Johannisbrotgewächse
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Pfauenstrauch (Caesalpinia pulcherrima), Blütenstand | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Caesalpinioideae | ||||||||||||
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Die Johannisbrotgewächse (Caesalpinioideae), in Österreich Bockshörndlbaumgewächse genannt, sind eine Unterfamilie in der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).[1][2][3] Im neuen Umfang nach Hawkins et al. 2017 mit 163 Gattungen und etwa 4680 Arten ist es die umfangreichste Unterfamilie der Fabaceae.[1][2][3] Sie besitzen Areale hauptsächlich in den Tropen und Subtropen, besonders in der Neotropis und in Afrika. Einige Arten werden in tropischen bis subtropischen Parks und Gärten als Zierpflanzen verwendet. Von vielen Arten aus einigen Gattungen wird das Holz genutzt.
Beschreibung im neuen Umfang von Hawkins et al. 2017
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Erscheinungsbild und Blätter
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zu den Johannisbrotgewächsen gehören fast nur verholzende Pflanzen mit ganz unterschiedlichen Wuchsformen: es sind oft Bäume mit allen Großenklassen und nur wenige Sträucher, Lianen; nur zwei Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen, die als Wasserpflanzen gedeihen.[3] Sie wachsen meist selbständig aufrecht oder seltener als windende, klimmende oder mit Spross- oder Blattranken kletternde Pflanzen. Es handelt sich um Mesophyten oder Xerophyten. Sie können Harz enthalten. Das Sekundäre Dickenwachstum erfolgt meist von einem konventionellen Kambiumring ausgehend.
Johannisbrotgewächse sind immergrün oder laubabwerfend. Die wechselständig und spiralig oder zweizeilig angeordneten Laubblätter können gestielt oder fast sitzend bis sitzend sein. Die Blattspreiten sind meist einfach oder doppelt gefiedert. Die krautigen, häutigen oder ledrigen Fiederblätter besitzen Fiedernervatur. Es kann ein Polster an den Fiederblättern vorhanden sein. Selten liegt Heterophyllie vor. Nebenblätter sind vorhanden. Bei wenigen Arten sind die Laubblätter reduziert und es können Phyllodien ausgebildet sein oder Teile der Sprossachsen übernehmen die Photosynthese. Die Stomata sind paracytisch oder anomocytisch, cyclocytisch und actinocytisch.
Die Laubblätter oder Nebenblätter können zu Dornen umgebildet sein. Die fast immer vorhandenen Nebenblätter (hier Intrapetiolarstipeln) sind gut ausgebildet oder zu Schuppen reduziert und können haltbar sein oder früh abfallen.
Blütenstände und Blüten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Blüten stehen einzeln oder in seiten- oder endständigen, einfachen oder verzweigten, traubigen, ährigen, zymösen oder bündeligen Blütenständen zusammen. Die Blüten sind meist zwittrig, aber es kann auch Monözie, Andromonözie oder Polygamomonözie vorliegen.
Die kleinen bis großen, radiärsymmetrischen bis mehr oder weniger stark zygomorphen Blüten sind fünfzählig mit doppelter oder einfacher (bei etwa 26 Gattungen) Blütenhülle (Perianth). Bei den meisten Detarieae ist ein freier Blütenbecher (Hypanthium) vorhanden. Die meist fünf (drei bis sechs) Kelchblätter sind meist verwachsen. Die fünf Kronblätter sind meist frei. Die grünen, weißen, von gelb über orangefarbenen bis roten oder von rosa- bis purpurfarbenen Kronblätter können genagelt oder sitzend sein. Kronblätter können fehlen. In den Blütenknospen ist eine aufsteigende, überlappende Kronblattdeckung (imbricat) zu erkennen. Es sind selten nur eines, meist bis zu zehn, bei Maniltoa bis zu 100 Staubblätter vorhanden. Die gleichen bis deutlich ungleichen Staubfäden können untereinander frei oder in unterschiedlicher Weise verwachsen sein, sind aber nie mit den Kronblättern verwachsen. Die Staubblätter können alle fertil sein oder einige sind zu Staminodien umgebildet. Die Pollenkörner besitzen meist drei oder seltener zwei oder vier Aperturen und sind meist colporat, seltener porat oder colpat. Es ist nur ein oberständiges Fruchtblatt vorhanden. Je Fruchtblatt können ein bis hundert Samenanlagen vorhanden sein.
Früchte und Samen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die fleischigen oder nicht fleischigen Früchte sind meist Hülsenfrüchte, selten Nuss-, Balg- oder Steinfrüchte. Die Früchte bleiben bei Reife geschlossen oder sie öffnen sich; die Diasporen sind also die Früchte oder die Samen.
Die Samen können Endosperm und Stärke enthalten. Der chlorophyllhaltige Embryo ist meist gerade, selten gekrümmt und besitzt zwei flache Keimblätter (Kotyledonen).
Ökologie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Gegensatz zu den anderen Fabaceae sind bei den Caesalpinioideae nur bei wenigen Arten Wurzelknöllchen mit stickstofffixierenden Knöllchenbakterien vorhanden und wenn sie vorhanden sind dann oft nur wenig davon.










Systematik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Als Erstveröffentlichung der Caesalpinioideae gilt Augustin Pyramus de Candolle: Prodromus systematis naturalis regni vegetabilis, Band 2, 1825, S. 473 in der er den Namen „Caesalpineae“ veröffentlicht.[4] Der Name der Typusgattung Caesalpinia ehrt den italienischen Botaniker Andrea Cesalpino. Synonyme für Caesalpinioideae DC. sind: Caesalpiniaceae R.Br., Cassiaceae Vest, Ceratoniaceae Link.
Botanische Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach molekularbiologischen Untersuchungsergebnissen handelt es sich bei der Unterfamilie Caesalpinioideae in ihrer traditionellen Umgrenzung um ein paraphyletisches Taxon innerhalb der monophyletischen Familie Fabaceae. Früher zählte man die Tribus Cercideae dazu, sie wird aber in neuen Systematiken keiner der drei Unterfamilien zugeordnet, sondern wurde als basale Gruppe des Fabaceae-Stammbaumes erkannt. Sie wurden aber häufig auch als selbständige Familie Caesalpiniaceae betrachtet. Die Systematik dieser Unterfamilien ist noch stark in Bewegung, es kommen neue Taxa hinzu, aber es fallen auch viele Taxa weg. Diese Unterfamilie wird nach Untersuchungen im 21. Jahrhundert beispielsweise nur noch in zwei Tribus gegliedert und hat 120 bis 170 Gattungen mit etwa 2000 bis 3000 Arten enthalten:[5]
Aktuelle innere Systematik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach Bruneau et al 2024 ist die Unterfamilie Caesalpinioideae in elf Tribus gegliedert, die entweder neu, reaktiviert sind oder einen neuen Umfang aufweisen:[3]
- Tribus Caesalpinieae Rchb.: Sie enthält 27 Gattungen mit etwa 223 Arten.[3] Die Blüten sind radiärsymmetrisch bis zygomorph. Die Kelchblätter sind meist frei. Die Laubblätter sind meist doppelt gefiedert:
- Arapatiella Rizzini & A.Mattos: Die nur zwei Arten kommen nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia vor.
- Balsamocarpon Clos: Sie enthält nur eine Art:
- Balsamocarpon brevifolium Clos: Sie kommt in den chilenischen Regionen III Atacama und IV Coquimbo vor.
- Batesia Spruce ex Benth. & Hook. f.: Sie enthält nur eine Art:
- Batesia floribunda Spruce ex Benth.: Sie kommt in den brasilianischen Bundesstaaten Acre sowie Amazonas, in Französisch-Guyana, im südöstlichen Kolumbien und in der peruanischen Provinz Loreto vor.
- Bussea Harms: Von den etwa sieben Arten sind fünf im tropischen Afrika und zwei in Madagaskar verbreitet.
- Caesalpinien (Caesalpinia L.): Die etwa 100 Arten sind in den Tropen und Subtropen weitverbreitet.
- Campsiandra Benth.: Die etwa 19 Arten sind im tropischen Südamerika, besonders im Amazonas-Gebiet verbreitet.
- Cenostigma Tul.: Die 14 Arten sind in Brasilien, Mittelamerika und in der Karibik verbreitet.
- Chidlowia Hoyle: Sie enthält nur eine Art:
- Chidlowia sanguinea Hoyle: Sie kommt im tropischen Westafrika vor.
- Colvillea Bojer ex Hook.: mit der einzigen Art:
- Colvillea racemosa Bojer ex Hook.: Sie ist in Madagaskar beheimatet.
- Cordeauxia Hemsl. (vielleicht gehört sie in die Gattung Stuhlmannia Taub.): Sie enthält nur eine Art:
- Cordeauxia edulis Hemsl.: Sie kommt nur in Äthiopien und im südlichen Somalia vor.
- Delonix Raf.: Ist mit etwa zwölf Arten hauptsächlich in Ostafrika beheimatet, beispielsweise:
- Flammenbaum (Delonix regia (Bojer ex Hook.) Raf.): Er ist nur im nördlichen und westlichen Madagaskar beheimatet. Er wird in tropischen und subtropischen Gebieten als Zierpflanze verwendet.
- Diptychandra Tul.: Sie enthält nur zwei Arten:
- Diptychandra aurantiaca Tul.: Sie kommt in Brasilien, Bolivien und Paraguay vor.
- Erythrophleum Afzel. ex R.Br.: Die etwa neun Arten sind in der Paläotropis verbreitet.
- Erythrophleum ivorense A.Chev.: nordwestliches Zentralafrika bis nach Westafrika.
- Hematoxylum L.: Von den etwa fünf Arten kommen vier in der Neotropis und eine in Namibia vor, beispielsweise:
- Blauholzbaum (Haematoxylum campechianum L.)
- Heteroflorum M.Sousa (sie gehörte bis 2005 in die Gattung Peltophorum (Vogel) Benth.): Sie enthält nur eine Art:[6]
- Heteroflorum sclerocarpum M.Sousa: Sie kommt in Mexiko vor.
- Hoffmannseggia Cav.: Die 24 bis 28 Arten sind in der Neuen Welt weitverbreitet.
- Jacqueshuberia Ducke: Die etwa sechs Arten kommen hauptsächlich im Amazonasbecken vor; das Verbreitungsgebiet reicht bis Venezuela.
- Lophocarpinia Burkart: Sie enthält nur eine Art:
- Lophocarpinia aculeatifolia (Burkart) Burkart: Sie kommt in den argentinischen Provinzen Chaco, Formosa sowie Salta und in Paraguay vor.
- Melanoxylum Schott: Sie enthält nur eine Art:
- Melanoxylum brauna Schott: Sie kommt in den brasilianischen Bundesstaaten Bahia, Minas Gerais sowie Rio de Janeiro vor.
- Moldenhawera Schrad.: Die etwa zehn Arten kommen im östlichen Brasilien, besonders im Atlantischen Regenwald, hauptsächlich in Bahia vor.
- Moullava Adans.: Sie enthält vier Arten:
- Moullava spicata (Dalzell) Nicolson: Sie kommt nur in Indien vor.
- Orphanodendron Barneby & J.W.Grimes: Sie enthält nur zwei Arten:
- Orphanodendron bernalii Barneby & J.W.Grimes: Sie kommt nur in Kolumbien vor.
- Pachyelasma Harms: Sie enthält nur eine Art:
- Pachyelasma tessmannii (Harms) Harms: Sie kommt im tropischen Afrika vor.
- Paubrasilia Gagnon, H.C.Lima & G.P.Lewis: Sie enthält nur eine Art:
- Paubrasilia echinata (Lam.) Gagnon, H.C.Lima & G.P.Lewis: Sie kommt nur in Brasilien vor.
- Peltophorum (Vogel) Benth.: ist mit etwa zwölf Arten in den Tropen und Subtropen weltweit verbreitet.
- Pomaria Cav. (Syn.: Cladotrichium Vogel, Melanosticta DC.; die Arten wurden früher in die Gattung Hoffmannseggia Cav. gestellt): Von den etwa 16 Arten kommen neun in ariden und Bergregionen der südwestlichen USA sowie angrenzenden Gebieten in Mexiko, drei Arten im gemäßigten östlichen Südamerika und drei Arten im südlichen Afrika vor.[7]
- Pterolobium R.Br. ex Wight & Arn.: Die etwa zehn Arten sind weitverbreitet; hauptsächlich auf dem asiatischen Kontinent bis Indonesien und den Philippinen, aber auch im tropischen und subtropischen Afrika.
- Recordoxylon Ducke: Die zwei bis fünf Arten sind in der Neotropis verbreitet.
- Schizolobium Vogel: Die etwa zwei Arten sind in der Neotropis verbreitet.
- Stahlia Bello: Sie enthält nur eine Art: (Syn. von Libidibia (DC.) Schltdl.)
- Stahlia monosperma (Tul.) Urb.: Sie kommt nur in der Dominikanischen Republik und in Puerto Rico vor.
- Stenodrepanum Harms: Sie enthält nur eine Art:
- Stenodrepanum bergii Harms: Sie kommt in Argentinien vor.
- Stuhlmannia Taub.: Sie enthält nur eine Art:
- Stuhlmannia moavi Taub.: Sie gedeiht im Küstenwald von Tansania.
- Sympetalandra Stapf: Die etwa fünf Arten kommen auf dem Malaiischen Archipel: Borneo, Malaysia, den Philippinen und den Kleinen Sunda-Inseln vor.
- Tachigali Aubl.: Die etwa 70 Arten gedeihen im Tiefland, hauptsächlich im nördlichen Südamerika und im Atlantischen Regenwald des südlichen Brasiliens.
- Vouacapoua Aubl.: Die nur drei Arten kommen im brasilianischen Amazonasgebiet und den Guyanas vor.
- Vouacapoua americana Aubl.: Aus dem östlichen und nördlichen Brasilien bis in die Guyanas.
- Zuccagnia Cav.: Sie enthält nur eine Art:
- Zuccagnia punctata Cav.: Sie kommt in Argentinien und im nördlichen Chile vor.
- Tribus Campsiandreae Bruneau & al.: Sie wurde 2024 aufgestellt und enthält zwei Gattungen mit 5 bis 22 Arten:.[3]
- Campsiandra Benth.[3]
- Dinizia Duke[3]
- Tribus Cassieae Bronn:[3] Die Blüten sind meist mehr oder weniger zygomorph. Die Kronblätter sind höchstens ausgerandet. Die Laubblätter sind einfach gefiedert. Sie enthält drei Subtribus mit etwa 21 Gattungen:
- Subtribus Cassiinae: Sie enthält etwa drei Gattungen mit etwa 665 Arten:
- Kassien (Cassia L., Syn.: Bactyrilobium Willd., Cathartocarpus Pers.): Sie enthält ohne die Arten der ausgegliederten Gattungen Senna und Chamaecrista etwa 30 (früher bis zu 70) Arten. Sie ist fast weltweit in den Tropen verbreitet; vier Arten werden in vielen tropischen Ländern angebaut.
- Chamaecrista Moench (Syn.: Grimaldia Schrank, Sooja Siebold, Cassia subgen. Lasiorhegma Vogel ex Benth., Cassia subgen. Absus (DC. ex Collad.) Symon): Die etwa 330 krautigen Arten sind in der Paläotropis verbreitet.
- Senna Mill. (Syn.: Cassia subgen. Senna (Mill.) Benth., Chamaefistula (DC.) G.Don, Chamaesenna (DC.) Raf. ex Pittier, Desmodiocassia Britton & Rose, Earleocassia Britton, Echinocassia Britton & Rose, Gaumerocassia Britton, Herpetica (DC.) Raf., Leonocassia Britton, Palmerocassia Britton, Phragmocassia Britton & Rose, Pseudocassia Britton & Rose, Pterocassia Britton & Rose, Sciacassia Britton, Sericeocassia Britton, Tharpia Britton & Rose, Vogelocassia Britton, Xerocassia Britton & Rose): Von den etwa 300 Arten sind 206 in der Neuen Welt verbreitet, bis zu 20 kommen in Afrika vor, 33 Arten sind in Australien beheimatet, in Madagaskar gibt es neun Arten und einige Arten kommen in Asien sowie Malesien vor. Drei bis fünf Arten, deren Herkunft unsicher ist, werden weitverbreitet kultiviert.
- Subtribus Cassiinae: Sie enthält etwa drei Gattungen mit etwa 665 Arten:
- Tribus Ceratonieae Rchb.: Sie enthält vier Gattungen mit sechs Arten:[3]
- Acrocarpus Wight ex Arn.: Sie enthält nur eine Art:[3]
- Acrocarpus fraxinifolius Wight ex Arn.: Sie ist in Asien beheimatet und wird in vielen tropischen Gebieten angebaut.
- Arcoa Urb.: Sie enthält nur eine Art:
- Arcoa gonavensis Urb.: Dieser Endemit kommt nur auf Hispaniola vor.[3]
- Ceratonia L.: Sie enthält nur zwei Arten:[3]
- Ceratonia oreothauma Hillc. & al.: Sie kommt nur auf der Arabischen Halbinsel und in Somalia vor.
- Gewöhnlicher Johannisbrotbaum, Johannisbrotbaum (Ceratonia siliqua L.): Sie kommt im Mittelmeerraum und Nahen Osten vor und soll auf den Kanarischen Inseln gedeihen.
- Tetrapterocarpon Humbert: Die nur zwei Arten kommen nur in Madagaskar vor.[3]
- Acrocarpus Wight ex Arn.: Sie enthält nur eine Art:[3]
- Tribus Dimorphandreae Benth.: Sie enthält vier Gattungen mit etwa 35 Arten:[3]
- Burkea Hook.: Sie enthält nur eine Art:
- Burkea africana Hook.: Sie ist in Afrika weitverbreitet.
- Dimorphandra Schott: Die etwa 26 Arten sind in Südamerika weitverbreitet.
- Mora Benth.: Die etwa sieben Arten gedeihen im Tiefland-Regenwald der Neotropis.
- Mora excelsa Benth.: In den Guyanas bis Venezuela und in Trinidad.
- Stachyothyrsus Harms: Die etwa zwei Arten sind im tropischen Afrika verbreitet.
- Burkea Hook.: Sie enthält nur eine Art:
- Tribus Erythrophleeae Bruneau & al.: Sie wurde 2024 mit zwei Gattung und 13 Arten aufgestellt.[3]
- Erythrophleum Afzel. ex R.Br.: Sie enthält etwa zwölf Arten.
- Pachyelasma Harms: Sie enthält nur eine Art:
- Pachyelasma tessmannii Harms: Sie ist im tropischen Afrika verbreitet.
- Tribus Gleditsieae Nakai: Sie enthält drei Gattungen mit etwa 20 Arten:[3]
- Gleditschien (Gleditsia L., Syn.: Gleditschia Scop.): Sie besitzt ein disjunktes Areal und enthält 12 bis 14 Arten.
- Geweihbäume (Gymnocladus Lam.): Sie besitzt ein disjunktes Areal in Nordamerika sowie Ostasien und enthält drei bis sechs Arten.
- Umtiza Sim: Sie enthält nur eine Art:[3]
- Umtiza listeriana Sim: Sie kommt in Südafrika vor.[3]
- Tribus Mimoseae Bronn: Sie enthält etwa 100 Gattungen mit etwa 3500 Arten (Auswahl):[3]
- Adenanthera L.: Sie enthält etwa zwölf Arten im tropischen Asien und auf Pazifischen Inseln.
- Adenopodia C.Presl: Sie enthält vier afrikanische und sechs neotropische Arten.
- Alantsilodendron Villiers: Sie enthält etwa neun Arten.
- Amblygonocarpus Harms: Sie enthält ein oder zwei Arten.
- Anadenanthera Speg.: Sie enthält etwa fünf Arten.
- Aubrevillea Pellegr.: Sie enthält etwa zwei Arten.
- Calliandropsis H.M.Hern. & P.Guinet: Sie enthält nur eine Art:
- Calliandropsis nervosus (Britton & Rose) H.M.Hern. & P.Guinet: Sie gedeiht in ariden Gebieten in Mexiko.
- Calpocalyx Harms: Sie enthält elf oder zwölf Arten.
- Cylicodiscus Harms: Sie enthält nur eine Art:
- Cylicodiscus gabunensis Harms: Diese aus dem tropischen Westafrika stammende Art liefert eine Hartholz.
- Desmanthus Willd.: Sie enthält etwa 25 Arten in der Neotropis.
- Dichrostachys (DC.) Wight & Arn.: Sie enthält etwa 14 bis 18 Arten, beispielsweise
- Dichrostachys cinerea (L.) Wight & Arn.: Diese afrikanische Art ist in weiten Teilen der Subtropen und Tropen eine invasive Pflanze.
- Dinizia Ducke: Sie enthält zwei Arten:
- Dinizia excelsa Ducke: Sie stammt aus dem Amazonasbecken und liefert ein Handelsholz.
- Dinizia jueirana-facao G.P.Lewis & G.S.Siqueira wurde 2017 aus dem atlantischen Regenwald Brasiliens erstbeschrieben, es sind nur zwei Standorte bekannt.
- Elephantorrhiza Benth.: Sie enthält 9 bis 13 Arten.
- Entada Adans.: Sie enthält etwa 30 Arten hauptsächlich im tropischen Afrika und in der Neotropis.
- Fillaeopsis Harms: Sie enthält nur eine Art:
- Fillaeopsis discophora Harms: Sie kommt im westlichen und südwestlichen Afrika vor.
- Gagnebina Neck. ex DC.: Sie enthält etwa sechs Arten.
- Indopiptadenia Brenan: Sie enthält nur eine Art:
- Indopiptadenia oudhensis (Brandis) Brenan: Sie kommt in Indien und Nepal vor.
- Kanaloa Lorence & K.R.Wood: Sie enthält nur eine Art:
- Kanaloa kahoolawensis Lorence & K.Wood: Sie kommt auf Hawaii vor.
- Lemurodendron Villiers & P.Guinet: Sie enthält nur eine Art:
- Lemurodendron capuronii Villiers & P.Guinet: Sie kommt in Madagaskar vor.
- Leucaena Benth.: Sie enthält etwa 22 Arten in der Neuen Welt.
- Microlobius C.Presl: Sie enthält ein bis zwei Arten.
- Mimosen (Mimosa L.): Sie enthält etwa 530 Arten hauptsächlich in der Neotropis.
- Mimozyganthus Burkart: Sie enthält nur eine Art:
- Mimozyganthus carinatus (Griseb.) Burkart: Sie kommt im südöstlichen Bolivien und vom südwestlichen Paraguay bis Argentinien vor.
- Neptunia Lour.: Sie enthält etwa elf Arten in tropischen und subtropischen Gebieten, besonders in Australien und der Neuen Welt, beispielsweise:
- Die Wassermimose (Neptunia natans auct.) soll als Gemüse Verwendung finden.
- Newtonia Baill.: Sie enthält 12 bis 17 Arten.
- Parapiptadenia Brenan: Sie enthält etwa sechs Arten.
- Parkia R.Br.: Sie enthält etwa 35 Arten in der Paläotropis und Neotropis.
- Pentaclethra Benth.: Sie enthält vier bis sechs Arten.
- Pentaclethra macrophylla Benth.: Aus West- und Zentralafrika.
- Piptadenia Benth.: Sie enthält über 32 Arten.
- Piptadeniastrum Brenan: Sie enthält nur eine Art.
- Piptadeniastrum africanum (Hook.f.) Brenan: Aus West- und Zentralafrika bis in den Sudan
- Piptadeniopsis Burkart: Sie enthält nur eine Art:
- Piptadeniopsis lomentifera Burkart: Sie kommt in Paraguay vor.
- Plathymenia Benth.: Sie enthält etwa zwei Arten.
- Prosopidastrum Burkart: Sie enthält fünf bis sieben Arten.
- Prosopis L.: Die etwa 45 Arten sind hauptsächlich Neotropis vom westlichen Nordamerika bis Patagonien verbreitet, einige Arten gibt es auch in Afrika und Vorderasien.
- Pseudopiptadenia Rauschert: Sie enthält etwa elf Arten.
- Pseudoprosopis Harms: Sie enthält etwa sieben Arten.
- Schleinitzia Warb. ex Nevling & Niezgoda: Sie enthält etwa sechs Arten.
- Stryphnodendron Mart.: Sie enthält über 24 Arten.
- Tetrapleura Benth.: Sie enthält zwei bis sechs Arten.
- Tetrapleura tetraptera (Schumach. & Thonn.) Taub.: Aus West- und Zentralafrika bis in den Sudan, Kenia, Tansania.
- Xerocladia Harv.: Sie enthält ein bis zwei Arten.
- Xylia Benth.: Sie enthält neun bis zehn Arten.
- Xylia xylocarpa (Roxb.) W.Theob.: Aus Indien, Bangladesch und dem nördlichen Südostasien.
- Tribus Pterogyneae Bruneau & al.: Sie wurde 2024 mit nur einer Gattung und nur einer Art aufgestellt:[3]
- Pterogyne Tul.: Sie enthält nur eine Art:[3]
- Pterogyne nitens Tul.: Sie ist weitverbreitet in Brasilien, in Bolivien, im mittleren bis nördlichen Argentinien, in Uruguay und Paraguay. Es ist eine wichtige Baumart der südamerikanischen subtropischen bis tropischen Trockenwälder.[3]
- Pterogyne Tul.: Sie enthält nur eine Art:[3]
- Tribus Schizolobieae Nakai:[3]
- Conzattia Rose: Die nur drei Arten kommen nur in Mexiko vor.
- Lemuropisum H.Perrier: Sie enthält nur eine Art: (Syn. von Delonix Raf.)
- Lemuropisum edule H.Perrier: Sie kommt nur im südwestlichen Madagaskar vor.
- Parkinsonien (Parkinsonia L.): Die etwa zehn Arten sind hauptsächlich in der Neuen Welt verbreitet.
- Tribus Sclerolobieae Benth. & Hook. f.: Sie enthält etwa 113 Arten.[3]
Nicht mehr zu dieser Unterfamilie gehören:



- Beispielsweise:
- Subtribus Dialiinae: Sie wurde 2017 zur neuen Unterfamilie Dialioideae Legume Phylogeny Working Group[1] und enthält etwa 17 Gattungen mit etwa 85 Arten:[8]
- Androcalymma Dwyer: Sie enthält nur eine Art:
- Androcalymma glabrifolium Dwyer: Sie kommt in Brasilien vor.
- Apuleia Mart.: Die zwei bis drei Arten sind in Südamerika verbreitet.
- Baudouinia Baill.: Die etwa sechs Arten kommen nur in Madagaskar vor.
- Dialium L.: Die 35 bis 41 Arten sind in den Tropen verbreitet, mit einem Schwerpunkt der Artenvielfalt im tropischen Afrika.
- Dicorynia Benth.: Die etwa zwei Arten sind in Südamerika verbreitet.
- Dicorynia guianensis Amshoff: Suriname, Französisch-Guayana und in Guyana
- Distemonanthus Benth.: Sie enthält nur eine Art:
- Distemonanthus benthamianus Baill.: Sie kommt im tropischen Afrika vor.
- Eligmocarpus Capuron: Sie enthält nur eine Art:
- Eligmocarpus cynometroides Capuron: Sie kommt in Madagaskar vor.
- Kalappia Kosterm.: Sie enthält nur eine Art:
- Kalappia celebica Kosterm.: Diese gefährdete Art ist ein Endemit in Malili, das zu Sulawesi gehört.[9]
- Koompassia Maingay ex Benth.: Die zwei bis drei Arten sind in Südostasien verbreitet.
- Labichea Gaudich. ex DC.: Die etwa 14 Arten kommen nur in Australien vor, hauptsächlich in Western Australia, einige Arten auch in Queensland und Northern Territory.
- Martiodendron Gleason: Die etwa fünf Arten sind in Südamerika verbreitet, drei davon im Amazonasbecken und eine in der Caatinga des nordöstlichen Brasiliens; eine 2002 beschriebene Art gedeiht im Atlantischen Küstenregenwald des südöstlichen Brasiliens.[10]
- Mendoravia Capuron: Sie enthält nur eine Art:
- Mendoravia dumaziana Capuron: Sie kommt in Madagaskar vor.
- Petalostylis R.Br.: Die etwa zwei Arten kommen in Australien vor.
- Poeppigia C.Presl: Sie enthält nur eine Art:
- Poeppigia procera C.Presl: Sie ist weit verbreitet vom südlichen Mexiko über Zentralamerika sowie Kuba bis Kolumbien, Brasilien, Bolivien und Peru.
- Storckiella Seem.: Von den nur zwei Arten kommt eine in Australien und eine auf Fidschi vor.
- Uittienia Steenis: Sie enthält nur eine Art:
- Uittienia modesta Steenis: Sie kommt auf dem malaiischen Archipel vor.
- Zenia Chun: Sie enthält nur eine Art:
- Zenia insignis Chun: Sie kommt in China und Vietnam vor.
- Androcalymma Dwyer: Sie enthält nur eine Art:
- Subtribus Duparquetiinae: Sie enthält nur eine monotypische Gattung:
- Duparquetia Baill.: Sie enthält nur eine Art:
- Duparquetia orchidacea Baill.: Sie kommt im tropischen Afrika vor.
- Duparquetia Baill.: Sie enthält nur eine Art:
- Subtribus Dialiinae: Sie wurde 2017 zur neuen Unterfamilie Dialioideae Legume Phylogeny Working Group[1] und enthält etwa 17 Gattungen mit etwa 85 Arten:[8]
- Tribus Detarieae DC.: Sie enthält etwa 83 Gattungen mit 735 bis 771 Arten (zu den Gattungen siehe dort).
Quellen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die Unterfamilie bei der APWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung)
- Die Unterfamilie im alten Umfang bei DELTA. (Abschnitt Beschreibung)
- Taxon in Suchmaske eingeben bei Legumes of the World von Royal Botanical Gardens Kew, 2013. (Abschnitt Systematik)
Historische Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Anne Bruneau, Félix Forest, Patrick S. Herendeen, Bente B. Klitgaard, Gwilym P. Lewis: Phylogenetic relationships in the Caesalpinioideae (Leguminosae) as inferred from chloroplast trnL intron sequences. In: Systematic Botany. Band 26, Nr. 3, 2001, S. 487–514, doi:10.1043/0363-6445-26.3.487.
- Manuel de la Estrella, Francisco J. Cabezas, Carlos Aedo, Mauricio Velayos: Checklist of the Caesalpinioideae (Leguminosae) of Equatorial Guinea (Annobón, Bioko and Río Muni). In: Botanical Journal of the Linnean Society. Band 151, Nr. 4, 2006, S. 541–562, doi:10.1111/j.1095-8339.2006.00538.x, (PDF-Datei; 254 kB).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 The Legume Phylogeny Working Group, J. A. Hawkins, Sawai Mattapha: A new subfamily classification of the Leguminosae based on a taxonomically comprehensive phylogeny. In: Taxon. Band 66, Nr. 1, Februar 2017, ISSN 0040-0262, S. 44–77 (reading.ac.uk [abgerufen am 18. Januar 2026]).
- 1 2 Rong Zhang, Yin-Huan Wang, Jian-Jun Jin, Gregory W. Stull, Anne Bruneau, Domingos Cardoso, Luciano Paganucci De Queiroz, Michael J. Moore, Shu-Dong Zhang, Si-Yun Chen, Jian Wang, De-Zhu Li, Ting-Shuang Yi: Exploration of Plastid Phylogenomic Conflict Yields New Insights into the Deep Relationships of Leguminosae. In: Systematic Biology, Volume 69, Issue 4, 2020, S. 613–622. doi:10.1093/sysbio/syaa013
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 Anne Bruneau, Luciano Paganucci de Queiroz, Jens J. Ringelberg, Leonardo M. Borges, Roseli Lopes da Costa Bortoluzzi, Gillian K. Brown, Domingos B. O. S. Cardoso, Ruth P. Clark, Adilva de Souza Conceição, Matheus Martins Teixeira Cota, Else Demeulenaere, Rodrigo Duno de Stefano, John E. Ebinger, Julia Ferm, Andrés Fonseca-Cortés, Edeline Gagnon, Rosaura Grether, Ethiéne Guerra, Elspeth Haston, Patrick S. Herendeen, Héctor M. Hernández, Helen C. F. Hopkins, Isau Huamantupa-Chuquimaco, Colin E. Hughes, Stefanie M. Ickert-Bond, João Iganci, Erik J. M. Koenen, Gwilym P. Lewis, Haroldo Cavalcante de Lima, Alexandre Gibau de Lima, Melissa Luckow, Brigitte Marazzi, Bruce R. Maslin, Matías Morales, Marli Pires Morim, Daniel J. Murphy, Shawn A. O’Donnell, Filipe Gomes Oliveira, Ana Carla da Silva Oliveira, Juliana Gastaldello Rando, Pétala Gomes Ribeiro, Carolina Lima Ribeiro, Felipe da Silva Santos, David S. Seigler, Guilherme Sousa da Silva, Marcelo F. Simon, Marcos Vinícius Batista Soares, Vanessa Terra: Advances in Legume Systematics, 14: Classification of Caesalpinioideae. Part 2: Higher-level classification. In: PhytoKeys, Volume 240, 2024, S. 1–552. doi:10.3897/phytokeys.240.101716
- ↑ Augustin Pyramus de Candolle: Prodromus systematis naturalis regni vegetabilis. Band 2, Treuttel & Würtz, Paris 1825, S. 473 eingescannt.
- ↑ Caesalpinioideae im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
- ↑ Mario Sousa S.: Heteroflorum: Un nuevo género del grupo Peltophorum (Leguminosae: Caelaspinoideae: Caesalpinieae), endémico para México, Novon, volume 15, 2005, S. 213–218.
- ↑ Beryl Simpson, Leah Larkin, Andrea Weeks, Joshua McDill: Phylogeny and Biogeography of Pomaria (Caesalpinioideae: Leguminosae). In: Systematic Botany. Band 31, Nr. 4, 2006, S. 792–804, doi:10.1600/036364406779695915.
- ↑ Han-Rui Bai, Oyetola Oyebanji, Rong Zhang, Ting-Shuang Yi: Plastid phylogenomic insights into the evolution of subfamily Dialioideae (Leguminosae). In: Plant Diversity, Volume 43, Issue 1, Februar 2021, S. 27–34. doi:10.1016/j.pld.2020.06.008
- ↑ Kalappia celebica in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011. Eingestellt von: World Conservation Monitoring Centre, 1997. Abgerufen am 21.10.2011.
- ↑ Julio Antonio Lombardi: Martiodendron fluminense (Leguminosae, Caesalpinioideae), a new species from the Atlantic coast rainforest of Brazil. In: Brittonia. Band 54, Nr. 4, 2002, S. 327–330, doi:10.1663/0007-196X(2003)54[327:MFLCAN]2.0.CO;2.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Eintrag beim Tree of Life Projekt. (engl.)