Ritas Welt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Seriendaten
Originaltitel Ritas Welt
RitasWelt.svg
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Jahr(e) 1999–2003
Länge 25 Minuten
Episoden 68 in 5 Staffeln
Genre Comedy
Produktion Ulli Baumann
Idee Die SchreibWaisen
Erstausstrahlung 17. September 1999 auf RTL
Episodenliste

Ritas Welt ist eine deutsche Comedyserie von fünf Staffeln (insgesamt 68 Episoden), die von 1998 bis 2003 von Columbia TriStar (später Sony Pictures) für den Fernsehsender RTL produziert wurde.

Handlung[Bearbeiten]

Trispa-Logo

Die Kassiererin Rita Kruse arbeitet gemeinsam mit ihrer Freundin Gisela „Gisi“ Wiemers, dem Metzger Berni Stemmer und dem Azubi Kevin Bongartz (Staffel 1–3) bzw. Philip „Didi“ Mertens (ab Staffel 3) in einer Filiale der fiktiven Marktkette Trispa in Köln-Nippes, die in den ersten Folgen noch „Frispa“ hieß. Da der Name aber von einer realen Firma geschützt worden war, erfolgte die Umbenennung.[1] Ihr einziger Dorn im Auge: Filialleiter Achim Schuhmann, ein übergenauer, geradezu pedantischer Mann, der trotz eigener Probleme mit seiner Frau immer wieder gern auf Konfrontation geht und mit allerlei Vorschriften und Paragraphen nicht nur Rita den letzten Nerv raubt.

Privat hat Rita vor allem mit ihrem Mann und den zwei Kindern zu kämpfen: Motorradladen-Besitzer Horst Kruse ist ebenso launisch wie herzensgut; Tochter Sandra, die später zu einem Auslandsaufenthalt in die USA aufbricht, versucht immer wieder, sich über ihre Mutter hinwegzusetzen, und Nesthäkchen Markus steckt mitten in der Pubertät.

Ursprünglich sollte Hella von Sinnen die Rolle der Rita Kruse übernehmen, allerdings lehnte sie das Angebot ab, da sie keine heterosexuelle Frau verkörpern wollte.[2]

Produktion[Bearbeiten]

Der Drehort für die Filiale befand sich in der Landmannstraße 20 in Köln-Ehrenfeld. In dem Ladenlokal wurde zum damaligen Zeitpunkt ein REWE-Nahkauf betrieben.

Im Buch Ein Schnupfen hätte auch gereicht beschreibt Gaby Köster, wie die Dreharbeiten abgelaufen sind. Hier übt sie auch Kritik an den Gegebenheiten der einzelnen Drehs. Es wurden z.B. längst verdorbene Lebensmittel als Dekoration weiter verwendet und sorgten dadurch für Krankheitsfälle bei den Beteiligten.

RTL wollte auch nach dem Ende der fünften Staffel die Fernsehserie weiterhin produzieren, da auch die Wiederholung bereits ausgestrahlter Episoden hohe Einschaltquoten erzielte, jedoch lehnte Gaby Köster das Angebot des Senders ab, da sie nach eigener Aussage keine Motivation für eine weitere Produktion mehr hatte.[2]

Rezeption[Bearbeiten]

Ritas Welt erhielt mehrere Preise, darunter im Jahr 2000 den Deutschen Fernsehpreis als Beste Serie, den Deutschen Comedypreis als Beste Sitcom und den Adolf-Grimme-Preis in der Kategorie Unterhaltung.[3]

Beim deutschen Publikum kam die Serie ebenfalls gut an und erreichte Zuschauerzahlen von teilweise mehr als 7 Millionen. Laut kressreport war Ritas Welt in der Fernsehsaison 2002/2003 in der Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen die dritterfolgreichste Sendung.[4] Die letzte Staffel erwies sich als weniger erfolgreich und erreichte nur mit der ersten Folge mehr als 5 Millionen Zuschauer.[5]

Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier lobten in ihrem Werk „Das Fernsehlexikon – Alles über 7000 Sendungen von Ally McBeal bis zur ZDF-Hitparade.“, die Qualität der produzierten Sendung

Ritas Welt gelang das Kunststück, sowohl beim breiteren Publikum anzukommen als auch vor der Kritik zu bestehen. Gemeinsam mit Nikola stand die Serie für die hochwertige deutsche Sitcom.“

Das Fernsehlexikon[2]

Hauptdarsteller[Bearbeiten]

Sortiert nach dem Einstieg.

Schauspieler Rollenname Episoden Zeitraum
Gaby Köster Rita Kruse 1–68 1999–2003
Franziska Traub Gisela „Gisi“ Wiemers 1–68 1999–2003
Lutz Herkenrath Achim Schumann 1–68 1999–2003
Frank Vockroth Horst Kruse 1–68 1999–2003
Marius Theobald Markus Kruse 1–68 1999–2003
Georg Alfred Wittner Bernd „Bernie“ Stemmer 1–68 1999–2003
Kevin Lorenz Kevin Bongartz 1–32 1999–2001
Jasmin Schwiers Sandra Kruse #1 1–29 1999–2001
Matthias Komm „Matze“ 13–68 1999–2003
Dustin Semmelrogge Philip „Didi“ Mertens 35–68 2001–2003
Marie-Helen Dehorn Sandra Kruse #2 39–40 2001

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Serienlexikon "Ritas Welt", aufgerufen am 13. Januar 2011
  2. a b c  Michael Reufsteck, Stefan Niggemeier: Das Fernsehlexikon. Alles über 7000 Sendungen von Ally McBeal bis zur ZDF Hitparade. Goldmann, München 2005, ISBN 3-442-30124-6, S. 993.
  3. Eintrag auf der Seite der Produktionsfirma Sony Pictures, aufgerufen am 21. Mai 2008
  4. Pressemitteilung des kressreports bei presseportal.de, abgerufen am 21. Mai 2008
  5. "Mein Leben und ich" und "Ritas Welt" starten erfolgreich. In: Quotenmeter.de. 13. September 2003, abgerufen am 22. Juli 2012.