Christian Ahlers

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Christian Ahlers (* 25. Juli 1974 in Bremen) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahlers wuchs im Bremer Stadtteil Neue Vahr Nord sowie im Taunus auf. 1998 zog er nach Berlin und studierte Schauspiel an der Universität der Künste. Erste Engagements führten ihn 2002 an das Berliner Maxim Gorki Theater, an die Berliner Schaubühne sowie 2002 bis 2005 an das Theater Osnabrück. 2012 bis 2015 spielte er im Stück Torquato Tasso im Theaterdiscounter in Berlin sowie im Theater Rampe in Stuttgart; laut Katrin Bettina Müller von der taz stattet Ahlers die Rolle des Herzogs Alphons mit „geschmeidige[m] und zugleich intellektuelle[m] Habitus“ aus und „schlüpft in die Sprache Goethes wie in einen eleganten und etwas snobistischen Handschuh“.[1]

Im Kino war Ahlers 2009 einer von sechs Hauptdarstellern im Grimmepreis-nominierten Filmdrama 66/67 – Fairplay war gestern (laut FAZ einem „der wenigen und wichtigen deutschen Generationenfilme der Gegenwart“[2]). Dietmar Kanthak von epd Film lobte Ahlers für seinen „starken Auftritt: [Christian Ahlers] als archetypisch korpulenter und bebrillter »Loser« Christian, komplettiert das Trio, indem er sich vom skurrilen Dicken zum Selbstmordkandidaten und Amokläufer wandelt“.

Er war im Kinofilm Der Baader Meinhof Komplex sowie im TV-Film Der Rücktritt über die Affäre Wulff von Nico Hofmann zu sehen, außerdem in Episodenhauptrollen von Die Stein, SOKO Köln oder Großstadtrevier sowie in einer Nebenrolle in Ritas Welt (S4E5, Frau Schumann). In der Spiegel-TV-Produktion Verschollen vor Spitzbergen für das ZDF verkörperte Ahlers den Polarforscher Herbert Schröder-Stranz.

Neben freien Theaterprojekten in Berlin produzierte Ahlers zahlreiche Hörspiele mit dem Schweizer Schriftsteller Michael Stauffer, trat in Werbespots sowie in Musikvideos z. B. der Band Naughty North auf.

Ahlers ist verheiratet und lebt in Berlin. Sein Großvater war der Bremer Gartenbaudirektor Erich Ahlers.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://taz.de/!270623/
  2. Tomasz Kurianowicz: Eintracht in Braunschweig. In: FAZ.net. 29. Januar 2011, abgerufen am 13. Oktober 2018.