Barbara Saß-Viehweger

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Barbara Saß-Viehweger, geborene Weyand, (* 4. August 1943 in Worbis, Provinz Sachsen) ist Notarin, Rechtsanwältin und Politikerin der Christlich Demokratischen Union (CDU).

Leben[Bearbeiten]

Sie zog 1945 im Kleinkindalter nach Berlin um. Sie besuchte von 1953 an das katholische Gymnasium Sankt Ursula, wo sie 1962 das Abitur erlangte.[1] Danach studierte sie in Berlin, Köln und Freiburg Rechtswissenschaften und wirkte nach ihrem Zweiten Staatsexamen ab 1970 als Rechtsanwältin. Nach ihrer Heirat fügte sie den Nachnamen ihres Ehemannes an den eigenen an und heißt seitdem Barbara Saß-Viehweger. Seit 1980 ist sie außerdem auch als Notarin tätig.

Sie hat ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Berlin-Lankwitz und ist Mitglied der katholischen Pfarrgemeinde Mater Dolorosa (Berlin-Lankwitz), wo sie im Kirchenvorstand[2] und im Stiftungsrat der rechtsfähigen, selbständigen Stiftung Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz tätig ist.[3]

Politik[Bearbeiten]

Als CDU-Mitglied war sie von 1971 bis 1975 Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz, und von 1975 (als Barbara Saß) bis 1995 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und somit sechs Legislaturperioden in Folge Landtagsabgeordnete. Sie erlangte in Steglitz, Wahlkreis 6, immer ein Direktmandat.

Als sie im Juni 1981 bei der Wahl des Minderheitssenats von Berlin unter dem Regierenden Bürgermeister Richard von Weizsäcker wegen vorzeitiger Wehen die Sitzung verlassen musste, war die Wahl des Wirtschaftssenators Elmar Pieroth gefährdet, und die erforderliche Mehrheit der für ihn abgegebenen Stimmen konnte erst im zweiten Wahlgang erreicht werden.[4][5]

Sie engagierte sich im Parlament hauptsächlich für Rechts- und Innenpolitik und war in diesen Fachgebieten mehrere Jahre lang Sprecherin der CDU-Fraktion. Ferner wirkte sie in mehreren Untersuchungsausschüssen mit und war Vorsitzende der Enquete-Kommission zur Verwaltungsreform in Berlin.

Nach mehreren Parteifunktionen ist sie zurzeit als Mitglied des Bundesparteigerichts der Christlich Demokratischen Union beschäftigt.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Barbara Saß-Viehweger StayFriends
  2. Kirchenvorstand Mater Dolorosa (Berlin-Lankwitz)
  3. Mitglieder des Stiftungsrats Stiftung Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz
  4. Kreide gefressen? Der Spiegel vom 15. Juni 1981
  5. Senat auf schwankendem Boden Die Zeit vom 19. Juni 1981
  6. Protokoll des 18. Parteitag der CDU Deutschlands (PDF; 2,1 MB) Seite 138 und 281

Weblinks[Bearbeiten]