Benthe

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Koordinaten: 52° 20′ 22″ N, 9° 37′ 35″ O

Benthe
Wappen von Benthe
Höhe: 85 m ü. NN
Einwohner: 1981 (1. Jul. 2008)
Eingemeindung: 1969
Postleitzahl: 30952
Vorwahl: 05108

Benthe ist ein Ortsteil der Stadt Ronnenberg in der Region Hannover. Das Dorf liegt am Benther Berg, einem etwa 2 mal 5 km großen bewaldeten Hügel am westlichen Stadtrand von Hannover.

Im unmittelbaren Speckgürtel der Landeshauptstadt von Niedersachsen sind der bis zu 173,3 m ü. NN hohe Berg und seine Umgebung als Naherholungsgebiet ausgewiesen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hügelgrabfelder auf dem Benther Berg belegen, dass bereits während der Bronzezeit Menschen in der fruchtbaren Calenberger Lössbörde nahe Benthe lebten. Im Untergrund besteht ein Salzstock, der durch ein Bergwerk abgebaut wurde.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsrat von Benthe hat 7 Abgeordnete.

Ortsbürgermeister ist Detlef Hüper (SPD).[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Benthe existiert eine der letzten einzügigen Grundschulen der Region, um deren Erhalt seit den 1990er Jahren mehrfach gekämpft wurde.

Sieben-Trappen-Steine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Benther Kreuzsteine „Sieben Trappen“

Südlich des Ortes bestand im Mittelalter ein Platz, an dem der Gograf Gericht mit Schöffen abhielt. Die Gerichtsstätte wurde erstmals um 1300 vom Bistum Minden als „curia benite“ erwähnt. Um den Gerichtsort sollen die „Sieben-Trappen-Steine“ kreisförmig gestanden haben. Die Steine sollten die Angeklagten zur Redlichkeit ermahnen. Schriftlich erstmals erwähnt wurden die Steine 1474 als „bey den syven crucen“. Später kam noch ein achter Stein hinzu, der aus dem Benther Salzstock stammen soll. Der Aufstellungsort der Steine am früheren Gerichtsort wurde bis zur Flurbereinigung 1857 gepflegt. Danach wurden sie an die heutige B 65 versetzt, befinden sich heute aber zu ihrem Schutz etwas weiter im Dorfinneren. Die Steine sind die bekanntesten Kreuzsteine in Niedersachsen. Auf jedem Stein befindet sich ein Kreuz auf der Vorder- und der Rückseite.

Um die Steine ranken sich verschieden Sagen. Die namengebende Sage ist die, dass ein Bauer Grenzsteine versetzt habe, eine andere Quelle spricht von einem Streit um eine Lohnzahlung.[2] Vor Gericht bestritt er dies und behauptete, dass er nach sieben Trappen (Schritten) im Boden versinken wolle, wenn er falsch ausgesagt habe. Das sei dann geschehen. Daher habe man die Steine an jeden Fußtritt des Betrügers gesetzt zur Mahnung an alle Lügner.

Holländerwindmühle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Benther Holländerwindmühle wurde 1855 gebaut und bis 1950 betrieben. Seitdem wird sie als Wohngebäude benutzt.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe Liste der Baudenkmale in Benthe

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Andreas Friedrich: Die Sieben Trappen von Benthe, S. 171–172, in:Wenn Steine reden könnten. Landbuch-Verlag, Hannover 1989, ISBN 3-7842-0397-3
  • Karl Henninger, Johann von Harten: Niedersachsens Sagenborn. August Lahr, Hildesheim 1927, S. 27–28.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Benthe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.ronnenberg.de: Ortsrat Benthe - Rat der Stadt Ronnenberg, abgerufen am 18. Februar 2017
  2. Karl Henninger, Johann von Harten: Niedersachsens Sagenborn. August Lahr, Hildesheim 1927, S. 27.