Calvos de Randín

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Gemeinde Calvos de Randín
Casa consistorial de Calvos de Randín.jpg
Rathaus
Wappen Karte von Spanien
Calvos de Randín (Spanien)
Basisdaten
Land: Spanien Spanien
Autonome Gemeinschaft: Galicien Galicien
Provinz: Ourense
Comarca: A Limia
Koordinaten 41° 54′ N, 7° 53′ WKoordinaten: 41° 54′ N, 7° 53′ W
Höhe: 910 msnm
Fläche: 97,87 km²
Einwohner: 770 (1. Jan. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 8 Einw./km²
Postleitzahl: E-32648
Gemeindenummer (INE): 32016
Nächster Flughafen: Flughafen Vigo
Verwaltung
Amtssprache: Kastilisch, Galicisch
Website: www.calvosderandin.com
Lage der Gemeinde
Situacion Calvos de Randín.PNG

Calvos de Randín ist eine spanische Gemeinde (Concello) mit 770 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2019) in der Provinz Ourense der Autonomen Gemeinschaft Galicien.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Calvos de Randín befindet sich am südlichen Rand der Provinz Ourense und grenzt dort an den Distrikt Vila Real in Portugal, ca. 45 Kilometer südlich der Provinzhauptstadt Ourense.

Umgeben wird Calvos de Randín von den fünf Nachbargemeinden:

Porqueira Os Blancos
Muíños Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Baltar
Montalegre e Padroso (Portugal)

Im Süden zeichnet sich das Relief durch die Anwesenheit der Serra da Pena aus und ein Teil seines Territoriums liegt im Naturpark Baixa Limia-Serra do Xurés. Gleichzeitig ist das Gebiet seit 2004 Teil eines Schutzgebiets des Natura 2000-Netzes mit einer Gesamtgröße von 313 km².[2]

Die durchschnittliche Höhe des Gemeindegebiets liegt zwischen 900 m und 1100 m, aber im südlichen Sektor, der an Portugal grenzt, werden diese Höhen überschritten, bis etwa 1400 m an einem bestimmten Punkt der Sierra de la Pena, wie dem Pico Monteagudo. Hervorzuheben ist der Aguioncha (1239 m), Gipfel in Feás und der Monte O Cebreiro (1255 m), der an Os Blancos angrenzt.

Der Fluss Salas, ein Hauptzufluss der Limia, fließt von Osten nach Westen durch die Gemeinde und endet im Salas-Stausee, der sich durch die angrenzende Gemeinde Muiños erstreckt und das portugiesische Territorium zwischen ihnen durchquert. Der Rest sind kleinere Flüsse und Bäche, die auch in das Limia-Becken fließen, entweder durch den Río Salas oder durch den Fírveda.[3][4]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde gliedert sich in neun Pfarrbezirke (Parroquias):

  • Calvos
  • Castelaus
  • Feás
  • Golpellás
  • Lobás
  • Randín
  • Rioseco
  • Rubiás dos Mixtos
  • Vila

Der Sitz der Gemeinde befindet sich in Calvos in der gleichnamigen Parroquia.[5]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen: INE-Archiv,www.ine.es – grafische Aufarbeitung für Wikipedia

Nach einem Anwachsen der Gemeindegröße auf über 3500 Einwohner im ausgehenden 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sank die Zahl der Bevölkerung in der Folgezeit bis unter 1000.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Mittelalter bis 1864 gehörten die Dörfer Santiago de Rubiás und Rubiás der Gemeinde zum Coto Mixto, einem unabhängigen Zwergstaat an der Grenze zu Portugal.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche Santiago de Calvos aus dem 19. Jahrhundert
  • Pfarrkirche Santiago de Rubiás aus dem 14. und 18. Jahrhundert. An den Wänden der Sakristei wurden zwölf lebensgroße, spätgotische Bilder aus dem 15. und 16. Jahrhundert entdeckt, die Szenen der religiösen Ikonografie darstellen. Der Raum war ursprünglich eine romanische Kapelle, der später an die heutige Kirche angebaut wurde, deren Vorhalle das Parlament des Coto Mixto war.
Delfín Modesto Brandón
  • Statue von Delfín Modesto Brandón (portugiesisch Delfim Modesto Brandão). Seinen Memoiren zufolge war er der vorletzte Richter und damit Staatsoberhaupt von Coto Mixto. Die Statue befindet sich an der Pfarrkirche Santiago de Rubiás.
  • Pazo de los Tejada aus dem 18. und 19. Jahrhundert

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arbeitgeber und Vollzeitbeschäftigte der Gemeinde Calvos de Randín
nach Wirtschaftszweigen

Desc-i.svg
Arbeitgeber gesamt=57 (Stand: 2020)
Vollzeitbeschäftigte gesamt=165 (Stand: 12/2021)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt fernab von Fernverkehrsstraßen. Land- und Provinzstraßen sorgen für die Anbindung der innergemeindlichen Dörfer und an die Nachbargemeinden. Die Provinzstraße OU-302 führt über die Grenze zu Portugal.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Calvos de Randín – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Baixa Limia - Serra do Xurés (es) Europäische Umweltagentur. Abgerufen am 24. März 2022.
  3. Calvos de Randín (es) Concello de Calvos de Randín. Abgerufen am 24. März 2022.
  4. Geres-Xures Transboundary Biosphere Reserve, Portugal/Spain (en) UNESCO. Abgerufen am 24. März 2022.
  5. Parroquias (es) Concello de Calvos de Randín. Abgerufen am 24. März 2022.