Sotosalbos

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Gemeinde Sotosalbos
Sotosalbos – Kirche San Miguel
Sotosalbos – Kirche San Miguel
Wappen Karte von Spanien
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Sotosalbos (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Segovia
Comarca: Tierras de Segovia
Koordinaten 41° 2′ N, 3° 56′ WKoordinaten: 41° 2′ N, 3° 56′ W
Höhe: 1162 msnm
Fläche: 23,92 km²
Einwohner: 113 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 4,72 Einw./km²
Postleitzahl: 40170
Gemeindenummer (INE): 40199 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Ayuntamiento de Sotosalbos www.sotosalbos.com/ Ayuntamiento de Sotosalbos

Sotosalbos ist ein kleines Bergdorf mit nur 113 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) in der Provinz Segovia in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien und León.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sotosalbos liegt in einer Höhe von etwa 1160 Metern ü. d. M. an der Straße zum Puerto de Malangosto, einem strategisch und wirtschaftlich bedeutsamen Bergpass (2002 m), der Segovia mit Toledo und Madrid verband. Die Stadt Segovia befindet sich etwa 20 Kilometer in südwestlicher Richtung entfernt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1991 2001 2012 2018
Einwohner 94 125 136 113

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie die meisten Bergdörfer, so lebte auch Sotosalbos jahrhundertelang ganz wesentlich von der Landwirtschaft, d. h. in erster Linie der Milch- und Käseproduktion. Ackerflächen sind aufgrund der Höhenlage nur für den Anbau von Gerste geeignet; nur in Tallagen gedeiht auch etwas Weizen. Seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert spielt der Wander- und Tagestourismus eine gewisse Rolle im örtlichen Wirtschaftsleben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Rückeroberung (reconquista) Toledos im Jahre 1080 gehörte auch die Region von Sotasalbos zu einem entvölkerten, weil immer wieder zwischen Christen und Mauren umkämpften Niemandsland zwischen Flüssen Tajo im Süden und Duero im Norden. Nach der Rückeroberung wurden viele Anstrengungen unternommen, das Gebiet schnellstmöglich wieder mit Christen aus dem Norden Spaniens zu bevölkern (repoblación). In einer Urkunde des Jahres 1122 taucht erstmals der Name Sotis Albis (deutsch etwa: „weiße Bäume“) auf, der sich jedoch bereits ein Jahrhundert später zu Sotos Albos weiterentwickelt hat. Der Ort gehörte mehrere Jahrhunderte zum Bistum Segovia, bis es im Jahre 1536 an den damaligen Herzog von Béjar Pedro de Zúñiga verkauft wurde.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedhof und Südvorhalle
  • Die dem Erzengel Michael geweihte Kirche (San Miguel Arcangel) stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist eines der schönsten Beispiele einer Kirche mit Südvorhalle (portico), wie es sie in den Provinzen Segovia, Soria, Guadalajara und Burgos noch häufiger gibt (vgl. Jaramillo de la Fuente, San Pedro (Caracena) u. a.). Der religiöse und/oder weltliche Zweck dieser Vorhallen ist umstritten – Versammlungsort der Gemeinde vor der Messe oder vor Prozessionen und/oder sakrosankter Treffpunkt und Beratungsort der Gemeindeältesten bei Gerichtsprozessen etc. Die asymmetrisch gestaltete Südvorhalle der Kirche in Sotosalbos gehört jedenfalls zu den schönsten und am reichsten ausgestatteten Beispielen ihrer Art. Das Dekor der beiden Portale der Vorhalle besteht aus – nicht durch Kapitelle unterbrochenen – Zickzackmotiven wie es auch an der Kirche von San Pedro de Gaíllos u. a. zu finden ist. Die Kirche hat keinen Westturm, sondern einen erst im 13. Jahrhundert hinzugefügten Turm auf der Nordseite; darüber hinaus verfügt sie nur über eine flache Apsis. Im Innern des Chorbereichs finden sich noch einige Freskenreste, darunter ein Löwe des Evangelisten Markus.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Juan Ruiz (ca. 1284–1351) erwähnt Sotosalbos mehrfach in seinem Werk Libro de buen amor (auch Libro de los cantares genannt).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carlos de Parrondo: Saltus Albus. La Cartilla de Sotosalbos. Segovia 1968.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sotosalbos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).