Bundesanstalt für Straßenwesen

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Bundesanstalt für Straßenwesen
— BASt —

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Staatliche Ebene Bund
Stellung Technisch-wissenschaftliche Einrichtung des Bundes
Rechtsform Nichtrechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts
Aufsichtsbehörde Bundesministerium für Digitales und Verkehr
Gründung 1951
Hauptsitz Bergisch Gladbach
Behördenleitung Markus Oeser[1]
Bedienstete ca. 380 zzgl. über 20 Auszubildende
Haushaltsvolumen 48,7 Mio. EUR (2019)[2]
Netzauftritt bast.de

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ist ein technisch-wissenschaftliches Forschungsinstitut des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) mit Sitz im Stadtteil Frankenforst von Bergisch Gladbach. Rund 400 Mitarbeiter sind dort beschäftigt.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Aufgabenspektrum im Umfeld des Straßenwesens reichen von der Beantwortung kurzfristiger Anfragen bis hin zur Koordinierung und Durchführung mehrjähriger Forschungsprojekte. Ein Schwerpunkt der Aufgaben ist die Mitwirkung an der Ausarbeitung von Vorschriften und Normen auf allen Gebieten des Straßenwesens.

Die BASt arbeitet mit verschiedenen Partnern zusammen, unter anderem mit der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen, Hochschulen, dem Deutschen Institut für Normung, dem Deutschen Institut für Bautechnik, dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat, den für Straßenbau und Straßenverkehr zuständigen Behörden der Länder, Verbänden und der einschlägigen Industrie.

Weiterhin berät die BASt das BMDV sowie die Straßenbauverwaltungen der Länder, die im Auftrag des Bundes die Bundesstraßen verwalten.

Im Auftrag des BMDV verwaltet die BASt außerdem eine internationale Datenbank über Straßen und Verkehrsunfälle (IRTAD), die Fachbehörden und in Teilbereichen öffentlich über Internet zugänglich ist; auf nationaler Ebene führt sie das Projekt GIDAS durch.

Seit der Liberalisierung der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) im Jahr 1999 führt die BASt auch die Begutachtung der Träger von Begutachtungsstellen für Fahreignung durch.

Von der BASt werden auch die Träger von Kursen zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung und die Technischen Prüfstellen (Bereich Fahrerlaubnisprüfung) hinsichtlich der Erfüllung der für sie gestellten fachlichen Anforderungen begutachtet.

Die BASt projektiert und entwirft alle Prototypen für Verkehrszeichen, die im deutschen Straßenraum Verwendung finden.

Seit September 2013 und dem Start des Probebetriebs der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe liefern mehr als 13.000 von rund 14.500 Tankstellen in Deutschland in kurzen Zeitabständen ihre Preisdaten an den Mobilitäts-Daten-Marktplatz der BASt, die in unveränderter Form von Verbraucherportalen genutzt werden können.[3]

Die BASt ist international vernetzt. Sie hat Kooperationsvereinbarungen mit 13 Partnerinstitutionen aus 9 Ländern.[4]

Ziele und Forschungslinien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördlicher Teil des Testgeländes „duraBASt“ im Autobahnkreuz Köln-Ost

Die Forschungsarbeit orientiert sich an festgelegten Forschungszielen und -linien:[5]

Forschungsziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Forschungslinien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zuverlässigkeit der Straßeninfrastruktur
  • Zukunftsfähige Straßeninfrastruktur
  • Verbesserung der Widerstandsfähigkeit (Resilienz) des Straßenverkehrs
  • Sicherstellung der Verfügbarkeit
  • Ganzheitliche Betrachtung der Fahrbahnoberflächeneigenschaften
  • Substanzerfassung und -bewertung
  • Ressourcenschonender und umweltverträglicher Straßenbau
  • Innovationen im Straßenbau
  • Fahrzeugautomatisierung
  • Vernetzte Mobilität
  • Elektromobilität
  • Steigendes Güterverkehrsaufkommen – Maßnahmen für eine zukunftsfähige Straßeninfrastruktur
  • Verkehr und Umweltschutz
  • Erhaltung und Optimierung der Leistungsfähigkeit
  • Entwurf und Ausstattung sicherer Straßen
  • Verbesserung der Fahrzeugsicherheit
  • Gesellschaftlicher Wandel und Verhalten im Verkehr
  • Verhaltensänderung von Verkehrsteilnehmern
  • Sicherheit von Fußgängern, Radfahrern und physisch schwächeren Verkehrsteilnehmern

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Homepage
  • Dieter Hohenadel (Redaktion): 50 Jahre Bundesanstalt für Straßenwesen 1951 bis 2001. In: Bundesanstalt für Straßenwesen (Hrsg.): Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen. Allgemeines Heft A 22. Wirtschaftsverlag NW, Bremerhaven 2001, ISBN 3-89701-139-5 (64 S., bast.de [PDF; 3,8 MB; abgerufen am 6. Dezember 2018]).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Organisation > Präsident der BASt. Bundesanstalt für Straßenwesen, abgerufen am 23. November 2021.
  2. Bundeshaushalt.de: www.Bundeshaushalt.de. Abgerufen am 23. Oktober 2019.
  3. So können Autofahrer die Spritpreise vergleichen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. FAZ.net mit dpa-AFX, AFP, ancs, 12. September 2013, abgerufen am 12. September 2013.
  4. Internationales Abgerufen am 2. Februar 2018.
  5. BASt - Forschung. Abgerufen am 7. November 2019.

Koordinaten: 50° 57′ 9,6″ N, 7° 8′ 42,4″ O