Catherine Newmark

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Catherine Newmark (geb. 1976) ist eine Schweizer Philosophin, Kulturjournalistin und Publizistin.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Catherine Newmark studierte Philosophie und Geschichte in Zürich und Paris. 2007 promovierte sie an der Freien Universität Berlin (FU). In ihrer Dissertation mit dem Titel Passion – Affekt – Gefühl beschäftigte sie sich mit den philosophischen Theorien der Emotionen zwischen Aristoteles und Kant. Am Philosophischen Institut der FU war sie von 2007 bis 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin für die Geschichte der Philosophie, insbesondere in der Antike und im 17. Jahrhundert.[1] U. a. leitete sie 2011 in der Exzellenzinitiative Languages of Emotion das Projekt Autorität, Achtung, Vertrauen, Respekt. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte ist feministische Theorie und Ethik.[2] Zum Stand der philosophischen Geschlechterforschung gab sie 2012 den Band Philosophie und die Potenziale der Gender Studies mitheraus, der auf einer Vortragsreihe an der Freien Universität Berlin beruht. Darin führen Newmark und Hilge Landweer in ihrem Beitrag Diesseits und jenseits von Gender. Zum problematischen Verhältnis der Philosophie zu Empirie und Lebenswelt am Beispiel von Beauvoir, Butler und Foucault vor, „dass es gerade die empirisch/lebensweltlich inspirierten Denker_innen seien, die originelle und innovative Akzente in der Theoriebildung der letzten Jahrzehnte gesetzt haben“.[3]

Ab 2003 nebenberuflich, seit 2013 hauptberuflich schreibt sie als freie Kulturjournalistin über Film-, Philosophie- und Genderthemen für Zeitungen wie die FAZ/FAS und ist Kolumnistin bei Zeit Online.[4] Sie gehört zur Philosophie-Redaktion von Deutschlandfunk Kultur, u. a. als Autorin und Redakteurin für das Philosophiemagazin Sein und Streit. Sie ist Chefredakteurin für die Sonderausgaben des Philosophie Magazins.[5] Themenschwerpunkte waren 2015 Philosophen in der Nazizeit[6] sowie der Star-Wars-Mythos, über den sie 2016 auch das Buch Viel zu lernen du noch hast. Star Wars und die Philosophie herausgab.[7] Der Band versuche sich „zum ersten Mal an einer interdisziplinären Ausdeutung der ersten sieben Star Wars-Filme“, so Spiegel Online Kultur.[8]

Catherine Newmark lebt in Berlin.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monografie

Herausgeberin und Autorin

  • Hannah Arendt. Die Freiheit des Denkens. Philomagazin Verlag, Berlin 2016.
  • Zur Erscheinung kommen. Bildlichkeit als theoretischer Prozess. Herausgegeben mit Anne Eusterschulte und Wiebke-Marie Stock. Felix Meiner Verlag, Hamburg 2016, ISBN 978-3-7873-2255-8.
  • Viel zu lernen du noch hast. Star Wars und die Philosophie. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 2016, ISBN 978-3-4996-3234-1.
  • Die Philosophen und der Nationalsozialismus. Philomagazin Verlag, Berlin 2015.
  • Star Wars – Der Mythos unserer Zeit. Sonderausgabe Philosophie Magazin Nr. 6/2015 (Leseprobe)
  • Philosophie und die Potenziale der Gender Studies. Peripherie und Zentrum im Feld der Theorie. Herausgegeben mit Hilge Landweer et al. Transcript, Bielefeld 2012, ISBN 978-3-8376-2152-5.
  • Kritische Religionsphilosophie. Eine Gedenkschrift für Friedrich Niewöhner. Herausgegeben mit Wilhelm Schmidt-Biggemann und Georges Tamer. De Gruyter, Berlin 2010, ISBN 978-3-1102-4755-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dr. Catherine Newmark, Vita. Institut für Philosophie, FU (abgerufen am 4. Februar 2018)
  2. Catherine Newmark. Theater der Zeit
  3. Rezension von Mirjam Dierkes, querelles-net, Jg. 14, Nr. 3 (2013)
  4. Catherine Newmark. Kolumnistin bei ZEIT ONLINE
  5. "Philosophen sind Experten für alles und nichts". Die Berliner Philosophin Catherine Newmark erzählt im Interview, welche Bedeutung die Philosophie heute noch hat. Von Natascha Freunde. NDR, 15. November 2017
  6. Catherine Newmark über Philosophen in der Nazizeit. Sternstunde Philosophie, SRF, 10. Mai 2015
  7. "Star Wars versöhnt Spiritualität mit einer technisierten Welt". Interview von Julian Dörr mit Catherine Newmark, Süddeutsche Zeitung, 4. Dezember 2017
  8. Philosophie in "Star Wars". Erleuchtete Wesen wir sind, Spiegel Online Kultur, 2016