Bistum Chachapoyas

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Bistum Chachapoyas
Basisdaten
Staat Peru
Metropolitanbistum Erzbistum Piura
Diözesanbischof Emiliano Antonio Cisneros Martínez OAR
Emeritierter Diözesanbischof José Ignacio Alemany Grau CSSR
Generalvikar Antonio Aransay Lerena OAR
Fläche 16.075 km²
Pfarreien 22 (31.12.2013 / AP2014)
Einwohner 355.144 (31.12.2013 / AP2014)
Katholiken 302.205 (31.12.2013 / AP2014)
Anteil 85,1 %
Diözesanpriester 23 (31.12.2013 / AP2014)
Ordenspriester 2 (31.12.2013 / AP2014)
Katholiken je Priester 12.088
Ordensbrüder 3 (31.12.2013 / AP2014)
Ordensschwestern 68 (31.12.2013 / AP2014)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Spanisch

Das Bistum Chachapoyas (lat.: Dioecesis Chachapoyasensis, span.: Diócesis de Chachapoyas) ist ein in den nordperuanischen Anden gelegenes Bistum.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Jesuitenmission zur Diözese Maynas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Diözese Chachapoyas ging aus der 1634 gegründeten Jesuitenmission Maynas hervor. Die Jesuitenmission deckte zu jener Zeit das Gebiet zwischen den Flüssen Río Santiago, Marañón, Huallaga, Ucayali, Napo und Putumayo ab. Als den Jesuiten im Jahr 1769 trotz erfolgreicher Arbeit das Gebiet entzogen wurde, waren in diesem Gebiet bereits Städte wie z.B. Santiago de la Laguna (heute: Lagunas), Nuestra Señora de las Nieves de los Yurimaguas (heute: Yurimaguas) gegründet worden. Am 18. Mai 1803 entschied Papst Pius VII. die Gründung der Diözese Maynas und beauftragte die Franziskaner mit ihrer Betreuung. Im Jahr 1805 wurde Hipólito Sánchez Rangel, der zu jener Zeit in Havanna lebte, zum ersten Bischof der noch jungen Diözese ernannt, seine Weihe erhielt er aber erst am 22. Dezember 1805 in Quito, Ecuador. Bis 1824 hatte er dieses Amt inne. Der Hauptsitz der Diözese Maynas wurde mehrmals gewechselt. Der erste Diözesansitz war in Jeberos, zur Zeit der Diözesangründung einer der wichtigsten Orte der Region. Bereits während der Amtszeit des ersten Bischofs wurde der Diözesansitz nach Moyobamba verlegt. Am 2. Juni 1843, zur Zeit der Gründung des damaligen Departamentos Amazonas, wurde der Diözesansitz schließlich nach Chachapoyas verlegt und das Bistum nach dem neuen Sitz in Bistum Chachapoyas umbenannt. Auf Drängen der peruanischen Regierung wurde die Ostgrenze der Region am Marañón festgelegt.

Seit März 2002 ist Emiliano Antonio Cisneros Martínez OAR der dreizehnte Bischof von Chachapoyas, nachdem er das Bistum bereits seit 2000 als Diözesanadministrator verwaltete.

Kathedrale Chachapoyas

Gebietsabtretungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem sie anfänglich eine sehr große Diözese war, wurde sie einige Male geteilt. Nachdem Grenzen nach Ecuador und Kolumbien festgelegt worden waren, gingen Gebietsanteile an die dortigen Diözesen. 1900 wurden Gebietsanteile zur Gründung der Apostolischen Präfektur San León del Amazonas abgetreten. 1908 wurden Gebiete zur Errichtung des Bistums Cajamarca und 1946 die Provinz Condorcanqui und Teile der Provinz Bagua zur Errichtung des Apostolischen Vikariats Jaén en Peru o San Francisco Javier abgegeben. Die heutige Region San Martín wurde 1948 als Territorialprälatur Moyobamba von der Diözese abgespalten.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutschen, katholischen Kirchengemeinden Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz[1] und Sankt Martin[2] in Dunningen unterstützen Chachapoyas als Partnerbistum.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Annelen Hölzner-Bautsch: 100 Jahre Kirche Mater Dolorosa - Geschichte der katholischen Gemeinde in Berlin-Lankwitz - 1912 bis 2012. Herausgeber: Katholische Pfarrgemeinde Mater Dolorosa, Selbstverlag, Berlin (2012), S. 350 ff.[4]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chachapoyas auf den Webseiten der Gemeinde Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz, online abgerufen am 9. April 2013
  2. Katholisches Pfarramt Dunningen auf den Webseiten der Gemeinde Dunningen, online abgerufen am 9. April 2013
  3. Alianza, online abgerufen am 9. April 2013
  4. 100 Jahre Kirche Mater Dolorosa - Geschichte der katholischen Gemeinde in Berlin-Lankwitz - 1912 bis 2012, Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz, online abgerufen am 24. April 2013