Chiune Sugihara

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Chiune Sugihara

Chiune Sugihara (jap. 杉原 千畝, Sugihara Chiune, * 1. Januar 1900 in Kōzuchi, Landkreis Mugi (heute: Mino), Präfektur Gifu; † 31. Juli 1986 in Kamakura[1]) war ein japanischer Diplomat, der als Konsul des japanischen Kaiserreiches in Litauen während des Zweiten Weltkrieges ca. 6000 Juden rettete. Er wurde als „Japanischer Schindler“ bekannt.[2]

Geburtsort strittig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die japanische Stadt Yaotsu behauptet, dass sie der Geburtsort von Chiune Sugihara sei und nicht Kōzuchi, Landkreis Mugi (heute: Mino), Präfektur Gifu. Japan hat 2015 bei der Unesco beantragt, dass an die 250 Originaldokumente aus seiner Tätigkeit, die das Überleben tausender Juden vor dem Holocaust ermöglichten, als Weltdokumentenerbe durch die UNESCO anerkannt werden (was 2017 erfolgen sollte, aber letztlich 2018 wegen zumindest teilweise verfälschter Dokumente abgelehnt wurde[3]). Darunter befinden sich zahlreiche durch Chiune ausgestellte Visadokumente. An der Echtheit einzelner handschriftlicher Dokumente Sugiharas wurden Zweifel angemeldet. Der Streit soll von der Unesco geklärt werden.[4]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chiune Sugiharas Geburtsregister, das seinen Geburtsort als Kōzuchi, Landkreis Mugi anzeigt.

Chiune Sugihara wurde in Kōzuchi (heute Mino) in der Präfektur Gifu geboren. Sein Vater Sugihara Yoshimizu gehörte zur Mittelklasse, seine Mutter Sugihara Yatsu stammte aus einer Samurai-Familie. Er war der zweite Sohn neben vier Brüdern und einer Schwester.

Erziehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1912 schloss er die Furuwatari-Grundschule (heute: Heiwa-Grundschule Nagoya) mit höchsten Auszeichnungen ab und begann an der 5. Präfekturmittelschule (heute: Zuiryō-Oberschule) in Nagoya zu lernen. Sein Vater wünschte, dass er wie er selbst Arzt werden sollte, aber er bestand die Aufnahmeprüfung absichtlich nicht, indem er nur seinen Namen auf das Papier schrieb. Stattdessen trat er 1918 in die renommierte Waseda-Universität ein und wählte Englische Literatur als Hauptstudienfach. 1919 bestand er die Aufnahmeprüfung des Außenministeriums. Das japanische Außenministerium stellte ihn an und schickte ihn nach Harbin in der Republik China, wo er auch die russische und deutsche Sprache lernte und später ein Experte für russische Angelegenheiten wurde.

Mandschurisches Auslandsbüro[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Sugihara im mandschurischen Auslandsbüro arbeitete, nahm er an den Verhandlungen mit der Sowjetunion über die Nordmandschurische Eisenbahn teil. Er verließ seinen Posten als stellvertretender Außenminister im japanischen Marionettenstaat Mandschukuo aus Protest über japanische Misshandlungen der örtlichen chinesischen Bevölkerung. In Harbin heiratete er mit 24 Jahren Klaudia Semjonowa Apollonow (russisch Клавдия Семёновна Аполлоновая), Tochter eines weißrussischen Offiziers, und trat zum griechisch-orthodoxen Glauben über. 1935 ließ er sich vor seiner Rückkehr nach Japan scheiden.[5] In Japan heiratete er Kikuchi Yukiko, die mit der Heirat Yukiko Sugihara (杉原 幸子, Sugihara Yukiko) wurde. Sugihara Chiune diente auch in der Informationsabteilung des Außenministeriums und für die japanische Gesandtschaft in Helsinki, Finnland. 1939 wurde er Vizekonsul des japanischen Konsulates in Kaunas in Litauen. Seine zweite Aufgabe war die Berichterstattung über sowjetische und deutsche Truppenbewegungen, während der er mit polnischen Geheimdiensten im Rahmen einer größeren japanisch-polnischen Zusammenarbeit kooperierte.[6]

Litauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ehemalige japanische Konsulat in Kaunas
Transitvisum nach Japan für Susan Bluman, durch Sugihara ausgestellt

Als die Sowjetunion 1940 infolge des Hitler-Stalin-Pakts Litauen besetzte, versuchten viele dort lebende jüdische Flüchtlinge aus Polen, Ausreisevisa zu bekommen. Ohne Visum war die Reise gefährlich, aber es war schier unmöglich, Länder zu finden, die diese ausstellten. Hunderte Flüchtlinge kamen in das japanische Konsulat, um Visa nach Japan zu bekommen. Der niederländische Konsul Jan Zwartendijk hatte einige von ihnen mit Papieren für das offizielle Zielland Curaçao, eine karibische Insel, die kein Einreisevisum forderte, oder für Niederländisch-Guayana (heute Suriname) versehen. Zu dieser Zeit verfolgte die japanische Regierung offiziell eine Neutralitätspolitik gegenüber den Juden. Allerdings forderte sie, dass Visa nach Durchlaufen der Immigrationsformalitäten nur an Personen mit ausreichenden Mitteln erteilt werden sollten. Die meisten Flüchtlinge erfüllten diese Kriterien nicht. Sugihara konsultierte pflichtgemäß drei Mal das japanische Außenministerium bezüglich Instruktionen. Jedes Mal antwortete das Ministerium, dass ausnahmslos jeder, der ein Visum bekommen sollte, ein Visum eines Drittlandes zur Ausreise nach Japan besitzen müsse.

Am 29. Juli 1940 begann Sugihara nach Konsultation mit seiner Frau, in Eigeninitiative Visa auszugeben. Dabei ignorierte er viele Male die Vergabevoraussetzungen und versorgte die Juden – unter Bruch der ihm gegebenen Anweisungen – mit einem 10 Tage gültigen Transitvisum für Japan. In Hinblick auf seinen Posten und die Kultur im japanischen Außendienst war dies eine außergewöhnliche Aktion ohne Präzedenzfall.

Er trug dem stellvertretenden Volkskommissar für Auswärtige Beziehungen, Wladimir Dekanosow, der als Beauftragter der Moskauer Parteiführung für die Sowjetisierung Litauens zuständig war, den Plan vor, die jüdischen Antragsteller mit der Transsibirischen Eisenbahn bis an die Pazifikküste zu schicken und von dort nach Japan ausreisen zu lassen. Stalin und Volkskommissar Molotow genehmigten den Plan; am 12. Dezember 1940 fasste das Politbüro einen entsprechenden Beschluss, der sich zunächst auf 1991 Personen erstreckte. Nach den sowjetischen Akten reisten bis August 1941 rund 3500 Menschen von Litauen über Sibirien aus.[7] Das für Ausländer zuständige staatliche Reisebüro Intourist verlangte fünfmal höhere Preise als üblich für die Fahrkarten, insgesamt beliefen sich die Einnahmen für die sowjetische Seite auf rund 1.000.000 Rubel (180.000 US-Dollar). Auf diese Weise konnten nur Personen mit den entsprechenden Mitteln ausreisen.[8]

Sugihara stellte weiter handgeschriebene Visa aus (angeblich verbrachte er täglich 18–20 Stunden damit) und erstellte täglich die Menge Visa, die sonst in einem Monat üblich war. Am 4. September musste er seinen Posten verlassen, da das Konsulat geschlossen wurde. Zu dieser Zeit hatte er bereits Tausende von Visa an Juden vergeben, viele davon an Familienoberhäupter, die die gesamte Familie mitnehmen konnten. Zeugen sagten aus, dass er noch im Zug Visa ausstellte und sie aus dem Zugfenster warf, während der Zug bereits den Bahnhof Kaunas Richtung Berlin verließ.

Die Anzahl der erstellten Visa ist umstritten und reicht von 2.139 bis 10.000, wahrscheinlich ist eher der untere Bereich, obwohl auch Familienvisa für mehrere Personen ausgegeben wurden, die für die höheren Zahlen eine Erklärung liefern können. Allerdings produzierten polnische Widerstandsgruppen auch gefälschte Visa. Eine Gruppe von 30 Personen „Jakub Goldberg“ kam an einem Tag in Tsuruga an, von wo aus sie nach Nachodka zurückgeschickt wurden.

Viele Flüchtlinge nutzten ihre Visa, um durch die Sowjetunion nach Kōbe in Japan zu reisen, wo es eine russisch-jüdische Gemeinde gab. Von hier reisten etwa 1000 an andere Zielorte, wie die USA und das britische Mandatsgebiet in Palästina. Der Rest musste in Japan bleiben, bis sie in das von den Japanern besetzte Shanghai, wo es auch eine große jüdische Flüchtlingsgemeinde gab, deportiert wurden. Hier blieben sie bis zur Kapitulation Japans (September 1945). 20.000 Juden lebten damals im Ghetto von Shanghai, davon viele, die mit Hilfe von Sugihara und Zwartendijk überlebt hatten.

Trotz deutschen Drucks auf die japanische Regierung, die jüdischen Flüchtlinge entweder auszuliefern oder zu töten, schützte die Regierung die Gruppe. Warum dies so war, ist strittig:

  • Es sei die Gegenleistung gewesen für einen Kredit über 196 Millionen Dollar eines jüdischen Bankiers aus New York, Jacob Schiff, an Japan. Diese Mittel hätten beim Sieg im Russisch-Japanischen Krieg von 1905 geholfen.[9]
  • Einige japanische Führer hätten antisemitische Traktate gelesen, die den Juden Reichtum und Macht zuschrieben, Züge, die dem japanischen Kaiserreich wünschenswert erschienen. Diese Erwägungen waren Teil des sogenannten Fugu-Planes, der allerdings nie offiziell von Japan umgesetzt wurde.

Rücktritt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das japanische Außenministerium benötigte Sugiharas Sprach- und Organisationstalente weiter und beschloss, Disziplinarmaßnahmen gegen ihn aufzuschieben, bis er nicht länger benötigt würde. Sugihara diente als Generalkonsul in Prag in der Tschechoslowakei, 1941 in Königsberg und der Gesandtschaft in Bukarest. Als Truppen der Roten Armee in Rumänien einmarschierten, wurden Sugihara und seine Familie 18 Monate in einem Kriegsgefangenenlager interniert. 1946 wurden sie entlassen und kehrten über die Transsibirische Eisenbahn und den Hafen Nachodka nach Japan zurück.

1947 bat ihn das japanische Außenministerium zurückzutreten, nominell wegen eines gewünschten Personalabbaus der Behörde, vielleicht aber auch wegen seiner Aktionen in Litauen. Einige Quellen geben an, das Außenministerium habe gegenüber Sugihara gesagt, er werde wegen „dieses Vorfalles in Litauen“ entlassen.

Im Oktober 1991 teilte das Ministerium Sugiharas Familie mit, dass sein Rücktritt Teil einer Neustrukturierung des Personals kurz nach Kriegsende gewesen sei. Das Außenministerium gab am 24. März 2006 ein Positionspapier heraus, wonach es keine Beweise dafür gebe, dass das Ministerium disziplinarisch gegen Sugihara vorgegangen sei. Das Ministerium sagte, dass Sugihara einer von vielen Diplomaten gewesen sei, die freiwillig zurücktraten, dass jedoch die individuellen Gründe für seinen Rücktritt „schwierig zu bestätigen“ seien. Das Ministerium lobte Sugiharas Verhalten als „mutige und humanitäre Entscheidung“.

Späteres Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sugihara verlegte seinen Wohnsitz nach Fujisawa in der Präfektur Kanagawa. Er begann, für eine Exportfirma als Generalmanager für den US-Militärpostdienst zu arbeiten. Später lebte er zwei Jahrzehnte in der Sowjetunion.

Im Jahr 1968 machte Jehoshua Nishri, Wirtschaftsattaché der Israelischen Botschaft in Tokio und einer der dank Sugihara Überlebenden, ihn ausfindig und nahm Kontakt zu ihm auf. 1969 besuchte Sugihara Israel und wurde von der Israelischen Regierung empfangen. Sugihara-Überlebende begannen Lobbyarbeit, damit er als Gerechter unter den Völkern geehrt werden möge, was schließlich 1984 gelang.

1985, 45 Jahre nach der sowjetischen Invasion in Litauen, wurde er gefragt, warum er so gehandelt habe. Sugihara nannte zwei Gründe: dass diese Flüchtlinge menschliche Wesen gewesen seien und dass sie einfach Hilfe brauchten.

Chiune Sugihara starb am 31. Juli 1986.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Jahre 1984 ehrte die israelische Holocaustgedenkstätte Yad Vashem Sugihara als Gerechten unter den Völkern. Sugihara war zu krank, um nach Israel zu reisen; seine Frau und seine Tochter nahmen die Ehrung für ihn entgegen.[10]
  • Die Sugihara-Straßen in Netanja, Israel, Kaunas und Vilnius (Litauen) sowie der Asteroid (25893) Sugihara sind nach ihm benannt.
  • Die Chiune-Sugihara-Gedenkstätte in seinem (umstrittenen[11]) Geburtsort Yaotsu wurde von Einwohnern der Stadt zu seinen Ehren errichtet.
  • Seit 2018 zeigt ihn in Nagoya eine Bronzestatue, Visa an eine Flüchtlingsfamilie aushändigend.[12]
  • 2019 wurde Sugihara zum Jahrestag des Beginns der Visa-Ausstellung von der Suchmaschine Google mit einem Doodle in Form eines Reisepasses geehrt.[13]

Aliasse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sugihara ist auch als Sempo Sugiwara oder Chiune Sempo Sugihara bekannt. Sugiwara Sempo war ein Pseudonym, das er nutzte, als er von 1960 bis 1975 in der Sowjetunion arbeitete, um zu vermeiden, dass die sowjetischen Behörden ihn als den Diplomaten identifizierten, der sie 1932 an der Nase herumgeführt und außerdem einen guten Deal für Japan abgeschlossen hatte, als Japan die Nordmandschurische Eisenbahn kaufte. Sempo ist eigentlich kein anderer Name, sondern nur eine andere Lesart, nämlich die On-Lesung von Kanji 千畝 statt der Kun-Lesung Chiune. Ähnlich ist Sugiwara eine alternative Aussprache seines Familiennamen 杉原. Sempo war daher nicht sein „Zwischenname“.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Yukiko Sugihara: Visas for Life. Edu-Comm Plus, San Francisco 1995, ISBN 0-9649674-0-5 (Übersetzung ins Englische von Rokusennin no Inochi no Visa. 1990).
  • Yutaka Taniuchi: The miraculous visas -- Chiune Sugihara and the story of the 6000 Jews. Gefen Books, New York 2001, ISBN 978-4-89798-565-7.
  • Seishiro Sugihara, Norman Hu, Chiune Sugihara and Japan's Foreign Ministry: Between Incompetence and Culpability. University Press of America, 2001, ISBN 978-0-7618-1971-4.
  • Amleto Vespa: Secret Agent of Japan : A Handbook to Japanese Imperialism. Victor Gollancz, London 1938.
  • Herman Dicker: Wanderers and Settlers in the Far East. Twayne Publishers, New York 1962.
  • Abraham Kotsuji: From Tokyo to Jerusalem. Torath HaAdam Institute, 1975.
  • David Kranzler: Japanese, Nazis and Jews. Ktav Publishing House, Hoboken, NJ 1976.
  • John J. Stephan: The Russian Fascists. Tragedy and Farce in Exile, 1925–1945. Hamish Hamilton, London 1978.
  • Beth Hatefutsoth: Passage Through China: The Jewish Communities of Harbin, Tientsin and Shanghai. The Nahum Goldmann Museum of the Jewish Diaspora, Tel Aviv 1986.
  • Samuil Manski: With God's Help. Northwestern University, 1990.
  • Solly Ganor: Light One Candle. A Survivor’s Tale from Lithuania to Jerusalem. Kodansha International, New York 1995.
  • Eric Saul: Visas for Life : The Remarkable Story of Chiune & Yukiko Sugihara and the Rescue of Thousands of Jews. Holocaust Oral History Project, San Francisco 1995.
  • George Passelecq, Bernard Suchecky: L'Encyclique cachée de Pie XI. Une occasion manquée de l'Eglise face à l'antisémitisme. La Découverte, Paris 1995.
  • David S. Wyman (Hrsg.): The World reacts to the Holocaust. Johns Hopkins University Press, Baltimore/London 1996.
  • Yaacov Liberman: My China: Jewish Life in the Orient 1900–1950. Gefen Books, Jerusalem 1998.
  • Pamela Rotner Sakamoto: Japanese Diplomats and Jewish Refugees. Praeger Publishers, Westport, CT 1998.
  • John Cornwell: Hitler's Pope. The Secret History of Pius XII. Viking, New York 1999.
  • Alison Leslie Gold: A Special Fate. Chiune Sugihara. Scholastic, New York 2000.
  • Astrid Freyeisen: Shanghai und die Politik des Dritten Reiches. Königshausen & Neumann, Würzburg 2000.
  • Dom Lee, Ken Mochizuki: Passage to Freedom. The Sugihara Story. Lee & Low Books, New York 2003.
  • David Alvarez, Robert A. Graham: Nothing sacred. Nazi Espionage against the Vatican 1939–1945. Frank Cass, London 2003.
  • Vincas Bartusevičius, Joachim Tauber, Wolfram Wette: Holocaust in Litauen. Krieg, Judenmorde und Kollaboration im Jahre 1941. Böhlau, Wien 2003.
  • Alvydas Nikzentaitis: The Vanished World of Lithuanian Jews. Editions Rodopi, Amsterdam 2004.
  • Carl L. Steinhouse: Righteous and Courageous. AuthorHouse, Bloomington, Indiana 2004.
  • Samuel Iwry: To Wear the Dust of War: From Bialystok to Shanghai to the Promised Land. An Oral History. Palgrave Macmillan, London 2004.
  • Tessa Stirling, Daria Nałęcz, Tadeusz Dubicki: Intelligence Co-operation between Poland and Great Britain during World War II. Vol. 1. Vallentine Mitchell, London 2005.
  • Walter Schellenberg: The Memoirs of Hitler's Spymaster. André Deutsch, London 2006.
  • Mordecai Paldiel: Diplomat heros of the Holocaust. KTAV Publishing House, New York 2007.
  • Alfred Erich Senn: Lithuania 1940 : Revolution from above. Editions Rodopi, Amsterdam 2007.
  • Martin Kaneko: Die Judenpolitik der japanischen Kriegsregierung. Metropol, Berlin 2008.
  • Reinhard R. Deorries: Hitler’s Intelligence Chief: Walter Schellenberg. Enigma Books, New York 2009.
  • Michaël Prazan: Einsatzgruppen. Ed. du Seuil, Paris 2010.
  • Miriam Bistrović: Antisemitismus und Philosemitismus in Japan. Klartext, Essen 2011.
  • J.W.M. Chapman: The Polish Connection: Japan, Poland and the Axis Alliance. Proceedings of the British Association for Japanese Studies. V. 2. 1977.
  • Dina Porat: The Holocaust in Lithuania: Some Unique Aspects. In: David Cesarani (Hrsg.): The Final Solution: Origins and Implementation. Routledge, London 1994, S. 159–175.
  • J. W. M. Chapman' Japan in Poland's Secret Neighbourhood War. In: Japan Forum. No.2, 1995.
  • Ewa Pałasz-Rutkowska, Andrzej T. Romer: Polish-Japanese co-operation during World War II. In: Japan Forum. No.7, 1995.
  • Sabine Breuillard: L’Affaire Kaspé revisitée. In: Revues des études slaves. Vol.73, 2001, S. 337–372.
  • Gerhard Krebs: Die Juden und der Ferne Osten (Memento vom 5. November 2005 im Internet Archive) (PDF; 176 kB), NOAG 175-176, 2004.
  • Gerhard Krebs: The Jewish Problem in Japanese-German Relations 1933–1945. In: Bruce Reynolds (Hrsg.): Japan in Fascist Era. New York 2004.
  • Jonathan Goldstein: The Case of Jan Zwartendijk in Lithuania, 1940. In: Deffry M. Diefendorf (Hrsg.): New Currents in Holocaust Research, Lessons and Legacies. Vol. VI. Northwestern University Press, 2004.
  • Hideko Mitsui: Longing for the Other: traitors’ cosmopolitanism. In: Social Anthropology. Vol 18, Issue 4, November 2010, European Association of Social Anthropologists.
  • George Johnstone: Japan’s Sugihara came to Jews’ rescue during WWII. In: Investor’s Business Daily. 8. Dezember 2011.

Filme und Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 6. August 2000 hatte der Dokumentarfilm Sugihara: Conspiracy of Kindness Premiere beim Hollywood Film Festival.
  • Am 11. Oktober 2005 sendete Yomiuri TV (Osaka) einen zweistündigen Film Nihon no Schindler: Sugihara Chiune Monogatari: Rokusen-nin no Inochi no Visa (日本のシンドラー杉原千畝物語 六千人の命のビザ, dt. „Japans Schindler: Die Geschichte über Chiune Sugihara: Visa des Lebens für 6000 Menschen“) über Sugihara, der auf dem Buch seiner Frau basierte.
  • Chris Donahue drehte 1997 einen Film über Sugihara mit dem Titel Visas and Virtue, der 1997 den Oscar für den „Best Live Action Short Film“ 1998 gewann.
  • Am 5. Dezember 2015 kam die Verfilmung von Sugiharas Leben Sugihara Chiune (international: Persona Non Grata) in Japan in die Kinos. Hauptdarsteller ist Toshiaki Karasawa.[15]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Chiune Sugihara – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. conVistaAlMar.com.ar: Sempo ”Chiune” Sugihara, Japanese Savior. In: The International Raoul Wallenberg Foundation. Abgerufen am 29. Juli 2019 (amerikanisches Englisch).
  2. The Japanese Man Who Saved 6,000 Jews With His Handwriting
  3. Chiune Sugihara – Japan’s ‘Schindler’: A genuine hero tangled in a web of myth
  4. 世界記憶遺産に申請、杉原千畝「命のビザ」手記に改竄疑惑 四男が語る. In: Weekly Shincho, 2. November 2016. Abgerufen am 29. Juni 2017. 
  5. Heinz Eberhard Maul, Japan und die Juden – Studie über die Judenpolitik des Kaiserreiches Japan während der Zeit des Nationalsozialismus 1933 - 1945, Dissertation Bonn 2000, S. 157. Digitalisat. Abgerufen am 18. Mai 2017.
  6. Dr. Ewa Palasz-Rutkowska (Memento des Originals vom 16. Juli 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tiu.ac.jp
  7. Gennadij Kostyrčenko: Tajnaja politika Stalina. Vlast' i antisemitizm. Novaja versija. Čast' I. Moskau 2015, S. 304–306.
  8. Il'ja Al'tman: Žertvy nenavisti: Cholokost v SSSR 1941-1945 gg. Moskau 2002, S. 300–302.
  9. Marvin Tokayer, Mary Swartz: The Fugu Plan: The Untold Story Of The Japanese And The Jews During World War II ISBN 965-229-329-6
  10. Chiune Sugihara auf der Yad Vashem Webseite (abgerufen am 18. November 2015)
  11. 世界記憶遺産に申請、杉原千畝「命のビザ」手記に改竄疑惑 四男が語る. In: Weekly Shincho, 2. November 2016. Abgerufen am 29. Juni 2017. 
  12. nytimes.com 15. Oktober 2018: The Japanese Man Who Saved 6,000 Jews With His Handwriting (Gastbeitrag von Rabbi David Wolpe nach einer Rede in Nagoya)
  13. Chiune Sugihara: Google ehrt 'Japanischen Schindler' mit einem Reisepass-Doodle (Entwürfe & Interview) - GWB. In: GoogleWatchBlog. 28. Juli 2019, abgerufen am 28. Juli 2019 (deutsch).
  14. 世界記憶遺産に申請、杉原千畝「命のビザ」手記に改竄疑惑 四男が語る. In: Weekly Shincho, 2. November 2016. Abgerufen am 29. Juni 2017. 
  15. Filminfo bei cbn news