Bodo Schäfer

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Bodo Schäfer, 2014

Bodo Schäfer (* 10. September 1960 in Köln) ist ein deutscher Autor, Redner und Unternehmer. Er gilt als Money-Coach[1] und beschäftigt sich mit den Themen Geld, Wohlstand und Positionierung. Seine Bücher wie Der Weg zur finanziellen Freiheit, Die Gesetze der Gewinner oder Ein Hund namens Money wurden Bestseller und in anderen Ländern veröffentlicht.[2][3][4]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schäfer besuchte als Jugendlicher eine Highschool in Kalifornien und begann nach seiner Rückkehr nach Deutschland ein Jurastudium. Nachdem er mit 26 Jahren verschuldet war, gelang es ihm nach eigenen Angaben mit der Hilfe eines Coaches innerhalb weniger Jahre finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen.[5]

Schäfer hat mehrere Bestseller geschrieben, die in andere Sprachen übersetzt wurden, z. B. in Englisch, Koreanisch oder Russisch.[6][7] Im Buch Generation Golf wird sein Buch Der Weg zur finanziellen Freiheit aus 1998 als "ultimativer Bestseller unserer Generation" charakterisiert.[8] Die FAZ schreibt Autor und Buch eine Vorreiterrolle zu.[9]

Das Buch Die Gesetze der Gewinner aus dem Jahr 2003 war zuletzt im Jahr 2018 in Bestsellerlisten[10][11] und wurde – unter dem Aspekt dieser langen Zeitspanne – erneut besprochen.[12][13][14]

Im Buch Rente oder Wohlstand aus 2016 sowie in anderen Formaten wie der TV-Sendung Maischberger thematisiert er Altersvorsorge und Vermögensaufbau.[15][16]

Schäfer ist vor allem als Coach, Trainer und Vortragsredner tätig.[7][17]

Er ist verheiratet und hat drei Kinder.[3]

Inhalte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Büchern von Bodo Schäfer ist jeder für den Grad des Glücks und Wohlstands in seinem Leben selbst verantwortlich. Diese Selbstverantwortung beginnt mit der Art und Weise, wie man über sich und die Welt denkt. In seinen Büchern will Schäfer die Art und Weise vermitteln, wie viele erfolgreiche Menschen denken. Dabei bezieht er sich auf eine Tradition von Autoren wie Seneca, Dale Carnegie, Anthony Robbins, Robert T. Kiyosaki oder Deepak Chopra. Um über Dinge anders denken zu können, müsse man seine Glaubenssätze ändern. Hierbei setzt Bodo Schäfer auf die Neurolinguistische Programmierung.

Schäfer beschreibt in seinen Inhalten Tipps wie einen 500-Euro-Schein mit sich zu führen, um eigene Glaubenssätze zu verändern, oder ein Erfolgstagebuch zu führen, um die selektive Wahrnehmung stärker auf Erfolge zu lenken.[18]

Tätigkeit als Coach, Redner und Unternehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schäfer begann Mitte der 1990er Jahre in Deutschland Bücher zu schreiben und Vortragsreihen zu halten. Mitte 2002 beendete Bodo Schäfer nach eigenen Angaben seine Tätigkeit als Vortragsredner zum Thema finanzielle Freiheit in Deutschland und weitete diese Aktivität nach Osteuropa aus, wo er u. a. in Moskau und Riga Vorträge hielt.

Von 1989 bis Dezember 1992 arbeitete er nach Angaben des ARD-Magazins Plusminus als Versicherungsvertreter der Hamburg Mannheimer-Versicherung.[19] Danach gründete er die Schäfer Finanz Coaching GmbH, die unter der späteren Firmierung FCM Finanz Coaching GmbH[20] bis zum Februar 2000 bestand.[21] Mitte 2000 folgte als nächste Gründung die fin.wis.media GmbH, seit April 2001 firmierend unter AHEAD Products GmbH, mit Schäfer als Alleingeschäftsführer.[22]

Die ebenfalls von Schäfer im Jahr 2000 gegründete Firma AHEAD Seminare & Coaching GmbH wurde 2007 aufgelöst, das Restvermögen vom Liquidator unter den Gesellschaftern verteilt.[23] 2006 kam als Gründung (zusammen mit Bernd Reintgen) der Finanzvertrieb Reintgen & Schäfer invest GmbH hinzu.[24] Im Jahr 2014 wurde der Geschäftsbetrieb dieses Unternehmens in die Bodo Schäfer Akademie GmbH überführt.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritisch wurde sein Auftritt in einer deutschen Fernsehsendung verfolgt, bei der er den britischen Nebenwert yellowbubble.com empfahl. Später sagte Schäfer, er werde keine öffentlichen Aktientipps mehr geben.[3]

Zudem wird von dem ARD-Magazin Plusminus aufgeführt, dass die Behauptung, er habe mit dem amerikanischen Ölmilliardär Daniel S. Peña eine Beratungsfirma gegründet, falsch sei. Schäfer habe im August 1996 lediglich sieben Wochen als dessen Übersetzer gearbeitet und sei danach von Peña entlassen worden.[19]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Angela Gatterburg: Psychologie: Visionäre Kraft und viel Obst. In: Der Spiegel. Nr. 18, 1999, S. 114–116 (online3. Mai 1999).
  2. Rezension: Sachbuch: Kinder, fragt den reichen Onkel Bodo. In: FAZ.net. 3. Juli 2000, abgerufen am 25. Dezember 2017.
  3. a b c Frank Gerbert: Modernes Leben: Krise? Einfach mehr verdienen!. In: Focus 34/2002, 19. August 2002. Abgerufen am 9. September 2011.
  4. Sachbücher. In: Der Spiegel. Nr. 36, 1999, S. 249 (online4. September 2000).
  5. Schritte, wie man mehr verdienen kann (Memento des Originals vom 10. Oktober 2016 im Internet Archive)
  6. Was Manager lesen sollten. In: Die Welt. 8. Dezember 2001, abgerufen am 25. Dezember 2017.
  7. a b Lothar Gorris: Die Menschentrainer. In: Der Spiegel. Nr. 51, 2002, S. 140–143 (online16. Dezember 2002). Zitat: „Vor zwei Jahren durfte er zur Privataudienz beim Papst, eingeladen durch Wojtylas Sekretär, der Schäfers Bestseller gelesen hatte. Glück? "Geld", sagte der Papst, "ist gut, mein Sohn."
  8. Florian Illies: Generation Golf. Argon Verlag; Seite 140.
  9. Rezension: Sachbuch: Kinder, fragt den reichen Onkel Bodo. In: FAZ.net. 3. Juli 2000, abgerufen am 25. Dezember 2017.
  10. Bild Bestseller. Belletristik & Sachbücher. Archiviert vom Original; abgerufen am 28. August 2018 (deutsch).
  11. Spiegel-Bestseller. Taschenbücher. Archiviert vom Original; abgerufen am 28. August 2018 (deutsch).
  12. Gib 110 Prozent! - Bodo Schäfers Gesetze für Gewinner im Job. In: bild.de. (bild.de [abgerufen am 26. August 2018]).
  13. Die Gesetze der Gewinner - ERFOLG Magazin. In: ERFOLG Magazin. 20. Juli 2018 (erfolg-magazin.de [abgerufen am 26. August 2018]).
  14. Gesetze der Gewinner – Bodo Schäfer – Sonderedition 2018 - André Thöne. In: André Thöne. 11. April 2018 (andre-thoene.com [abgerufen am 26. August 2018]).
  15. Bodo Schäfer über „Rente oder Wohlstand“. Abgerufen am 25. Dezember 2017.
  16. Sendung Maischberger. 5. November 2012, abgerufen am 24. Dezember 2017.
  17. Sabine Schmitt: Geldcoaching: Ist Reichtum etwa nur eine Frage des Willens? In: Die Welt. 2. Mai 2014, abgerufen am 19. Dezember 2017.
  18. Weiterbildung: Was bringt mir neue Impulse? 31. August 2015 (impulse.de [abgerufen am 19. Dezember 2017]).
  19. a b Bärbel Schwertfeger: Die Bluff-Gesellschaft.: Ein Streifzug durch die Welt der Karriere. Wiley, Weinheim 2002, S. 121.
  20. Amtsgericht Köln, HRB 27285-3. April 1996
  21. Amtsgericht Köln, HRB 27285-23. Februar 2000
  22. Amtsgericht Köln, HRB 35130-23. März 2006
  23. Amtsgericht Köln, HRB 34611-29. Januar 2007
  24. Amtsgericht Köln, HRB 47303- 27. Juni 2006