Luitpold von Bayern

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Prinzregent Luitpold von Bayern

Luitpold Karl Joseph Wilhelm von Bayern (* 12. März 1821 in Würzburg; † 12. Dezember 1912 in München) war von 1886 bis zu seinem Tod Prinzregent des Königreiches Bayern; zunächst für drei Tage für seinen Neffen König Ludwig II., dann für dessen geisteskranken Bruder Otto I.

Prinz Luitpold von Bayern um 1845, Lithographie von Ignaz Fertig

Frühe Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Würzburger Residenz, Geburtsort Luitpolds

Luitpold von Bayern wurde in der Würzburger Residenz[1] als fünftes Kind und dritter Sohn des Königs Ludwig I. von Bayern und der Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen geboren. Seine Geschwister waren Maximilian (* 1811, später König von Bayern), Mathilde (* 1813), Otto (* 1815, später König von Griechenland), Theodolinde (* 1816), Adelgunde (1823–1914), Hildegard (* 1825), Alexandra (* 1826), spätere Äbtissin von St. Anna in München, und Adalbert (* 1828). Luitpold war der Lieblingssohn seines Vaters.

Luitpolds Militärlaufbahn begann auf Anweisung seines Vaters schon mit 14 Jahren, und sein Vater machte ihn 1835 zum Hauptmann der Artillerie, 1841 wurde er Oberst. Er brachte es in den folgenden Jahren zum Generalmajor und Feldzeugmeister. 1841 wurde er Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Luitpold unternahm ausgedehnte Auslandsreisen und lernte so seine spätere Frau, Erzherzogin Auguste Ferdinande von Österreich-Toskana, die Tochter des Großherzogs der Toskana, kennen. Das Paar heiratete am 15. April 1844 in Florenz.

In den entscheidenden Momenten der Lola-Montez-Affäre Anfang 1848 vermittelte Luitpold einer Delegation des unzufriedenen Volks eine Audienz bei seinem Vater, König Ludwig I. Diese brachte zwar keine unmittelbaren Ergebnisse, aber sie führte dem König die Unzufriedenheit seiner Untertanen vor Augen. Nur wenig später trennte sich Ludwig I. von Lola und verzichtete im selben Jahr zugunsten seines ältesten Sohnes Maximilian auf den Thron.

Prinz Luitpold von Bayern, um 1870

Unter der Regierung seines ältesten Bruders Maximilian II. (1848–1864) spielte Luitpold im Königreich Bayern keine bedeutende politische Rolle. Sein anderer älterer Bruder Otto war in dieser Zeit König von Griechenland; unter der griechischen Verfassung von 1844 waren Luitpold und seine Nachkommen – sollte sein Bruder ohne Erben sterben – jedoch als Thronfolger für Griechenland vorgesehen. Dafür hatte sich Luitpold bereiterklärt, gegebenenfalls zum orthodoxen Bekenntnis zu konvertieren.

Nach dem Tode von Auguste von Leuchtenberg kaufte Prinz Luitpold im Jahre 1852 das Palais Leuchtenberg, das dann nach ihm umbenannt und zu seiner Residenz wurde.

Militärkommandeur und Repräsentant Bayerns[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

König Maximilian II. starb 1864, worauf ihm sein Sohn Ludwig II. als König von Bayern nachfolgte. Unter der Regierung seines Neffen musste Luitpold zunehmend repräsentative Aufgaben in der Hauptstadt wahrnehmen, da Ludwig sich jahrelang von seiner Residenz fernhielt. Im Deutschen Krieg von 1866 war Luitpold Kommandeur der 3. Division. Nach der Niederlage gegen Preußen 1866 begann Luitpold das bayerische Heer nach preußischem Muster neu zu organisieren.[2] 1869 wurde er Generalinspekteur der Armee, während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 fungierte er als Bayerns Vertreter im preußischen Generalstab. Als solcher überreichte er am 3. Dezember 1870 dem preußischen König Wilhelm I. den sogenannten Kaiserbrief. Als Vertreter Bayerns nahm er an der Kaiserproklamation in Versailles am 18. Januar 1871 teil.[3][4] 1876 ernannte ihn Ludwig II. zum Generalfeldzeugmeister mit dem Rang eines Generalfeldmarschalls.

Nachdem König Ludwig II. am 9. Juni 1886 entmündigt worden war, zeigte Luitpold nicht ohne zu zögern am 10. Juni seine Bereitschaft zur Herrschaft im Königreich Bayern und führte ab dem 14. Juni die Staatsgeschäfte als Prinzregent.[5] Als Ludwig II. drei Tage später im Starnberger See ertrank, folgte ihm sein jüngerer Bruder Otto I. offiziell auf den bayerischen Thron. Da Otto aber seit seiner Jugend geisteskrank und damit regierungsunfähig war, übte Prinzregent Luitpold auch für ihn die Regentschaft aus. Am 28. Juli leistete er den Regierungseid als „des Königreichs Bayern Verweser“.

Prinzregentschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verfassungsrechtliche Stellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Verfassung besaß Luitpold als Regent nicht das Recht, neue Ämter einzuführen. Außerdem sollten alle Ämter, ausgenommen jene in der Justiz, nur provisorisch besetzt werden. Ebenso sollte ein Verweser keine Krongüter verkaufen und Titel sowie andere Privilegien nicht neu vergeben können. Diese Bestimmungen ließ Luitpold jedoch schon ein Jahr nach Herrschaftsantritt zu seinen Gunsten uminterpretieren. In finanzieller Hinsicht hatte der Prinzregent nur begrenzte Mittel. Frei zur Verfügung standen ihm jährlich 800.000 Reichsmark – weit weniger als einem König von Bayern.[6]

Prinzregent Luitpold an seinem 90. Geburtstag 1911
Prinzregent Luitpold und seine Schwester Adelgunde von Modena-Este auf den Priener Schären

Politisches Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luitpold pflegte anders als die Könige vor ihm einen präsidial-repräsentativen Regierungsstil und hielt sich meist bei politischen Entscheidungen sehr zurück, so dass Regierung und Parlament an Macht gewannen.[7] Luitpold überließ die Regierungsführung weitgehend seinen liberalen und reichsfreundlichen Ministerien unter den Vorsitzenden im Ministerrat Johann von Lutz (bis 1890), Friedrich Krafft von Crailsheim (bis 1903) und Clemens von Podewils-Dürniz (bis 1912). So stützte Luitpold, obwohl selbst katholisch, auch die antikatholische Haltung Lutz’ und die harte Position der bayerischen Regierung gegen die Kirche und den politischen Katholizismus.[8] 1890 verhinderte Luitpold einen geplanten Münchener Katholikentag,[9] setzte sich aber dennoch für eine Bereinigung des Kulturkampfes ein.

Die Stimmanteile der Liberalen schrumpften jedoch bei den Landtagswahlen dieser Zeit zunehmend, sie stellten nur noch die zweitstärkste Fraktion hinter dem Zentrum, das von den liberalen Stimmverlusten profitierte. Daneben entstanden neue Parteien wie der Bayerische Bauernbund und die Sozialdemokraten. 1893 erfolgte dann der erste Einzug der SPD in den bayerischen Landtag. Dies alles verschärfte den Druck des Parlaments auf die Regierung weiter und führte zu zunehmenden Spannungen, die einen Höhepunkt gegen Ende des 19. Jahrhunderts erreichten, als das Zentrum die antikatholische Haltung der Liberalen nicht mehr mittragen wollte.

1902 wurden vom Landtag 100.000 Reichsmark nicht bewilligt, die der Prinzregent für den Ankauf von Kunstwerken geplant hatte. Dieser parlamentarische Aufstand erregte im ganzen Reich Aufsehen. Kaiser Wilhelm II. bot Luitpold in der „Swinemünder Depesche“ an, ihm die nichtbewilligte Summe zu überweisen und echauffierte sich über die „schnöde Undankbarkeit“ der bayerischen Abgeordneten. Luitpold lehnte das Angebot zwar ab, wegen der Einmischung aus Preußen aber wurde die Empörung von Zentrumsseite aus immer lauter.[10] Die Beziehungen zu Preußen blieben somit auch nach dem Kulturkampf relativ kühl. Die Reservatrechte Bayerns wurden dagegen unter Luitpold in repräsentativen Bauwerken betont, wie denen für das Bayerische Armeemuseum, das Verkehrsministerium und das Hauptzollamt. Dennoch akzeptierte Luitpold die zunehmende Integration Bayerns in das Reich durchaus und widersetzte sich nur bei Fragen der Zentralisierung im militärischen Bereich – wenn auch meist erfolglos.[11] 1906 erfolgte die Angleichung des Landtagswahlgesetzes an das Reichswahlrecht.

In seinem letzten Regierungsjahr ernannte er 1912 auf Anraten enger Vertrauter wie Peter von Wiedenmann, Hugo von Lerchenfeld und Adolf von Auer den profilierten Zentrumspolitiker – und damit erstmals seit 1869 einen Vertreter der Mehrheitsfraktion in der AbgeordnetenkammerGeorg von Hertling zum Ministerratsvorsitzenden.

Kulturelle Blüte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Luitpold erlebte besonders München, namentlich Schwabing, eine große kulturelle Blüte. Aber auch die Universitäten, besonders in den Naturwissenschaften, zogen zahlreiche namhafte Gelehrte und Forscher aus ganz Deutschland und darüber hinaus an. 1903 führte er das Frauenstudium in Bayern ein. Durch die Liebe Luitpolds zur Malerei – er wurde als Kind von dem bedeutenden Architekturmaler Domenico Quaglio unterrichtet – brach in München eine fruchtbare Zeit für die bildenden Künste an, in der nicht nur die Meister der alten Schule, sondern auch die moderne und engagierte Kunst ihren Platz bekamen. Der deutsche Jugendstil erhielt in München ab 1896 seinen Namen. Der Prinzregent machte häufig unerwartete Atelierbesuche bei jungen und unbekannten Künstlern und trug durch die dann folgenden Zeitungsberichte zur Förderung dieser Künstler bei. Damit stand der Prinzregent auch hier in Gegensatz zum Kaiser in Berlin, der sogar wegen seiner Aversion gegen moderne Kunst Hugo von Tschudi entlassen hatte, der prompt eine neue Anstellung in München fand.

So wie seine Brüder für Kunst und Hellenismus, schwärmte Luitpold für Natur, Wald und, als Bergsteiger, für die Berge.[12] Schon früh begann er mit seinem leidenschaftlichen Hobby, der Jagd. Bei vielen Jagden war er ein gern gesehener Gast, und Oberstdorf machte er zu seiner offiziellen Hofjagd. Luitpold war oberster Jagdherr von über 130.000 Hektar königlicher Leibgehege, rund 15 % des Staatswaldes. Das Jagdjahr sah ihn in ganz Bayern, vom Spessart über Ingolstadt und München bis ins oberbayerische und Allgäuer Gebirge. Dort in Oberstdorf spendete er den Kindern an seinem Geburtstag nicht nur einen schulfreien Tag, sondern auch jedem Kind eine Semmel mit Wurst und jedem Kind ab dem dritten Schuljahr einen Schoppen Bier. Zahlreiche derartige Anekdoten über die Volkstümlichkeit des Prinzregenten werden noch heute in Bayern erzählt.

Letzte Tage und Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlässlich seines 90. Geburtstages am 12. März 1911 erhielt das staatliche Eisenhüttenwerk in Amberg den Namen „Luitpoldhütte“, die Münze prägte erstmals Markstücke mit Luitpolds Bildnis und es erschienen erstmals Briefmarken, die sein Porträt an Stelle des bayerischen Staatswappens zeigten. Auf den Wunsch der Münchner Stadtväter, ihm am Nationalmuseum ein Denkmal zu errichten, reagierte er mit der Bitte, damit bis nach seinem Tod zu warten, da er sonst an dieser Stelle nicht mehr vorübergehen könne.

Noch am 10. Dezember 1912 fuhr der Prinzregent im Englischen Garten spazieren und begrüßte ihm bekannte Persönlichkeiten mit Handschlag. Am 11. Dezember kam es zu einer hartnäckigen Bronchitis mit hohem Fieber. Luitpold starb am nächsten Morgen gegen 5 Uhr. Nach seinem Tod folgte ihm sein Sohn Ludwig im Amt des Prinzregenten von Bayern nach.

Politische Wahrnehmung der Prinzregentenzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Statue Luitpolds im Münchner Justizpalast

Die „Prinzregentenzeit“, wie die Regentschaft Prinz Luitpolds häufig bezeichnet wird, gilt aufgrund der politischen Passivität Luitpolds als Ära der allmählichen Rückstellung bayerischer Interessen hinter die des Reichs. In Verbindung mit dem unglücklichen Ende der vorausgegangenen Herrschaft König Ludwigs II. wirkte dieser Bruch in der bayerischen Monarchie umso stärker. Die Verfassungsänderung von 1913 schließlich brachte nach Ansicht von Historikern den entscheidenden Bruch in der Kontinuität der Königsherrschaft, zumal diese Änderung vom Landtag als Volksvertretung bewilligt worden war und somit indirekt einen Schritt weg von der konstitutionellen hin zur parlamentarischen Monarchie bedeutete. Die Verbindung dieser beiden Entwicklungen wird heute als Hauptursache für das unspektakuläre und ohne Widerstände erfolgte Ende des bayerischen Königreiches im Zuge der Novemberrevolution von 1918 betrachtet.

Im Laufe seiner 26-jährigen Regentschaft verstand es Prinzregent Luitpold trotzdem, durch Bescheidenheit, Tüchtigkeit und Volkstümlichkeit das anfängliche Unbehagen seiner Untertanen zu überwinden. Diese Prinzregentenjahre wurden schließlich – vor allem in der Rückschau – zu einem goldenen Zeitalter Bayerns verklärt, auch wenn man dem „Märchenkönig“ Ludwig II. weiterhin nachtrauerte, was in einer folkloristisch-nostalgischen Weise bis heute geschieht.

Nachwirkung und Gedenkkultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sarkophag von Prinzregent Luitpold
Reiterdenkmal für Luitpold von Bayern, 1913 von Adolf von Hildebrand und Theodor Georgii.
Standort: vor dem Bayerischen Nationalmuseum in München
Kiliansbrunnen am Bahnhof Würzburg gestiftet von Prinzregent Luitpold

Zu seiner Trauerfeier versammelte sich der gesamte europäische Adel in München. In seiner Grabrede bezeichnete Kaiser Wilhelm II. ihn als den „letzten Ritter“. Prinzregent Luitpold wurde in der Krypta der Theatinerkirche in der Familiengruft der Wittelsbacher beigesetzt.

Zahlreiche „Prinzregenten-“ oder „Luitpoldstraßen“ in Bayern und der bayerischen Pfalz, das an der Münchner Prinzregentenstraße gelegene Prinzregententheater, der Münchner Luitpoldpark sowie der „Luitpoldhain“ mit „Luitpoldhalle“ in Nürnberg (später bekannt geworden als Teil des Reichsparteitagsgeländes) und der LudwigshafenerLuitpoldhafen“ wurden nach ihm benannt. Auch die „Prinzregententorte“ und eine Biersorte wurden ihm gewidmet.

Statuen und Denkmäler des Prinzregenten sind beispielsweise in Augsburg, München, Oberstdorf, Heilsbronn, Füssen oder Landau in der Pfalz zu finden, Luitpoldbrunnen gibt es u. a. in Augsburg, Kulmbach, Ansbach oder Edenkoben.

In seiner Geburtsstadt Würzburg wurden die ehemalige Luitpoldbrücke (heute Friedensbrücke), das Luitpoldmuseum (heute Museum für Franken) und das Luitpoldkrankenhaus (das heutige Universitätsklinikum) sowie der später in Frankoniabrunnen umbenannte Luitpoldbrunnen nach ihm benannt. Ein 1899 geplantes und 1903 eingeweihtes Denkmal für den Prinzregenten an der Ostseite des Bahnhofsplatzes wurde, nachdem bereits 1943 die Bronzefiguren des Denkmals zur Einschmelzung gelangt waren, 1964 vollständig abgerissen.[13]

Der Deutsche Alpenverein besitzt in den Allgäuer Alpen das nach ihm benannte Prinz-Luitpold-Haus auf 1846 Metern Höhe. Das Grundstück dazu stammt vom Prinzregenten. Dieter Seibert meint dazu: „Ein herrlicher Platz, den der Prinzregent den Bergsteigern seinerzeit geschenkt hatte“.[14]

Ihm zu Ehren benannte „Luitpoldhöhen“ gibt es unter anderem in Amberg, Cham (mit Aussichtsturm), Rohrbrunn (Schloss Luitpoldshöhe), Selb, Bad Hindelang und Marktoberdorf (ursprünglich im Stil eines Landschaftsparks gestaltete Grünanlage).

Auch Schulen erhielten seinen Namen, darunter das 1887 gegründete Münchner Luitpold-Gymnasium, die 1891 vom Prinzregenten eingeweihte „Königliche Luitpold-Kreisrealschule“ in München sowie die noch ältere „Luitpold-Realschule Wasserburg am Inn“ von 1879. Des Weiteren gibt es das Prinz-Luitpold-Bad (Bad Oberdorf), den Prinz-Luitpold-Turm (Döbraberg) und die Prinzregent-Luitpold-Kinderklinik (Scheidegg).

In der Antarktis benannten Forscher eine Region nach ihm, das heutige Prinzregent-Luitpold-Land.

Nach Luitpold war auch der Salondampfer Luitpold benannt, der ab 1890 den Starnberger See befuhr. Das Schiff wurde allerdings nach dem Ersten Weltkrieg in München umbenannt. Ebenfalls nach ihm benannt wurde das Großlinienschiff Prinzregent Luitpold, welches 1913 als letztes Schiff der Kaiser-Klasse in Dienst gestellt wurde.

Das 1. und 7. Feldartillerie-Regiment der Bayerischen Armee trugen beide bis zu deren Auflösung 1919 den Namen ihres ehemaligen Inhabers, Prinzregent Luitpold.

Auch das magdeburgische Feldartillerie-Regiment Nr. 4, sowie das württembergische Feldartillerie-Regiment Nr. 29 trugen ihm zu Ehren seinen Namen.

Vorfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahnentafel Prinzregent Luitpolds von Bayern
Ururgroßeltern

Herzog
Christian III. von Pfalz-Zweibrücken
(1674–1735)
⚭ 1719
Karoline von Nassau-Saarbrücken
(1704–1774)

Joseph Karl von Pfalz-Sulzbach
(1694–1729)
⚭ 1717
Elisabeth Auguste Sofie von der Pfalz
(1693–1728)

Landgraf
Ludwig VIII. von Hessen-Darmstadt
(1691–1768)
⚭ 1717
Charlotte von Hanau-Lichtenberg
(1700–1726)

Christian Karl Reinhard (Leiningen-Dagsburg-Falkenburg)
(1695–1766)
⚭ 1726
Katharina Polyxena von Solms-Rödelheim
(1702–1765)

Herzog
Ernst Friedrich II. von Sachsen-Hildburghausen
(1707–1745)
⚭ 1726
Caroline von Erbach
(1700–1758)

Herzog
Ernst August I. von Sachsen-Weimar-Eisenach
(1688–1748)
⚭ 1734
Sophie Charlotte von Brandenburg-Bayreuth
(1713–1747)

Karl zu Mecklenburg
(1708–1752)
⚭ 1735
Elisabeth Albertine von Sachsen-Hildburghausen
(1713–1761)

Georg Wilhelm von Hessen-Darmstadt
(1722–1782)
⚭ 1748
Maria Luise Albertine zu Leiningen-Dagsburg-Falkenburg
(1729–1818)

Urgroßeltern

Herzog
Friedrich Michael von Pfalz-Birkenfeld (1724–1767)
⚭ 1746
Maria Franziska Dorothea von Pfalz-Sulzbach (1724–1794)

Georg Wilhelm von Hessen-Darmstadt (1722–1782)
⚭ 1748
Maria Luise Albertine von Leiningen-Dagsburg-Falkenburg (1729–1818)

Herzog
Ernst Friedrich III. Carl von Sachsen-Hildburghausen (1727–1780)
⚭ 1758
Ernestine von Sachsen-Weimar Eisenach (1740–1786)

Großherzog
Karl zu Mecklenburg-Strelitz (1741–1816)
⚭ 1768
Friederike Caroline Luise von Hessen-Darmstadt (1752–1782)

Großeltern

Bayerische Königskrone
König Maximilian I. Joseph (1756–1825)
⚭ 1785
Auguste Wilhelmine von Hessen-Darmstadt (1765–1796)

Herzog Friedrich von Sachsen-Hildburghausen (1763–1834)
⚭ 1785
Charlotte Georgine Luise von Mecklenburg-Strelitz (1769–1818)

Eltern

Bayerische Königskrone
König Ludwig I. (1786–1868)
⚭ 1810
Therese von Sachsen-Hildburghausen (1792–1854)

Prinzregent Luitpold von Bayern (1821–1912)

Nachkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prinzregent Luitpold heiratete am 15. April 1844 in Florenz die Erzherzogin Auguste Ferdinande (1825–1864), Tochter des Großherzog Leopold II. von Österreich-Toskana und seiner ersten Gattin Prinzessin Maria Anna von Sachsen. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor:

⚭ 1868 Erzherzogin Marie Therese von Österreich-Este (1849–1919)
⚭ 1873 Erzherzogin Gisela Louise Marie von Österreich (1856–1932)
  • Therese (1850–1925), Schriftstellerin und Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften wegen ihrer vor allem naturwissenschaftlichen Forschungen, Dr. h. c. der Universität München
  • Arnulf (1852–1907)
⚭ 1882 Prinzessin Therese von Liechtenstein (1850–1938)

Die beiden ältesten Söhne wurden 1852 bis 1863 durch den Artillerieoffizier Ferdinand von Malaise als Erzieher und Hauslehrer betreut.

Stiftungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dieter AlbrechtLuitpold. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 15, Duncker & Humblot, Berlin 1987, ISBN 3-428-00196-6, S. 505 f. (Digitalisat).
  • Hans-Peter Baum: Prinzregent Luitpold von Bayern (1821–1912) und die Stadt Würzburg. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände; Band III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Theiss, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9), S. 173–176.
  • Gottfried von Böhm: Ludwig II. König von Bayern, Sein Leben und seine Zeit, Berlin 1924.
  • Herbert Eulenberg: Die letzten Wittelsbacher. Phaidon, Wien 1929, S. 239–263.
  • Birgit Jooss: „Ein Tadel wurde nie ausgesprochen“. Prinzregent Luitpold als Freund der Künstler. In: Prinzregent Luitpold von Bayern. Ein Wittelsbacher zwischen Tradition und Moderne. Hrsg. von Ulrike Leutheusser und Hermann Rumschöttel, München 2012, S. 151–176.
  • Ulrike Leutheusser, Hermann Rumschöttel (Hrsg.): Prinzregent Luitpold von Bayern. Ein Wittelsbacher zwischen Tradition und Moderne. Allitera-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-86906-334-8.
  • Karl Möckl: Die Prinzregentenzeit. Gesellschaft und Politik während der Ära des Prinzregenten Luitpold in Bayern. [Mit] 14 Tabellen. Oldenbourg, München u. a. 1972, ISBN 3-486-47521-5.
  • Jean Louis Schlim: Prinzregent Luitpold – Erinnerungen aus königlichen Photo-Alben. August Dreesbach Verlag, München 2012, ISBN 978-3-940061-94-2.
  • Katharina Weigand, Jörg Zedler, Florian Schuller (Hrsg.): Die Prinzregentenzeit. Abenddämmerung der bayerischen Monarchie? Friedrich Pustet, Regensburg 2013, ISBN 978-3-7917-2477-5.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Prinzregent Luitpold von Bayern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sybille Grübel: Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1225–1247; hier: S. 1226.
  2. Hans-Peter Baum (2007), S. 173.
  3. Theodor Toeche-Mittler: Die Kaiserproklamation in Versailles am 18. Januar 1871 mit einem Verzeichniß der Festtheilnehmer. Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1896.
  4. H. Schnaebeli: Fotoaufnahmen der Kaiserproklamation in Versailles, Berlin 1871.
  5. Hans-Peter Baum (2007), S. 173.
  6. Haus der Bayerischen Geschichte: Der Prinzregent als „des Königreichs Bayern Verweser“ für König Ludwig II. und König Otto
  7. Prinzregent Luitpold
  8. Haus der Bayerischen Geschichte: Die Innenpolitik unter Prinzregent Luitpold
  9. Hans-Peter Baum (2007), S. 174.
  10. Haus der Bayerischen Geschichte: Die Innenpolitik unter Prinzregent Luitpold
  11. Haus der Bayerischen Geschichte: Die Innenpolitik unter Prinzregent Luitpold
  12. Hans-Peter Baum (2007), S. 174.
  13. Hans-Peter Baum (2007), S. 174–176.
  14. Bärgündele und Prinz Luitpold, in: Dieter Seibert: Wanderungen mit Kindern im Allgäu, Steiger Verlag Augsburg 1996, S. 47–50; Zitat: S. 47 ISBN 3-89652-019-9


VorgängerAmtNachfolger
kein
(Übernahme der Regentschaft von Ludwig II. König von Bayern und Otto I. König von Bayern)
Prinzregent von Königreich BayernKönigreich Bayern Bayern
10. Juni 1886–12. Dezember 1912
Ludwig III