Bartnelke

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Bartnelke
Blütenstand mit gefüllten Blüten einer Bartnelken-Sorte (Dianthus barbatus)

Blütenstand mit gefüllten Blüten einer Bartnelken-Sorte (Dianthus barbatus)

Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Unterfamilie: Caryophylloideae
Tribus: Caryophylleae
Gattung: Nelken (Dianthus)
Art: Bartnelke
Wissenschaftlicher Name
Dianthus barbatus
L.
Bartnelken zum Strauß gebunden

Die Bartnelke (Dianthus barbatus) gehört zur Pflanzengattung der Nelken (Dianthus) in der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Die Heimat der Bartnelke sind die Pyrenäen, die Ostkarpaten, der Balkan, die Mandschurei, Russland und die Volksrepublik China. Sorten, die aus dieser Art gezüchtet wurden, werden als Zierpflanzen verwendet und verwildern manchmal.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Bartnelke ist eine kahle, zweijährige bis ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 30 bis 50 (20 bis 70) cm erreicht. Im ersten Jahr wird nur eine Blattrosette gebildet. Im zweiten Jahr werden die Blütenstände gebildet. An den meist einfachen, manchmal oben verzweigten Stängeln befinden sich gegenständige, höchstens kurz gestielte, einfache, dunkelgrüne, lanzettliche Laubblätter, die etwa 5 bis 18 mm breit sind.

Die Blütezeit reicht von Juni bis September. In endständigen, zymösen Blütenständen stehen 5 bis 30 Blüten dicht zusammen. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig. Die fünf Kelchblätter sind röhrig verwachsen und etwa 1,5 bis 1,8 cm lang. Die fünf Kronblätter sind genagelt und gefranst. Es sind zwei Kreise mit je fünf Staubblättern und zwei Griffel vorhanden.

Die etwa 1 cm lange Kapselfrucht enthält viele Samen.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 30.[1]

Krankheiten[Bearbeiten]

Die Bartnelke wird vom Rostpilz Puccinia arenariae mit Telien befallen.[2]

Varietäten[Bearbeiten]

  • Dianthus barbatus var. asiaticus Nakai: Die Heimat ist in China nur das östliche und südliche Jilin, das nördliche Korea, Russland (Sibirien).
  • Dianthus barbatus var. barbatus: Die Heimat ist Europa.

Trivialnamen[Bearbeiten]

Für die Bartnelke bestehen bzw. bestanden auch die weiteren deutschsprachigen Trivialnamen: Büschelifriesli (Bern), Büschelinägeli (Bern), Buschnägali (St. Gallen im Rheintal), Dreuwnägelken (Pommern), Druwnägelk (Altmark), Fläschnägeli (Appenzell), schöner Hans, Kartheusernelke (Thüringen), Klusternagelk (Holstein), Klusternelken (Weser), tirkesch Nagelbleamen (Schässburg), Schuppanägeli (St. Gallen bei Sargans) und Tschuppanägeli (St. Gallen bei Werdenberg).[3]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. Seite 369.
  2. Peter Zwetko: Die Rostpilze Österreichs. Supplement und Wirt-Parasit-Verzeichnis zur 2. Auflage des Catalogus Florae Austriae, III. Teil, Heft 1, Uredinales. (PDF; 1,8 MB).
  3. Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, Seite 133.(online).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bartnelke – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien