Boston Consulting Group

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The Boston Consulting Group
Boston Consulting Group-Logo
Rechtsform Partnership (Partnerschaftsgesellschaft)
Gründung 1963
Sitz Boston, Massachusetts
Leitung Richard Lesser (President & CEO)
Mitarbeiter 6.200 Berater (2012, Jahresdurchschnitt)[1]
Umsatz US-$ 3 Mrd. (2010)
Branche Unternehmensberater
Produkte BeratungsdienstleistungenVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.bcg.com www.bcg.de

Die The Boston Consulting Group (BCG) ist eine der weltweit größten Unternehmensberatungen und wurde im Jahr 1963 gegründet.

Firmenprofil[Bearbeiten]

Die BCG befindet sich heute vollständig im Eigentum der Partner und Senior Partner, die somit alle Anteile der Gesellschaft halten. Neue Partner werden von der Landesgesellschaft vorgeschlagen und von der weltweiten Partnergruppe gewählt. Die Rechtsform der amerikanischen Muttergesellschaft ist "Corporation/ Inc." (siehe auch Gesellschaftsrecht der Vereinigten Staaten), die deutsche Tochtergesellschaft ist als GmbH organisiert.

BCG selbst versteht sich als die führende Strategieberatung und gliedert sich in mehrere Kompetenzfelder. Diese umfassen die Industrien Consumer, Industrial Goods, Energy, Health Care, Banken, Versicherungen und Technology, Media & Telecommunications. Daneben existieren die funktionalen Kompetenzbereiche Globalization, Information Technology, Innovation, Intellectual Property, Marketing & Sales, Operations, Organization und Corporate Development.

Von August bis Oktober 2012 befragte Dietmar Fink (Hochschule Bonn-Rhein-Sieg) 477 Führungskräfte zur Reputation von Unternehmensberatungen. Das Ergebnis: Für die befragten Manager ist BCG die beste Unternehmensberatung Deutschlands, gefolgt von McKinsey und Roland Berger.[2] In der Untersuchung 2011 landete BCG auf Platz 2 hinter McKinsey.[3]

Im September 2009 sorgte BCG für Schlagzeilen, als es im Rahmen der globalen Partnerwahl zu kontroversen Auseinandersetzungen und einem Bruch mit der traditionellen Unternehmenskultur kam. Auch Mitarbeiter-Mitbestimmung und das Entlohnungssystem standen dabei im Fokus der Diskussionen.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Boston Consulting Group wurde 1963 von Bruce D. Henderson in Boston gegründet. Er baute, von der Unternehmensberatung Arthur D. Little kommend, zunächst eine Beratungsabteilung der Boston Safe Deposit and Trust Company auf. Zwischen 1975 und 1979 kaufte sich das zukünftige Management durch ein Mitarbeiter-Aktienoptionsprogramm von „Boston Safe Deposit and Trust“ los, es wurde „Strategie“ als Beratungsfokus definiert und die Boston Consulting Group gegründet.[5]

1973 verließen Bill Bain und andere Mitarbeiter BCG und gründeten die Unternehmensberatung Bain & Company.

1998 gründete BCG das „Strategy Institute“. Das Ziel ist die Weiterentwicklung des strategischen Firmen-Wissens.

2000 gründet BCG die 100 %-ige Tochtergesellschaft Platinion GmbH mit Sitz an den Standorten Köln und München. Ihr Kerngeschäft ist die IT-Beratung.[6][7]

Heute ist die Boston Consulting Group mit 78 Büros in 42 Ländern vertreten. Das erste deutsche Büro wurde 1975 in München eröffnet. In Deutschland hat Boston Consulting Büros in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. Seit Januar 2013 ist Carsten Kratz Chef von BCG Deutschland und folgt damit auf Christian Veith, der von 2006 bis 2012 die Geschäfte von BCG Deutschland leitete. Christian Veith steht jetzt der Region Zentral- und Osteuropa, Naher Osten und Afrika (CEMA) vor.

BCG-Konzepte[Bearbeiten]

Vor allem zwei BCG-Konzepte haben Eingang in die betriebswirtschaftliche Standardliteratur gefunden:

  • Das Phänomen der Erfahrungskurve wurde das erste Mal von BCG beschrieben. Die Erfahrungskurve quantifiziert eine empirische Gesetzmäßigkeit, wonach mit zunehmender Erfahrung die Durchschnittskosten eines Produktes sinken.
  • Das bekannteste Konzept von BCG ist allerdings die Portfolio-Matrix, auch BCG-Matrix genannt. Die BCG-Matrix erlaubt eine Bewertung strategischer Geschäftseinheiten auf Basis zukünftiger Gewinnchancen (Marktwachstum) und der gegenwärtigen Wettbewerbsposition (relativer Marktanteil).

Weitere von BCG begründete Konzepte sind Zeit als Wettbewerbsfaktor („Time-Based-Competition“ oder „Zeitwettbewerb“), „Total Shareholder Value“, „Segment-of-One-Marketing“, „Dekonstruktion“ und die „Cash-Curve“ im Bereich des Innovationsmanagements. Jedes Jahr werden Industrieanalysen, Studien und eine Vielzahl von Artikeln in Fachzeitschriften von BCG-Beratern publiziert. Viele Partner haben Bücher über ein Themenspektrum, das von Geschäftsstrategie und Reorganisation bis zu Innovationsmanagement reicht, veröffentlicht.

Projekte[Bearbeiten]

business@school ist eine Initiative der Boston Consulting Group zur Förderung des wirtschaftlichen Verständnisses an deutschen Gymnasien. Daneben ist BCG für das World Food Program, Save the Children und eine Vielzahl anderer gemeinnütziger Projekte auf Pro-Bono-Basis tätig. Im Jahr 2008 gründete die Boston Consulting Group gemeinsam mit der Eberhard von Kuenheim Stiftung JOBLINGE, eine Initiative gegen Jugendarbeitslosigkeit. Mit Standorten in Deggendorf, München, Leipzig, Köln, Frankfurt, Essen und Berlin ist JOBLINGE mittlerweile eine bundesweite Initiative.

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. BCG History: 2012, abgerufen am 13. April 2014
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatWas BCG und Co. leisten. Manager Magazin Online, abgerufen am 5. August 2009.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatWozu braucht man noch Berater? Manager Magazin Online, abgerufen am 27. Juli 2011.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDie Qual der Wahl. Manager Magazin Online, abgerufen am 29. September 2009.
  5.  Dietmar Fink, Bianca Knoblach: Die großen Management Consultants: Ihre Geschichte, ihre Konzepte, ihre Strategien. Verlag Vahlen, München 2003, ISBN 978-3800628810 (Vgl. Seite 93 ff.; Relevanter Abschnitt auch unter http://www.beck-shop.de/downloads/leseprobe_fink_management_consultants_3800628813.pdf“).
  6. BCG History: 2000, abgerufen am 17. September 2009
  7. BCG/Platinion Struktur, abgerufen am 17. September 2009