

Barbara Christa Ludwig (* 8. Februar 1962 in Karl-Marx-Stadt) ist eine deutsche SPD-Politikerin und seit 2006 Oberbürgermeisterin von Chemnitz.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Abschluss der Polytechnischen Oberschule 1978 studierte Ludwig von 1978 bis 1982 Pädagogik am Institut für Lehrerbildung in Auerbach/Vogtl. und erreichte den Fachschulabschluss. Von 1983 bis 1994 war sie als Erzieherin und Lehrerin tätig. 1990 bis 1994 war sie Lehrerin am staatlichen Schulversuch des Chemnitzer Schulmodells, an dessen Gründung sie beteiligt war.

Barbara Ludwig hat eine Tochter.

Politik[Bearbeiten]

Seit 1991 ist sie SPD-Mitglied. Barbara Ludwig war von 1994 bis 2001 Mitglied des Sächsischen Landtages. Ab September 2001 war sie Dezernentin für Gesundheit, Soziales und Kultur der Stadt Chemnitz. Am 11. November 2004 wurde sie dann als Ministerin in das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst berufen.[1]

Am 25. Juni 2006 gewann sie die Wahl zur Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz und wurde damit Nachfolgerin von Peter Seifert (SPD), der am 1. August 2006 in den Ruhestand ging. Aufgrund einer Klage Karl Martin Kohlmanns gegen seine Nichtzulassung als Kandidat zur Wahl konnte sie ihr Amt, wie am 19. Juli 2006 bekanntgegeben wurde, nicht fristgerecht antreten und wurde daher am 13. September 2006 vom Chemnitzer Stadtrat mit 39 von 51 Stimmen zur Amtsverweserin gewählt. Sie konnte damit alle Rechte und Pflichten, sowie den Titel einer Oberbürgermeisterin führen, jedoch ihr Stimmrecht im Stadtrat nicht ausüben.[2] Nach der Zurückweisung der Klage gegen die Nichtzulassung zur Wahl durch den 4. Senat des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts wurde Frau Ludwig am 8. Juni 2007 Oberbürgermeisterin. Bei der Oberbürgermeisterwahl am 16. Juni 2013 verfehlte sie mit einem Ergebnis von 46,56 % knapp die absolute Mehrheit,[3] sodass zwei Wochen später eine Neuwahl notwendig wurde, bei der sie nach Rückzug der Bewerber von Bündnis 90/Die Grünen, Volkmar Zschocke, und der Linken, Miko Runkel, mit 63,84 % der Stimmen im Amt bestätigt wurde.[4]

Barbara Ludwig (2. von rechts) mit Inge Posmyk und Matthias Steiner bei der Verleihung des Chemmy 2008

Am 26. Oktober 2007 wurde Ludwig vom Parteitag der SPD in den Bundesvorstand gewählt. Sie war Mitglied im Präsidium des Bundesvorstandes der SPD.

Ludwig war Kuratoriumsmitglied des Weltkulturerbes Dresdner Elbtal.

Kritik[Bearbeiten]

Ludwig stand 2008 und 2009 wegen des Chemnitzer Stadtumbauprozesses öffentlich in der Kritik und räumte Fehler ein.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 11. November 2004, Sachsen: Vier Neulinge im Kabinett Milbradt abgerufen am 5. Februar 2009.
  2. Chemnitz Amtsblatt - Rathaus Journal, 26. Juli 2006 (PDF; 813 kB)
  3. Amtliches Endergebnis der Oberbürgermeisterwahl vom 16. Juni 2013
  4. Amtliches Endergebnis der Oberbürgermeisterwahl vom 30. Juni 2013
  5. WELT online: Deutschland verliert sein architektonisches Gedächtnis. 17. November 2008