Villars-le-Sec

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Villars-le-Sec
Villars-le-Sec (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département (Nr.) Territoire de Belfort (90)
Arrondissement Belfort
Kanton Delle
Gemeindeverband Sud Territoire
Koordinaten 47° 27′ N, 6° 59′ OKoordinaten: 47° 27′ N, 6° 59′ O
Höhe 519–621 m
Fläche 2,98 km²
Einwohner 179 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 60 Einw./km²
Postleitzahl 90100
INSEE-Code
Website http://www.villars-le-sec.net/

Mairie Villars-le-Sec

Villars-le-Sec (deutsch früher Weiler[1]) ist eine französische Gemeinde im Département Territoire de Belfort in der Region Bourgogne-Franche-Comté.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Villars-le-Sec liegt auf 552 m über dem Meer, etwa 16 Kilometer ostsüdöstlich der Stadt Montbéliard (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich in den nördlichen Ausläufern des Juras, in einer nach Osten geöffneten Mulde auf der Tafeljurahochfläche westlich des Tals der Allaine, in unmittelbarer Nähe der Grenze zur Schweiz.

Die Fläche des 2,98 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des nördlichen französischen Juras. Das gesamte Gebiet wird von der Kalkhochfläche von Villars eingenommen, die durchschnittlich auf 560 m liegt. Das Plateau ist überwiegend mit Acker- und Wiesland bestanden, zeigt aber auch einige Waldflächen. Es gibt hier keine oberirdischen Fließgewässer, weil das Niederschlagswasser im verkarsteten Untergrund versickert. Nach Norden reicht der Gemeindeboden bis an den Rand des Neu Bois. Im Westen steigt das Gelände langsam zur Höhe Les Hauts an, auf der mit 621 m die höchste Erhebung von Villars-le-Sec erreicht wird.

Nachbargemeinden von Villars-le-Sec sind Croix im Westen, Saint-Dizier-l’Évêque im Nordwesten sowie die schweizerischen Gemeinden Boncourt im Norden, Basse-Allaine im Osten und Bure im Süden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wird Villars im Jahr 1303 unter dem Namen Ueler. Seit Beginn des 14. Jahrhunderts stand das Dorf unter der Herrschaft Delle. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts gelangte Villars unter die Oberhoheit der Habsburger. Zusammen mit dem Sundgau kam es mit dem Westfälischen Frieden 1648 an die französische Krone. Seit 1793 gehörte Villars zum Département Haut-Rhin, verblieb jedoch 1871 als Teil des Territoire de Belfort im Gegensatz zum restlichen Elsass bei Frankreich.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 179 Einwohnern (1. Januar 2019) gehört Villars-le-Sec zu den kleinsten Gemeinden des Départements Territoire de Belfort. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hatte (1886 wurden noch 222 Personen gezählt), wurde seit Beginn der 1980er Jahre wieder ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum verzeichnet.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2009 2017
Einwohner 93 77 75 84 96 123 148 181

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Notre-Dame de la Nativité

Villars-le-Sec war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Ackerbau, Obstbau und Viehzucht) geprägtes Dorf. Noch heute leben die Bewohner zur Hauptsache von der Tätigkeit im ersten Sektor. Außerhalb des primären Sektors gibt es nur wenige Arbeitsplätze im Dorf. Einige Erwerbstätige sind auch Wegpendler, die in den umliegenden größeren Ortschaften und in der Agglomeration Montbéliard ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft liegt weit abseits der größeren Durchgangsstraßen. Die Hauptzufahrt erfolgt von Delle. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Croix und Bure.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche Notre-Dame de la Nativité wurde 1829 erbaut. Im Ortskern sind einige Bauernhäuser im charakteristischen Stil der Franche-Comté aus dem 17. bis 19. Jahrhundert erhalten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes du Territoire de Belfort. Flohic Editions, Paris 1999, ISBN 2-84234-037-X, S. 39.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Villars-le-Sec – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Georg Stoffel: Topographisches Wörterbuch des Ober-Elsasses die alten u. neuen Ortsnamen enthaltend. 2. Auflage. Walluf (bei Wiesbaden) 1974, ISBN 978-3-500-29350-9, S. 571.