Basidiospore

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Hyphengeflecht (blau) mit Basidien (rosa) und Sporen (grün)

Basidiosporen [von *basidio -, griech. spora = Same] sind Ständersporen, Meiosporen (Gonospore, Sporen) der Ständerpilze (Basidiomycota), die in besonderen Auswüchsen (Sterigmen) der Basidie entstehen. Die Keimung erfolgt mit Keimhyphen (Homobasidiomycetidae), die sich zu Mycelien weiterentwickeln, oder mit Sprosszellen (repetitiv; Heterobasidiomycetidae).

Basidiosporen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Basidiospore ist eine Fortpflanzungsspore, die von Röhren-, Lamellen-, Rost- und Brandpilzen produziert wird. Basidiosporen wachsen auf Basidien und haben einen haploiden Kern, der das Produkt der Meiose ist. Typischerweise wachsen Basidiosporen auf äußeren Teilen der Basidie. Unter den Lamellen einer üblichen Art befinden sich Millionen von Basidien. Einige (Agaricales) Pilzarten, können bis zu Milliarden Sporen produzieren. Doch manche noch viel mehr, wie der Riesenbovist, der etwa fünf Billionen Basidiosporen produziert. Die meisten Basidiosporen werden gewaltsam entlassen und gelten daher als Ballistosporen. Diese Sporen dienen als Luftverteiler für die Pilze. Die Sporen werden in Zeiten hoher Feuchtigkeit freigesetzt und haben im Allgemeinen eine Nacht- oder Vor-Dämmerung-Spitzenkonzentration in der Atmosphäre.

Wenn Basidiosporen auf ein günstiges Substrat stoßen, können sie typischerweise durch die Bildung von Hyphen keimen. Diese Hyphen wachsen aus der ursprünglichen Spore nach außen und bilden einen ausdehnenden Kreis von Myzel. Die kreisförmige Form einer Pilzkolonie erklärt die Bildung von Hexenringen und auch die kreisförmigen Läsionen von hautinfizierenden Pilzen, die Ringelflechte verursachen können. Einige Basidiosporen keimen wiederholt, indem sie kleine Sporen anstelle von Hyphen bilden.

Allgemeine Struktur und Aussehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verhaftungshaken (an denen die Spore dem Basidium beigefügt wird) auf der Oberfläche zeichnen die Basidiosporen aus. Bei einigen Basidiosporen ist der Hilus ziemlich ausgeprägt, wiederum in anderen weniger auffällig. Manchmal kommt noch ein Häubling vor. Da viele Basidiosporen auf einer Basidie gewachsen sind, haben manche von ihnen eine asymmetrische Gestalt. Basidiosporen (ohne Wände) sind normalerweise einzellig und erstrecken sich vom kugelförmigen, ovalen bis zum länglichen oder auch zum Ellipsoid und Zylinder. Die Oberfläche der Spore ist meistens ziemlich glatt, doch manche von ihnen sind auch geschweift.[1][2][3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Basidiospore – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sarah C. Watkinson, Lynne Boddy, Nicholas Money: The Fungi. Academic Press 2015, S. 86. ISBN 9780123820358 (Vorschau bei Google Books)
  2. De-Wei Li. 2011 – Five trillion basidiospores in a fruiting body of Calvatia gigantea. Mycosphere2(4), 457–462. PDF-Datei, abgerufen am 11. April 2017
  3. Hans Halbwachs und Claus Bässler: Gone with the wind – a review on basidiospores of lamellate agarics. Mycosphere 6(1), 2015, S. 78–112 doi:10.5943/mycosphere/6/1/10