Birgit Jooss

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Birgit Jooss (* 1965 in Darmstadt) ist eine deutsche Kunsthistorikerin und Archivarin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Birgit Jooss studierte Kunstgeschichte, Kunstpädagogik und Geschichte an der Universität München und wurde dort 1998 mit einer Dissertation über Lebende Bilder promoviert. Zudem studierte sie Archivwissenschaft an der Fachhochschule Potsdam. Sie arbeitete im Deutschen Historischen Museum, Berlin (1992), im Museum Villa Stuck (1992–2001), im Schloßmuseum Murnau (1998–2000), am Institut für Kunstgeschichte der Universität München (2000–2007) und in der Akademie der Bildenden Künste München (2003–2007). Von 2007 bis 2015 leitete sie das Deutsche Kunstarchiv im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Von April bis September 2015 war sie Direktorin des Archivs der Akademie der Künste in Berlin, von 2016 bis Anfang 2020 war sie Direktorin des documenta archivs in Kassel. Nach dreieinhalb Jahren Tätigkeit verließ sie auf eigenen Wunsch das Archiv in Kassel, um im Februar 2020 eine Aufgabe am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München zu übernehmen. Dort leitet sie das Projekt Händler, Sammler und Museen: Die Kunsthandlung Julius Böhler in München, Luzern, Berlin und New York.[1]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Birgit Jooss ist durch zahlreiche Publikationen hervorgetreten, u. a. zur Geschichte der Kunstinstitutionen, des Kunstbetriebs, der Künstlerausbildung oder Fotografie, daneben auch zu archivwissenschaftlichen Themen.

  • Lebende Bilder. Körperliche Nachahmung von Kunstwerken in der Goethezeit. Berlin 1999.[2]
  • Ateliers als Weihestätten der Kunst. Der „Künstleraltar“ um 1900. München 2002.
  • mit Walter Grasskamp (Hrsg.): Branko Senjor. 60er Jahre – Umbruchsjahre. Fotografien aus der Münchener Kunstakademie. München/Berlin 2006.
  • Kunstinstitutionen. Zur Entstehung und Etablierung des modernen Kunstbetriebs. In: Geschichte der bildenden Kunst in Deutschland. Vom Biedermeier zum Impressionismus. Hrsg. von Hubertus Kohle, München/Berlin/London/New York 2008, S. 188–211.
  • Die digitale Edition der Matrikelbücher der Münchner Kunstakademie (= Schriften des Instituts für Dokumentologie und Editorik 4). Norderstedt 2010.
  • Johannes Grützke. Die Retrospektive. Nürnberg 2011.
  • mit Lars Blunck (Hrsg.): Die Gesichter der Kunst. Beiträge der Tagung im Germanischen Nationalmuseum. Nürnberg 2018.
  • mit Philipp Oswalt, Daniel Tyradellis (Hrsg.): bauhaus - documenta. Vision und Marke. Leipzig 2019, ISBN 978-3-95905-299-3

Digitale Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2008: Die digitale Edition der Matrikelbücher der Münchner Kunstakademie[3]
  • 2010: Galerie Heinemann online[4]
  • 2014: Die Gesichter des Deutschen Kunstarchivs (erste virtuelle Ausstellung des Germanischen Nationalmuseums)[5]
  • 2019: Wieviel Bauhaus steckt in der documenta? Eine Spurensuche (erste virtuelle Ausstellung des documenta archivs)[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Händler, Sammler und Museen: Die Kunsthandlung Julius Böhler in München, Luzern, Berlin und New York. Erschließung und Dokumentation der gehandelten Kunstwerke 1903-1994 — Zentralinstitut für Kunstgeschichte. Abgerufen am 18. Januar 2021.
  2. Rezension "Lebende Bilder" auf perlentaucher.de.
  3. Digitale Edition; Die Digitale Edition der Matrikelbücher der Akademie der Bildenden Künste München. In: i-d-e.de. Institut für Dokumentologie und Editorik, abgerufen am 18. August 2017.
  4. Weiterführende Literatur. In: heinemann.gnm.de. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg, abgerufen am 18. August 2017.
  5. 50 Jahre Deutsches Kunstarchiv (ehemals Archiv für Bildende Kunst). In: gesichter-des-dka.gnm.de. Deutsches Kunstarchiv, 22. Oktober 2014, abgerufen am 18. August 2017.
  6. documenta archiv. Abgerufen am 12. September 2019.