Ostfrieslandkrimis

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Fernsehserie
Originaltitel Ostfrieslandkrimis
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Genre Kriminalfilm-Reihe
Erscheinungsjahre seit 2017
Länge 90 Minuten
Episoden 6+ (Liste)
Produktions-
unternehmen
Schiwago Film
Erstausstrahlung 1. Apr. 2017 auf ZDF
Besetzung

Ostfrieslandkrimis ist der Titel einer deutschen Kriminalfilmreihe, die auf Romanen von Klaus-Peter Wolf basiert und seit 2017 vom ZDF ausgestrahlt wird. Die Hauptrolle der Ann Kathrin Klaasen spielte in den ersten drei Folgen Christiane Paul, in der vierten bis sechsten Folge Julia Jentsch, die mit der sechsten Folge diese Reihe verließ. Ab der siebten Folge soll Picco von Groote die Hauptrolle der Ann Kathrin Klaasen übernehmen.[1]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Serie handelt vom beruflichen und privaten Leben der Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen, die in Norden lebt. Sie ermittelt an der ostfriesischen Küste unter der Leitung ihres Amtschefs Ubbo Heide zusammen mit ihren Kollegen Frank Weller, Rupert und Marion Wolter. Da der Polizeiberuf Ann zu sehr in Anspruch nimmt, kommt es zu Beginn der Serie zu einem Zerwürfnis mit ihrem Mann Hero, der mit dem gemeinsamen Sohn Eike zu seiner neuen Liebe Susanne Mönninghoff zieht. In der Folgezeit enttäuscht Ann ihren Sohn aufgrund ihrer Arbeit immer wieder durch versäumte Treffen, so dass es auch hier zu einem gespannten Verhältnis kommt. Ann kommt nun ihrem Kollegen Frank Weller näher und beginnt schließlich ein Verhältnis mit ihm. Ihr Nachbar Peter Grendel unterstützt sie handwerklich, bisweilen auch moralisch, und ist oft zur rechten Zeit als helfende Hand zur Stelle.

Anns Vater, ebenfalls Polizist, wurde bei einem Einsatz von einem der Täter ums Leben gebracht. Die Umstände blieben lange Zeit ungeklärt. Daher hat Ann zu Hause eine Gedenkstätte errichtet, an der sie sämtliche Unterlagen und ihre Erkenntnisse zu dem Fall aufgehängt hat. Dort verbringt sie immer wieder Zeit, weil sie hofft, den Fall aufklären zu können. Ihr Vater erscheint ihr bisweilen in Visionen. Dann diskutiert sie mit ihm wie selbstverständlich ihre Fälle und ihr Leben. Nach fast 15 Jahren stößt Ann dann endlich auf die Lösung, sodass sie dieses Kapitel ihrer Vergangenheit schließen kann.

Weitere Visionen hat sie, wenn sie sich in vergangene, teils prekäre Situationen von Opfern und Tätern begibt und dann dasselbe fühlt wie diese. Sie kann ihre daraus resultierenden Polizeimaßnahmen dann nicht vor Anderen rechtfertigen, was sie in unangenehme Situationen bis zur zeitweisen Suspendierung vom Dienst bringt. Sehr zum Ärger ihres Kollegen Rupert hält ihr Amtschef Ubbo Heide bisweilen auch zwiegespalten seine Hand über ihre unkonventionellen Maßnahmen, weil er weiß, dass Ann damit erfolgreich ist.

Episodenliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Original­titel Erstaus­strahlung Regie Drehbuch Zuschauer
1 Ostfriesenkiller 1. Apr. 2017 Sven Bohse Florian Schumacher 7,58 Mio. (25,2 % MA)[2]
2 Ostfriesenblut 29. Dez. 2018 Rick Ostermann Nils-Morten Osburg 6,48 Mio. (20,9 % MA)[3]
3 Ostfriesensünde 2. Feb. 2019 Rick Ostermann Florian Schumacher 7,24 Mio. (23,7 % MA)[4]
4 Ostfriesengrab 15. Feb. 2020 Stefan A. Lukacs Nils-Morten Osburg 5,89 Mio. (20,5 % MA)[5]
5 Ostfriesenangst 20. März 2021 Hannu Salonen Christian Limmer 7,46 Mio. (22,7 % MA)[6]
6 Ostfriesensühne 2. Apr. 2022 Sebastian Ko Florian Schumacher 6,80 Mio. (23,2 % MA)[7]
7 Ostfriesenmoor[1] Jul. Marcus O. Rosenmüller Christian Limmer  
8 Ostfriesenfeuer[1] Jul. Marcus O. Rosenmüller Marija Erceg  
9 Ostfriesenwut[8]  

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vorwiegend in der Nordsee-Küstenstadt Norden handelnde und gedrehte Krimiserie wird im Rahmen des ZDF-Samstagskrimis ausgestrahlt. Der Autor Klaus-Peter Wolf der zugrunde liegenden Romanreihe lebt ebenso dort. Er hat, zumeist mit seiner Frau, in jeder Serienepisode einen Cameoauftritt. Als Eingang des Büros von Ann wird die Norder Polizeiwache am Marktplatz gezeigt. Als Eingang der Kriminalpolizeizentrale in Aurich dient nicht die dort befindliche Polizeiinspektion, sondern der Hintereingang des Rathauses aus der Fußgängerzone. Immer wieder werden zwischen den Handlungen typische Landschaftsaufnahmen der Nordseeküste und ihrer Tierwelt eingestreut. Insgesamt vermittelt die Serie einen düsteren Eindruck.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tilmann P. Gangloff wertete auf tittelbach.tv: „Das ZDF fügt seiner Vielzahl von Krimireihen, die auf Romanvorlagen beruhen, mit diesen Romanadaptionen von Klaus-Peter Wolf eine weitere hinzu.“ „Hintergrund für diese literarische Vorliebe ist nicht zuletzt die ausführliche Gestaltung der Hauptfiguren, die im Gegensatz zu den allermeisten Drehbuchprotagonisten das Ergebnis eines oft jahrelangen Reifeprozesses sind.“ Die Reihe hebe „sich von den beiden anderen Nordseekrimis des ZDF, ‚Nord Nord Mord‘ und ‚Friesland‘, ohnehin durch die völlige Abwesenheit komödiantischer Momente ab.“[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d ZDF Presse und Information: Drehstart für Krimis "Ostfriesenmoor" und "Ostfriesenfeuer". ZDF Presseportal, 18. Oktober 2021, abgerufen am 26. März 2022.
  2. Daniel Sallhoff: Primetime-Check: Samstag, 1. April 2017. Quotenmeter.de, 2. April 2017, abgerufen am 26. März 2022.
  3. Niklas Spitz: Primetime-Check: Samstag, 29. Dezember 2018. Quotenmeter.de, 30. Dezember 2018, abgerufen am 26. März 2022.
  4. Daniel Sallhoff: Primetime-Check: Samstag, 2. Februar 2019. Quotenmeter.de, 3. Februar 2019, abgerufen am 26. März 2022.
  5. Niklas Spitz: Primetime-Check: Samstag, 15. Februar 2020. Quotenmeter.de, 16. Februar 2020, abgerufen am 16. Februar 2020.
  6. Felix Maier: Primetime-Check: Samstag, 20. März 2021. Quotenmeter.de, 21. März 2021, abgerufen am 26. März 2022.
  7. Felix Maier: Primetime-Check Samstag, 02. April 2022. In: Quotenmeter.de. 3. April 2022, abgerufen am 3. April 2022.
  8. http://web.archive.org/web/20220524063125/https://epaper.ostfriesischer-kurier.de/?issueid=1697&pageno=1
  9. Tilmann P. Gangloff: Christiane Paul, Sven Bohse, Henner Besuch. Die dunkle Seite der Nordsee bei tittelbach.tv, abgerufen am 3. Januar 2020.