Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

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Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
— SMWK —
Wappen des Freistaates Sachsen
Staatliche Ebene Land
Stellung Oberste Landesbehörde
Gründung 1990
Hauptsitz Dresden
Behördenleitung Eva-Maria Stange (SPD), Staatsministerin
Haushaltsvolumen 1,86 Mrd. Euro (2016)[1]
Website www.smwk.sachsen.de
Gebäude des Ministeriums

Das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) ist eine Oberste Landesbehörde des Freistaates Sachsen mit Sitz in der Landeshauptstadt Dresden. Es ist seit der Gründung des Freistaates 1990 die Aufsichtsbehörde im Hochschulwesen. Das Ministerium befindet sich in der Wigardstraße 17 am Standort der ehemaligen Dreikönigschule. Vorgängerbehörden existierten im „alten“ Sachsen nicht, diese Aufgaben hatte das Kultusministerium inne. Staatsministerin ist seit 2014 Eva-Maria Stange (SPD), Staatssekretär ist Uwe Gaul (SPD).[2]

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst ist für das Hochschulwesen in Sachsen zuständig, insbesondere für die Universitäten und die Universitätskliniken. Unter die Zuständigkeit des Ministeriums fallen auch Kunsthochschulen und Hochschulen für Technik und Wirtschaft (Fachhochschulen) sowie Berufsakademien. Das Ministerium regelt Angelegenheiten der Hochschulzulassung und der Lehrkapazitäten und legt die Studien- und Prüfungsordnungen fest. Es koordiniert Fernstudien sowie wissenschaftliche Weiterbildungen.

Das Ministerium ist weiterhin für studentische Angelegenheiten zuständig, zum Beispiel Studentenwerke. Auf internationaler Ebene trägt das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst für überregionale Angelegenheiten der Forschungs-, Bildungs- und Kulturpolitik sowie für die Anerkennung und Bewertung ausländischer und inländischer Hochschulabschlüsse Verantwortung.

Weitere Aufgaben des Ministeriums bestehen in der Ausbildungsförderung an Schulen und Hochschulen, in der Ermöglichung von institutionell geförderten Einrichtungen außerhalb des Hochschulbereiches, in der Förderung der Forschung und des wissenschaftlichen Nachwuchses in Sachsen und dem Wissenschaftstransfer.

Im kulturellen Bereich ist es in Betrieb und Unterstützung von öffentlichen und wissenschaftliche Bibliotheken tätig. Eine weitere Aufgabe ist die Pflege und Förderung von Kunst und Kultur, insbesondere bei staatliche Theatern, Orchestern und Museen. Es soll Künstler, Literatur und Film fördern und ist den Fachbehörden der Denkmalpflege und Archäologie in Sachsen übergeordnet.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ministerium besteht aus den Büros des Staatsministers und des Staatssekretärs, dem Leitungsbüro und dem Pressebüro, außerdem gibt es den Beauftragten für Theater und Orchester. Danach existieren vier Abteilungen, denen jeweils Referate zugeteilt sind (z. B. Referat 11 zur Abteilung 1).

Organisationsstruktur des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst[3]
Abteilung 1
Zentrale Angelegenheiten
Abteilung 2
Kunst
Abteilung 3
Hochschulen
Abteilung 4
Forschung
  • Referat 11: Allgemeine Rechtsangelegenheiten, Dienstrecht
  • Referat 12: Organisation, Allgemeine Verwaltung, NSM, Vergabenachprüfstelle, Innenrevision
  • Referat 13: Bauangelegenheiten
  • Referat 14: Personal
  • Referat 15: Haushalt, Kassen- und Rechnungswesen
  • Referat 21:
    • Allgemeine Rechts- und Kulturangelegenheiten, Sorben
    • Beauftragter für Angelegenheiten der Sorben und Geschäftsstelle des Rates für sorbische Angelegenheiten
  • Referat 22: Kulturräume und Kulturelle Bildung, Archäologie und Industriekultur
  • Referat 23: Staatsbetriebe Kultur und Beteiligungen im Kulturbereich, Allgemeine Kunst- und Kulturförderung
  • Referat 31: Hochschulrecht, Grundsatzangelegenheiten, Nachdiplomierung
  • Referat 32: Universitäten und Kunsthochschulen
  • Referat 33: Wissenschaftliche Bibliotheken, Studentenwerke, Stipendien
  • Referat 34: Hochschulplanung und Statistik
  • Referat 35: Fachhochschulen und Berufsakademie Sachsen
  • Referat 36: Hochschulmedizin, strategisches Controlling
  • Referat 41: Grundsatzangelegenheiten
  • Referat 42: EU-Angelegenheiten
  • Referat 43: Bund-Länder-Forschungseinrichtungen
  • Referat 44: Leibniz-Institute und landesfinanzierte Forschungseinrichtungen

Nachgeordneter Geschäftsbereich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Behörden und Einrichtungen des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst zählen zum nachgeordneten Geschäftsbereich:

  • Landesamt für Archäologie
  • Landesstelle für Museumswesen

Staatsminister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte der Hochschulen in Sachsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1409 gegründete Universität Leipzig ist nach der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg die zweitälteste deutsche Universität, die nach dem Auszug der Deutschen von der Karls-Universität Prag entstand. Von der im Ernestinischen Sachsen gegründeten Universität Wittenberg (seit 1815 nicht mehr von Dresden aus regiert) ging durch Martin Luther die Reformation aus. Auf das Jahr 1764 geht bereits der älteste Vorläufer der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig zurück. 1765 wurde die Bergakademie Freiberg gegründet, um die Montanwissenschaften stärker zu fördern. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich durch die Industrialisierung die Ingenieurwissenschaften stark. Die Technische Bildungsanstalt in Dresden, heute Technische Universität Dresden, entstand 1828. Die Vorläufer der Technischen Universität Chemnitz (1836), der Hochschule Zwickau (1828/1897) und der Hochschule Zittau/Görlitz (1836) entstanden wenig später.

Sächsischer Kunstpreis für Toleranz und Demokratie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum vergibt in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. den Sächsischen Kunstpreis für Toleranz und Demokratie.[4] Mit diesem Preis werden Künstler oder Organisationen geehrt, die sich in besonderem Maße um soziokulturelle Projekte verdient gemacht haben. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wurde zuletzt 2011 vergeben.

Preisträger
  • 2009: Stadtteilforum IDEE 01239 e. V. in Dresden-Prohlis
  • 2011: Kunstprojekt Worte zum Anlehnen von Rupprecht Matthies und dem KunstRaum Dresden am Förderzentrum Sprache Dresden[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in Dresden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Haushaltsplan 2015/2016. (PDF; 2,3 MB) Gesamtplan, Haushaltsgesetz, Gesamtpläne, Übersichten zu den Haushaltsplänen. (Nicht mehr online verfügbar.) In: finanzen.sachsen.de. Sächsisches Staatsministerium der Finanzen, S. 19, archiviert vom Original am 23. Februar 2016; abgerufen am 23. Februar 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.finanzen.sachsen.de
  2. http://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/195545
  3. Organigramm. (PDF; 91 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) In: smwk.sachsen.de. Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, 11. Januar 2016, archiviert vom Original am 23. Februar 2016; abgerufen am 23. Februar 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.smwk.sachsen.de
  4. Homepage Sächsischer Kunstpreis für Toleranz und Demokratie
  5. Landesverband Soziokultur Sachsen – Sächsischer Kunstpreis für Demokratie und Toleranz 2011