Carrascal del Río

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Gemeinde Carrascal del Río
Carrascal del Río – Ermíta de San FrutosRathaus
Carrascal del Río – Ermíta de San FrutosRathaus
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Carrascal del Río
Carrascal del Río (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Segovia
Koordinaten 41° 6′ N, 3° 59′ WKoordinaten: 41° 6′ N, 3° 59′ W
Höhe: 859 msnm
Fläche: 30,52 km²
Einwohner: 154 (1. Jan. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 5,05 Einw./km²
Postleitzahl: 40331
Gemeindenummer (INE): 40044 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: www.carrascaldelrio.com

Carrascal del Río ist eine Gemeinde mit 154 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) in der zentralspanischen Provinz Segovia in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Carrascal del Río liegt in einer Höhe von etwa 860 Metern ü. d. M. unweit des Río Duratón etwa 20 Kilometer (Fahrtstrecke) nordwestlich der Kleinstadt Sepúlveda. Die Entfernung nach Segovia beträgt etwa 68 Kilometer in südwestlicher Richtung.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 2000 2009
Einwohner 210 182

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort lebt im Wesentlichen von der Landwirtschaft und vom Tourismus.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name des Ortes lautete bis ins 18. Jahrhundert nur Carrascal, ein Name, dessen Herkunft nicht ganz klar ist – das Ortswappen mit seinen fünf Bäumen bezeugt jedenfalls die Herleitung vom keltischen oder keltiberischen Wortstamm karr, der für Steineichen (Quercus ilex) gebräuchlich war.

Über die Geschichte des Ortes ist nur wenig bekannt: In der Nähe stand ein Römerkastell mit Namen Septempublicam, von dem noch Mauerreste erhalten sind; außerdem werden zwei Brücken über den Río Duratón bei den Weilern Talcano und Picazos auf römische Konstruktionen zurückgeführt. Der kastilische Graf Fernán González begann im 10. Jahrhundert mit der Wiederansiedlung (repoblación) von Christen aus dem Norden Spaniens – eine Politik, die von seinem Sohn Sancho García im 11. Jahrhundert fortgeführt wurde.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Río Duratón im Naturpark Hoces del Río Duratón
  • Hauptattraktion von Carrascal ist die etwa zwei Kilometer südwestlich gelegene Fels- und Waldlandschaft des Naturparks Hoces del Río Duratón mit dem in Teilabschnitten canyonartig versenkten und stark mäandrierenden Fluss.
  • Auf einem – nur über eine Brücke erreichbaren – Felsvorsprung oberhalb der Schlucht erhebt sich die romanische Wehr- und Einsiedlerkirche Ermita de San Frutos.
  • Im Ort selbst sind die überirdischen Kellergemäuer (bodegas) erwähnenswert.
  • Die einschiffige Pfarrkirche (Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción) stammt aus dem 16./17. Jahrhundert; der Eingang befindet sich auf der Südseite. Das Innere beherbergt ein romanisches Taufbecken und einen barocken Altarretabel.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Carrascal del Río – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).