Baschi Dürr

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Sebastian «Baschi» Dürr[1] (* 7. Februar 1977 in Basel; heimatberechtigt ebenda[1]) ist ein Schweizer Politiker (FDP.Die Liberalen) und seit dem 1. Februar 2013 Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt.

Politisches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dürr trat schon sehr früh den Basler Jungliberalen bei und machte später bei der Liberal-Demokratischen Partei Basel (LDP) Karriere, wo er Vizepräsident wurde. 2005 brach er mit der LDP und wechselte zur FDP Basel-Stadt, wo er schnell der Geschäftsleitung angehörte. 2003 wurde er in den Grossen Rat gewählt und seit 2006 präsidiert er die Finanzkommission. In den Jahren 1999, 2007 und 2011 kandidierte Dürr für den Nationalrat, das erste Mal noch für die LDP.

Nach dem Tod von Peter Malama im September 2012 wäre Dürr eigentlich erster Nachrückender in den Nationalrat gewesen, verzichtete aber aufgrund seiner Kandidatur für den Regierungsrat und das Regierungspräsidium zugunsten des Basler FDP-Präsidenten Daniel Stolz.[2]

Mit dem Ziel, den Sitz des abtretenden Sicherheitsdirektors Hanspeter Gass zu übernehmen, kandidierte Baschi Dürr bei den Gesamterneuerungswahlen 2012 für den Regierungsrat. Ausserdem trat er gegen den bisherigen Guy Morin als Kandidat für das Regierungspräsidium an. Im ersten Wahlgang vom 28. Oktober 2012 erzielte er mit 17'038 Stimmen das beste Ergebnis aller neu Kandidierenden, verfehlte jedoch das absolute Mehr. Im zweiten Wahlgang vom 25. November 2012 trat er nach dem Rückzug der übrigen Kandidaten gegen die in der breiten Öffentlichkeit unbekannten Christian Müller und Damian Heizmann an und wurde mit 17'300 Stimmen gewählt. Bei der Regierungspräsidentenwahl unterlag Dürr im zweiten Wahlgang dem bisherigen Morin klar.[3] Dürr trat sein Amt am 1. Februar 2013 an übernahm das Sicherheitsdepartement.[4]

Berufliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor seiner Wahl in den Regierungsrat war Dürr Leiter der Basler Filiale der PR-Agentur Farner. Dabei war er an Kampagnen gegen die Mietwohnschutz-Initiative, gegen die Städte-Initiative und den Gegenvorschlag, für die Auslagerung des Spitals, für die Raucher-Initiative und für die Parkraum-Initiative beteiligt. Dürr bewarb für den Chemiekonzern Clariant den Infrapark, für die Grossbank UBS die Van-Gogh-Ausstellung, in Schwamendingen begleitete er die Überdachung einer Autobahn, und für die Pharmaindustrie organisierte er die Tätigkeiten der lokalen «IG Deponiesicherheit».[5] Zuvor arbeitete er als Mediensprecher beim Healthcare-Unternehmen Hoffmann-La Roche in Basel und als Kommunikationsberater. Davor war er Mitarbeiter der Wirtschaftsredaktion der Neuen Zürcher Zeitung.

Ausbildung und Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dürr wurde als Sohn des Rechtsanwaltes, Notars und Titularprofessors David Dürr in Basel geboren. Er besuchte das Realgymnasium in seiner Heimatstadt, wo er schon sehr jung politisch aktiv wurde. An der Universität Basel studierte er Wirtschaftswissenschaften. Von 1997 bis 2002 war er Mitglied der Inspektion des Gymnasiums Leonhard.

Baschi Dürr hat zwei Kinder. Er lebt im Basler Wettsteinquartier.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Farner Consulting AG (Memento des Originals vom 25. Januar 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bs.powernet.ch, Handelsregister des Kantons Basel-Stadt, abgerufen am 17. Juni 2013.
  2. Dürr verzichtet auf Nationalrat – Stolz rückt nach, Basler Zeitung online, 1. Oktober 2012
  3. Grossrats- und Regierungsratswahlen 2012, Kanton Basel-Stadt online, 4. November 2012
  4. Baschi Dürr, Regierungsrat: Begrüssung statt Waschtag, OnlineReports, 1. Februar 2013, abgerufen am 1. Februar 2013.
  5. Dürrs Mandate, TagesWoche online, 3. Februar 2012, abgerufen am 25. November 2012.