Bodo Schäfer

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Bodo Schäfer, 2018

Bodo Schäfer (* 10. September 1960 in Köln) ist ein deutscher Autor, Redner und Unternehmer.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schäfer wuchs in Köln auf und besuchte eine Highschool in Kalifornien. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland begann er ein Jurastudium. Nachdem er mit 26 Jahren verschuldet war, gelang es ihm nach eigenen Angaben mit der Hilfe seines ersten Coaches innerhalb einiger Jahre, finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen und mit etwa 30 Jahren von den Erträgen seines Geldes leben zu können.[1] Von 1989 bis Dezember 1992 arbeitete er nach Angaben des ARD-Magazins Plusminus als Versicherungsvertreter der Hamburg Mannheimer-Versicherung.[2] Danach gründete er die Schäfer Finanz Coaching GmbH, die unter der späteren Firmierung FCM Finanz Coaching GmbH[3] bis zum Februar 2000 bestand.[4] Mitte 2000 folgte als nächste Gründung die fin.wis.media GmbH, seit April 2001 firmierend unter AHEAD Products GmbH, mit Schäfer als Alleingeschäftsführer.[5] Die ebenfalls von Schäfer im Jahr 2000 gegründete Firma AHEAD Seminare & Coaching GmbH wurde 2007 aufgelöst, das Restvermögen vom Liquidator unter den Gesellschaftern verteilt.[6] 2006 kam als Gründung (zusammen mit Bernd Reintgen) der Finanzvertrieb Reintgen & Schäfer invest GmbH hinzu.[7] Im Jahr 2014 wurde der Geschäftsbetrieb dieses Unternehmens in die Bodo Schäfer Akademie GmbH überführt.

Schäfer begann Mitte der 1990er Jahre in Deutschland Bücher zu schreiben und Vortragsreihen zu halten. Seinen Durchbruch hatte er mit dem Bestseller-Sachbuch Der Weg zur finanziellen Freiheit aus dem Jahr 1998, Nach Erscheinen des Buches veröffentlichte der Autor weitere Bücher wie Ein Hund namens Money (Lentz Verlag), Wohlstand ohne Stress (Campus Verlag) oder Die Gesetze der Gewinner (Frankfurter Allgemeine Buch), die ebenfalls eine hohe Auflage erreichten in andere Sprachen übersetzt wurden.[8][1] [9][10] Im Buch Generation Golf wird sein Buch Der Weg zur finanziellen Freiheit aus 1998 als „ultimativer Bestseller unserer Generation“ charakterisiert.[1] Nach den Büchern von Bodo Schäfer ist jeder für den Grad des Glücks und Wohlstands in seinem Leben selbst verantwortlich. Diese Selbstverantwortung beginnt mit der Art und Weise, wie man über sich und die Welt denkt. Dabei bezieht er sich auf eine Tradition von Autoren wie Seneca, Dale Carnegie, Anthony Robbins, Robert T. Kiyosaki oder Deepak Chopra. Um über Dinge anders denken zu können, müsse man seine Glaubenssätze ändern. Hierbei setzt Bodo Schäfer auf die Neurolinguistische Programmierung. Mitte 2002 beendete Bodo Schäfer nach eigenen Angaben seine Tätigkeit als Vortragsredner zum Thema finanzielle Freiheit in Deutschland und weitete diese Aktivität nach Osteuropa aus, wo er u. a. in Moskau und Riga Vorträge hielt.

Schäfer ist vor allem als Coach, Trainer und Vortragsredner tätig.[10][11]

Stiftung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2000 gründete Schäfer die gemeinnützige Stiftung “Kinder – unsere Zukunft” mit Sitz in Bergisch Gladbach. Vorstände sind Badma Baasansuren und Bodo Schäfer. Die Stiftung wurde am 10. Mai 2000 vom Innenministerium NRW anerkannt.[12]

Ziel der Stiftung ist die Förderung der Ausbildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen, insbesondere Waisen. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen bekommen Mentoren, die sie unterstützen und mit ihnen Ziele und Perspektiven erarbeiten. Zudem finanziert die Stiftung gemeinsam mit der Hilfsorganisation Deutsche Welthungerhilfe den Bau von Schulen und Ausbildungszentren in Afrika.[13][14][15][16]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritisch wurde sein Auftritt in einer deutschen Fernsehsendung verfolgt, bei der er den britischen Nebenwert yellowbubble.com empfahl. Später sagte Schäfer, er werde keine öffentlichen Aktientipps mehr geben.[17]

Zudem wird von dem ARD-Magazin Plusminus aufgeführt, dass die Behauptung, er habe mit dem amerikanischen Ölmilliardär Daniel S. Peña eine Beratungsfirma gegründet, falsch sei. Schäfer habe im August 1996 lediglich sieben Wochen als dessen Übersetzer gearbeitet und sei danach von Peña entlassen worden.[2]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Florian Illies: Generation Golf. Argon Verlag; Seite 140.
  2. a b Bärbel Schwertfeger: Die Bluff-Gesellschaft.: Ein Streifzug durch die Welt der Karriere. Wiley, Weinheim 2002, S. 121.
  3. Amtsgericht Köln, HRB 27285-3. April 1996
  4. Amtsgericht Köln, HRB 27285-23. Februar 2000
  5. Amtsgericht Köln, HRB 35130-23. März 2006
  6. Amtsgericht Köln, HRB 34611-29. Januar 2007
  7. Amtsgericht Köln, HRB 47303- 27. Juni 2006
  8. Rezension: Sachbuch: Kinder, fragt den reichen Onkel Bodo. In: FAZ.NET. 3. Juli 2000, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 24. Dezember 2017]).
  9. Was Manager lesen sollten. In: Die Welt. 8. Dezember 2001, abgerufen am 25. Dezember 2017.
  10. a b Lothar Gorris: Die Menschentrainer. In: Der Spiegel. Nr. 51, 2002, S. 140–143 (online16. Dezember 2002). Zitat: „Vor zwei Jahren durfte er zur Privataudienz beim Papst, eingeladen durch Wojtylas Sekretär, der Schäfers Bestseller gelesen hatte. Glück? "Geld", sagte der Papst, "ist gut, mein Sohn."
  11. Sabine Schmitt: Geldcoaching: Ist Reichtum etwa nur eine Frage des Willens? In: Die Welt. 2. Mai 2014, abgerufen am 19. Dezember 2017.
  12. Stiftung "Kinder – unsere Zukunft". Stiftungsdetails. In: Ministerium des Innern NRW. Abgerufen am 10. Dezember 2019.
  13. Mentoren sollen in Not geratenen Kindern helfen. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 3. Juni 2002, abgerufen am 10. Dezember 2019 (deutsch).
  14. Thomas Ebermann: Maecenata Stiftungsführer 2005. Maecenata Verlag, 2006, ISBN 978-3-935975-44-5 (google.de [abgerufen am 10. Dezember 2019]).
  15. Trainer im Porträt: Bodo Schäfer. 10. September 2019, abgerufen am 10. Dezember 2019 (deutsch).
  16. Stiftung "Kinder – unsere Zukunft". Aktuelle Projekte. Abgerufen am 10. Dezember 2019 (deutsch).
  17. Frank Gerbert: Modernes Leben: Krise? Einfach mehr verdienen!. In: Focus 34/2002, 19. August 2002. Abgerufen am 9. September 2011.