Betsy DeVos

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Betsy DeVos (2017)

Elisabeth „Betsy“ DeVos (* 8. Januar 1958 als Elisabeth Prince in Holland, Michigan) ist eine US-amerikanische Politikerin (Republikanische Partei). Seit dem 7. Februar 2017 ist sie Bildungsministerin der Vereinigten Staaten.[1][2] Zuvor war sie Unternehmerin und Bildungsaktivistin in Michigan.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betsy DeVos ist die Tochter und eines von vier Kindern von Elsa Prince Broekhuizen (geborene Zwiep) und Edgar Prince. Ihr Vater war der Gründer der Prince Corporation, eines Automobilzulieferers in Holland, Michigan (1996 von Johnson Controls übernommen). Ihr Bruder Erik Prince gründete Blackwater USA. Betsy DeVos absolvierte die Holland Christian High School und das Calvin College in Grand Rapids, das sie mit einem Bachelor of Business Administration und Political Science (Politikwissenschaft) abschloss.

In den 1980er Jahren heiratete sie Richard „Dick“ DeVos jr., den Sohn des Amway-Mitbegründers und Miteigentümers Richard DeVos sr. Das Paar hat zwei Töchter und zwei Söhne.

Ihr Vermögen wird auf 5,1 Milliarden USD geschätzt.

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie ist Mitglied in vielen Vorständen und war einige Jahre Vorsitzende der Republikaner in Michigan. Sie ist die Vorsitzende der in Unternehmensbeteiligungen investierenden Windquest-Gruppe, der Dick and Betsy DeVos Family Foundation und der American Federation for Children. Außerdem ist sie Vorstandsmitglied des DeVos Institute for Arts Management am Kennedy Center. Sie unterstützte vor der Präsidentschaftswahl 2016 lange Zeit Jeb Bush.[3]

Am 23. November 2016 nominierte der designierte US-Präsident Donald Trump sie als Bildungsministerin seines Kabinetts.[4] Am 7. Februar 2017 bestätigte der US-Senat ihre Nominierung mit 51:50 Stimmen.[5] Da die republikanischen Senatorinnen Susan Collins und Lisa Murkowski gegen DeVos votiert hatten, war es zu einer Pattsituation gekommen. In einem solchen Fall entscheidet die Stimme des Vizepräsidenten der USA, zu diesem Zeitpunkt Mike Pence, der zugleich Vorsitzender des Senats ist. Es war das erste Mal in der Geschichte der Vereinigten Staaten, dass ein Kabinettsmitglied durch die Stimme des Vizepräsidenten in sein Amt gewählt wurde.[6]

Politische Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betsy DeVos kämpft gegen die staatliche Finanzierung von Schulen und tritt für eine Reform des Schulsystems ein.[7] Sie nannte Ende 2016 den gegenwärtigen Status „nicht akzeptabel“[8] und äußerte, sie wolle auch weniger vermögenden Eltern ermöglichen, ihre Kinder auf Privatschulen zu schicken. Diese Pläne werden von der Lehrergewerkschaft NEA (National Education Association) scharf kritisiert als Versuch, Bildung weiter zu entprofessionalisieren und zu privatisieren. Hintergrund ist ein Grundsatzkonflikt, bei dem die privaten und öffentlichen Schulen um Einfluss und Förderung ringen.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Betsy DeVos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. spiegel.de 7. Februar 2017: Patt im Senat – Pence macht DeVos zur Bildungsministerin
  2. sueddeutsche.de: US-Bildungsministerin DeVos nur knapp bestätigt
  3. washingtonpost.com 7. Februar 2017: She’s a billionaire who said schools need guns to fight bears. Here’s what you may not know about Betsy DeVos
  4. Molly Hensley-Clancy: Trump Picks Betsy DeVos As Education Secretary (englisch). In: Buzzfeed.com, 23. November 2016. 
  5. Betsy DeVos confirmed as education secretary; vice president casts historic tie-breaking vote
  6. Betsy DeVos schafft es nur mit Hilfe von Mike Pence. Spiegel Online, 7. Februar 2017, abgerufen am gleichen Tage
  7. zeit.de / Heike Buchter 7. Februar 2017: Auf Mission (Untertitel: Die Milliardärin DeVos ist gegen viele Widerstände US-Bildungsministerin geworden. Sie zu unterschätzen wäre fatal: Sie will das öffentliche Bildungswesen privatisieren.)
  8. Betsy DeVos: Q+A. Abgerufen am 25. November 2016 (englisch).
  9. Heike Klovert: Milliardärin mit Agenda. 25. November 2016, abgerufen am 25. November 2016.