Cërrik

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Cërrik
Cërriku
Wappen von Cërrik
Cërrik (Albanien)
Paris plan pointer b jms.svg

Koordinaten: 41° 2′ N, 19° 59′ O

Basisdaten
Qark: Elbasan
Gemeinde: Cërrik
Höhe: 85 m ü. A.
Einwohner: 27.445 (2011[1])
Telefonvorwahl: (+355) 581
Postleitzahl: 3007
Politik und Verwaltung (Stand: 2015)
Bürgermeister: Altin Toska (LSI)
Blick über die Ebene vom Stadtzentrum zur alten Fabrik (2007)

Blick über die Ebene vom Stadtzentrum zur alten Fabrik (2007)

Cërrik (albanisch auch Cërriku) ist eine Kleinstadt in Mittelalbanien mit 6695 Einwohnern (2011).[1]

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cërrik ist eine eigenständige Gemeinde (Bashkia). 2015 wurde die Stadt mit den Nachbargemeinden im Südwesten des ehemaligen Kreises Elbasan, Gostima (8116 Einwohner), Klos (3262 Einwohner), Mollas (5530 Einwohner) und Shalës (3842 Einwohner), zusammengelegt. Die ganze Gemeinde hat 27.445 Einwohner (Stand 2011).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cërrik liegt rund zehn Kilometer südwestlich der Stadt Elbasan in der Ebene südlich des Shkumbin.

Westlich der Stadt erstreckt sich das Hügelland der Dumreja, im Osten liegt Hügelland und nördlich vom Shkumbin erheben sich die Kodrat e Krrabës (Krraba-Hügel)- Nach Süden und nach Nordosten dehnt sich jedoch eine weite, fruchtbare Ebene aus.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ebene zwischen Elbasan und Cërrik wird vom großen Stahlwerk Stahl der Partei dominiert, das einst Zehntausenden Menschen aus diesen Orten Arbeit bot, deren Emissionen aber die ganze Region stark belasteten. Cërrik selbst war während der kommunistischen Herrschaft vor allem für seine Erdölraffinerie bekannt. Diese war über ein rund zwei Kilometer langes Stichgleis mit der Linie Durrës-Elbasan der albanischen Eisenbahn Hekurudha Shqiptare verbunden, die am Nordufer des Shkumbin entlangführt.

Die Stadt wurde während der kommunistischen Herrschaft als Industriestandort geplant. Wo früher nur ein kleines Dorf lag, wurden Industrieanlagen und Wohnhäuser erstellt. Die Raffinerie kam außerhalb der Stadt im Nordwesten zu liegen – die Stadtplanung sah eine räumliche Trennung von Industrie und Wohnbereichen vor. Zwischenzeitlich ist aber bei der Raffinerie rund um die Abzweigung der Straße nach Belsh ein eigener kleiner Stadtteil entstanden. Dieser ist vom Stadtzentrum jedoch komplett abgetrennt von einem rund ein Kilometer breiten Grünstreifen mit Feldern.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Nordufer des Shkumbin verläuft die Hauptstraße SH7, die Elbasan mit den Orten an der Küste verbindet. Die Strecke gehört zum Korridor VIII der Paneuropäischen Verkehrskorridore. Die Straßenbrücke über den Shkumbin befindet sich mehr als fünf Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums, so dass Cërrik trotz seiner Nähe zu internationalen Verkehrsachsen abseits der Verkehrsströme liegt. Die direkte Verbindung von Cërrik nach Elbasan verläuft südlich des Shkumbin. In Cërrik zweigt eine Straße nach Gramsh ab, Seitdem fünfzehn Kilometer südöstlich von Cërrik der Devoll zum Banja-See gestaut wurde, ist diese Verbindung gut ausfgebaut.

Telekommunikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich der Stadt befinden sich Kurzwellen-Sendeanlagen von Radio Tirana.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 1997 während der landesweiten Unruhen wurden in Cërrik sechs Offiziere einer Sondereinheit der republikanischen Garde erschossen und über 20 weitere Soldaten verletzt. Die Attentäter, denen vorgeworfen wird, dass sie das Land destabilisieren wollten, sind zum Teil eng mit der Sozialistischen Partei verbunden.[2]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Ines Nurja: Censusi i popullsisë dhe banesave / Population and Housing Census – Elbasan 2011. Rezultatet Kryesore/Main Results. Hrsg.: INSTAT. Pjesa/Part 1. Adel Print, Tirana 2013 (Dokument als PDF [abgerufen am 8. Mai 2014]).
  2. I penduari: Ju tregoj masakrën e Cërrikut. In: Shqip. 28. Januar 2009; abgerufen am 8. Mai 2014 (albanisch).