Charlotte Link

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Charlotte Link (2018)

Charlotte Link (* 5. Oktober 1963 in Frankfurt am Main) ist eine deutsche Schriftstellerin. Sie gehört zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Autorinnen der Gegenwart.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Charlotte Link wurde 1963 als Tochter der Autorin Almuth Link in Frankfurt am Main geboren. Ihr Abitur legte sie an der Christian-Wirth-Schule in Usingen ab. Weniger aus Familientradition – ihr Vater war Richter am Oberlandesgericht – vielmehr weil sie gegen Unrecht an Tieren vorgehen wollte, studierte sie sechs Semester lang Jura an der Universität Frankfurt.[2] Sie wechselte 1986 nach München zu den Fächern Geschichte und Literaturwissenschaft.[2] An ihrem Erstlingswerk Die schöne Helena begann sie bereits mit 16 Jahren zu schreiben und veröffentlichte es im Alter von 19 Jahren.[3]

Sie wurde sowohl mit Gesellschaftsromanen als auch mit psychologischen Spannungsromanen in englischer Erzähltradition bekannt. Die Titel Sturmzeit, Wilde Lupinen und Die Stunde der Erben sind eine Trilogie, die neben anderen Werken vom ZDF für das Fernsehen in dem Fünfteiler Sturmzeit verfilmt wurde. Der Roman Am Ende des Schweigens wurde 2004 in der Kategorie Belletristik für den Deutschen Bücherpreis nominiert, ihr 2000 erschienener Roman Die Rosenzüchterin führte mehrere Wochen die Spiegel-Bestsellerliste an. Die Gesamtauflage ihrer Romane liegt alleine in Deutschland bei über 28 Millionen (Stand: Oktober 2018).[4]

2014 erschien ihr Buch über die letzten Jahre ihrer an Krebs erkrankten Schwester Franziska, die sie während ihrer Krankheit begleitete.[5][6] Charlotte Link lebt zurzeit mit ihrem Lebensgefährten in Wiesbaden. Als aktive Tierschützerin engagiert sie sich für PETA und für Straßenhunde in der Türkei und in Spanien. Sie gibt zudem Sprachkurse für Flüchtlinge.[7]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2007 erhielt Charlotte Link für ihr literarisches Werk die Goldene Feder.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Romane:

Sturmzeit-Trilogie:

  • Sturmzeit, 1989
  • Wilde Lupinen, 1992
  • Die Stunde der Erben, 1994

Autobiographisch:

Jugendbuchreihe Reiterhof Eulenburg:

  • Die geheimnisvolle Spionin, 1990 / neu herausgegeben als: Mitternachtspicknick, 2010
  • Die Diamanten der schönen Johanna, 1990 / neu herausgegeben als: Diamantenraub, 2010
  • In der Falle der Tiermafia, 1990 / neu herausgegeben als: Gefährlicher Sommer, 2010
  • Schnee aus heiterem Himmel, 1991 / neu herausgegeben als: Mondscheingeflüster, 2010

Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Olaf Kutzmutz (Hrsg.): Bestseller. Das Beispiel Charlotte Link. Bundesakademie für Kulturelle Bildung, Wolfenbüttel 2010, ISBN 978-3-929622-46-1.

Verfilmungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titel Produktionsjahr Erstausstrahlung Sender Anmerkung
01 Die Sünde der Engel 1999 5. Juni 1999 ZDF 1. Folge
der Charlotte-Link-TV-Reihe
02 Sturmzeit – Teil 1 1999 13. Dezember 1999 ZDF Miniserie in 5 Teilen
03 Sturmzeit – Teil 2 1999 15. Dezember 1999 ZDF Miniserie in 5 Teilen
04 Sturmzeit – Teil 3 1999 17. Dezember 1999 ZDF Miniserie in 5 Teilen
05 Sturmzeit – Teil 4 1999 19. Dezember 1999 ZDF Miniserie in 5 Teilen
06 Sturmzeit – Teil 5 1999 20. Dezember 1999 ZDF Miniserie in 5 Teilen
07 Das Haus der Schwestern 2001 10. März 2002 ZDF 2. Folge
der Charlotte-Link-TV-Reihe
08 Der Verehrer 2001 17. März 2002 ZDF 3. Folge
der Charlotte-Link-TV-Reihe
09 Der Vater meines Sohnes 2003 4. April 2004 ZDF 4. Folge
der Charlotte-Link-TV-Reihe
10 Das verräterische Collier 2004 18. April 2004 ZDF 5. Folge
der Charlotte-Link-TV-Reihe
11 Die Rosenzüchterin – Teil 1 2003 7. November 2004 ZDF 6. Folge
der Charlotte-Link-TV-Reihe
12 Die Rosenzüchterin – Teil 2 2003 8. November 2004 ZDF 7. Folge
der Charlotte-Link-TV-Reihe
13 Die Täuschung 2005 16. April 2006 ZDF 8. Folge
der Charlotte-Link-TV-Reihe
14 Am Ende des Schweigens 2006 26. Dezember 2006 ZDF 9. Folge
der Charlotte-Link-TV-Reihe
15 Der fremde Gast 2006 8. April 2007 ZDF 10. Folge
der Charlotte-Link-TV-Reihe
16 Das Echo der Schuld – Teil 1 2008 12. April 2009 ZDF Fernsehfilm in 2 Teilen
17 Das Echo der Schuld – Teil 2 2008 13. April 2009 ZDF Fernsehfilm in 2 Teilen
18 Das andere Kind – Teil 1 2012 2. Januar 2013 ARD Fernsehfilm in 2 Teilen
19 Das andere Kind – Teil 2 2012 3. Januar 2013 ARD Fernsehfilm in 2 Teilen
20 Der Beobachter 2015 5. Dezember 2015 ARD 11. Folge
der Charlotte-Link-TV-Reihe
21 Die letzte Spur 2016 5. Januar 2017 ARD 12. Folge
der Charlotte-Link-TV-Reihe
22 Die Betrogene 2017 4. Januar 2018 ARD 13. Folge
der Charlotte-Link-TV-Reihe

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.radiobremen.de/bremenzwei/veranstaltungen/literatur_vor_ort/charlotte-link110.html
  2. a b Renate Wolff: Ein Kind schreibt sich erwachsen (Serie: Die Königinnen der Romanze). In: Bunte, ?/1987, S. 96–101.
  3. Interview (Memento des Originals vom 22. Oktober 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.krimi-forum.de mit Krimi Forum, Oktober 2006
  4. https://www.radiobremen.de/bremenzwei/veranstaltungen/literatur_vor_ort/charlotte-link110.html
  5. Sei doch einfach froh, dass Du atmen kannst. Interview mit Kerstin Rottman; Die Welt, 11. September 2014 (abgerufen am 28. September 2014)
  6. Was bedeutet der Tod Ihrer Schwester für Ihr Schreiben? Charlotte Link im Gespräch mit Katrin Heise; Deutschlandradio Kultur, Beitrag vom 3. September 2014 (abgerufen am 28. September 2014)
  7. Aussage in der Sendung Markus Lanz im Oktober 2018.