Brebotte

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Brebotte
Wappen von Brebotte
Brebotte (Frankreich)
Brebotte
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Territoire de Belfort
Arrondissement Belfort
Kanton Grandvillars
Gemeindeverband Communauté de communes du Sud Territoire
Koordinaten 47° 35′ N, 6° 58′ OKoordinaten: 47° 35′ N, 6° 58′ O
Höhe 334–375 m
Fläche 3,78 km2
Einwohner 364 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 96 Einw./km2
Postleitzahl 90140
INSEE-Code

Rathaus- und Schulgebäude

Brebotte (deutsch: „Bruderbach“) ist eine französische Gemeinde mit 364 Einwohnern (1. Januar 2015) im Département Territoire de Belfort in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Die Einwohner werden Brebottais(es) genannt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brebotte liegt zwischen Recouvrance und Autrechêne, zwölf Kilometer südöstlich von Belfort am Canal du Rhône au Rhin im Tal der Bourbeuse[1] in der Nähe der Wasserscheide zwischen dem Rhein und der Rhône. Der Bach Écrevisse fließt durch das Gemeindegebiet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1105 wurde die Gemeinde zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Sie hieß damals Bourbot, was wahrscheinlich von Boirbe oder Boirbet, patois für „schlammiger Ort“, abgeleitet ist.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 204 218 226 215 220 260 324

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde ist silbern, mit einem azurblauen Mittelbalken, auf dem drei goldene Münzen abgebildet sind. Die silberne Farbe repräsentiert den Bach Écrevisse und die Mühle Fleury, der blaue Balken symbolisiert die Tugend der Gerechtigkeit. Die drei goldenen Münzen (Besants) stellen den Zehnt dar, der den Wiederaufbau der Kirche im Jahre 1660 ermöglichte.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine ursprüngliche Mühle fand sich schon auf der Cassinikarte aus dem 18. Jahrhundert.[2] Sie wurde um 1860 wiederaufgebaut. Die eigentliche Mühle wird von einem Wohngebäude und Pferdeställen flankiert. Das Wohngebäude trägt die Jahreszahl 1858 und die Stallungen die Jahreszahl 1861. Die Mühle selbst wurde um 1960 modernisiert, es wurde unter anderem ein neuer Plansichter eingebaut. Die Getreidemühle Fleury (benannt nach dem Namen der Besitzer) bestand seit 1854 und stellte die Arbeit 1997 ein. Die Mühle ist heute stillgelegt, aber der letzte Müller wohnt noch dort.[3]

Es gibt vor Ort ein Museum für Handwerkskunst.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt einen Kindergarten und eine Grundschule in Brebotte. Das Handwerksmuseum in Brebotte beherbergt zugleich eine Bücherei.

Das Bild der Gemeinde ist von Wald, Wiesen und Äckern geprägt. Es gab bis 1997 eine Mühle und gibt noch ein Sägewerk vor Ort.[5]

Der nächste Bahnhof der SNCF liegt fünf Kilometer entfernt in der Gemeinde Montreux-Château. Er wird von Zügen der Eisenbahnlinie von Mülhausen nach Belfort angefahren.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brebotte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Brebotte auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 23. Oktober 2009.
  2. Brebotte auf patrimoine90.com in Französisch.
  3. Brebotte in der Base Mérimée (französisch) Abgerufen am 23. Oktober 2009.
  4. Le Musée de l'Artisanat Brebotte in Französisch.
  5. Vie économique auf cc-bassin-bourbeuse.fr in Französisch.