Christian Brand (Fußballspieler)

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Christian Brand
Spielerinformationen
Voller Name Christian Brand
Geburtstag 23. Mai 1972
Geburtsort QuakenbrückDeutschland
Größe 174 cm
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
BV Quakenbrück
VfL Osnabrück
VfL Herzlake
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1990–1991
1991–1993
1993–1994
1994–1995
1995–1996
1996–1999
1999
1999–2002
2002–2004
2004–2006
VfL Herzlake
VfB Oldenburg
VfL Osnabrück
FC Bremerhaven
Werder Bremen Amateure
Werder Bremen
VfL Wolfsburg
Hansa Rostock
FC Luzern
SC Kriens
23 0(5)
35 0(3)
14 0(5)
20 0(6)
8 0(0)
59 0(4)
1 0(0)
48 0(5)
46 (18)
46 (13)
Stationen als Trainer
2007–2008
2008–2012
05/2011
2012–2014
FC Thun (Assistenz)
FC Luzern (U-18)
FC Luzern[1] (interimistisch)
FC Luzern (U-21)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Christian Brand (* 23. Mai 1972 in Quakenbrück) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Er spielte 108-mal in der Bundesliga und ist seit der Saison 2012/13 Trainer der U-21 des FC Luzern.

Spieler[Bearbeiten]

Der 1,74 m große Mittelfeldspieler begann seine Karriere beim VfB Oldenburg. Am 27. August 1991, dem sechsten Spieltag der 2. Bundesliga Nord 1991/92, gab er sein Debüt gegen den FC St. Pauli. Er kam auf insgesamt 13 Spiele in dieser Saison und stand dabei in neun von zehn Spielen der Aufstiegsrunde auf dem Platz. Am Ende erreicht Oldenburg den zweiten Platz hinter Bayer Uerdingen und scheiterte lediglich um einen Punkt am Aufstieg. In der Folgesaison absolvierte er 22 der 46 Saisonspiele. Seine Torpremiere in der 2. Bundesliga feierte er beim 3:2 Auswärtssieg in Braunschweig - er erzielte das 1:1 in der ersten Halbzeit. Zwei weitere Tore folgten in dieser Saison. Am Saisonende belegte er mit Oldenburg von 24 Teams den 22. Tabellenplatz und stieg somit aus der Zweiten Liga ab.

Brand verließ Oldenburg und ging zum Mitabsteiger VfL Osnabrück in die Oberliga Nord. Hier spielte er eine Saison, wechselte danach zuerst zum FC Bremerhaven und eine Saison später zu den Amateuren von Werder Bremen.

Zur Saison 1996/97 rückte Brand in den Profikader der Bremer auf. Am zweiten Spieltag gab er sein Debüt in der höchsten deutschen Spielklasse. Bremens Trainer Dixi Dörner wechselte ihn im Heimspiel gegen Hansa Rostock in der 62. Minute für Bernd Hobsch ein. Sein erstes Bundesligator schoss Brand am 22. Spieltag im Heimspiel gegen den FC St. Pauli. Am Ende der Saison kam er auf 23 Liga- und drei DFB-Pokalspiele. In der der Saison 1997/98 kam er zu 31 Einsätzen in der Bundesliga und schoss drei Tore; im DFB-Pokal lief er zweimal auf. Im dritten Jahr bei Werder, kam Brand aufgrund eines Schienbeinbruchs nur selten zum Einsatz. Er stand nur vier Mal auf dem Feld, wobei er jeweils erst nach der 60. Minute eingewechselt wurde. Obwohl er im DFB-Pokal nicht zum Zuge kam, gewann er mit Werder in dieser Saison den deutschen Pokal.

Zur folgenden Saison 1999/2000 wechselte Brand innerhalb der Bundesliga zum VfL Wolfsburg. Hier kam er lediglich zu einem Einsatz und wechselte noch im Oktober derselben Saison weiter zu Hansa Rostock. Sein erstes Spiel für Hansa bestritt er am achten Spieltag im Ostseestadion gegen Eintracht Frankfurt. Beim 3:1 Sieg erzielte gleich sein erstes Tor für Rostock zur zwischenzeitlichen 1:0 Führung. Am zehnten Spieltag beim Auswärtsspiel in Bremen erhielt Brand seinen einzigen Platzverweis in der Bundesliga - eine Gelb-Rote Karte in der 87. Minute. Bis zum Saisonende fehlte er nur noch drei Spieltage und erzielte zwei weitere Tore. Durch einen 2:0 Auswärtssieg beim FC Schalke 04 sicherte er am letzten Spieltag mit dem FC Hansa den Klassenerhalt. Brand erzielte dabei per Freistoß das 2:0. Im DFB-Pokal kam er in dieser Saison zu vier Einsätzen, schoss zwei Tore und drang mit Hansa bis ins Halbfinale vor. Hier unterlagen die Mecklenburger mit 2:3 beim späteren Pokalsieger FC Bayern München. In der Saison 2000/01 fehlte Brand an lediglich zwei der ersten 18 Saisonspiele und erzielte zwei Tore. Im Januar 2001 riss ihm ein Muskel im Oberschenkel und Ende Februar ein Nebenmuskel und er fiel längere Zeit aus.[2] Erst zum Ende der Saison kam er auf vier weitere Spiele. In der folgenden Saison wurde Brand von Trainer Friedhelm Funkel bis zur Winterpause lediglich viermal eingewechselt. Anfang 2002 kam Armin Veh als neuer Trainer an die Ostsee. Unter ihm kam Brand nicht mehr zum Einsatz.

Am Saisonende lief der Vertrag von Christian Brand bei Rostock aus. Über den Sommer hielt er sich bei den Amateuren von Werder Bremen fit und wechselte Ende August 2002 in die Nationalliga A zum FC Luzern.[3] Am Ende der Saison stieg er mit Luzern aus der höchsten Schweizer Liga in die neu gegründete Challenge League ab. Hier spielte er für Luzern bis 2004. Im Anschluss wechselte er innerhalb der Liga zum SC Kriens und spielte hier zwei weitere Saisons. Nach Ende der Saison 2005/06 beendete Brand seine Karriere.

Erfolge[Bearbeiten]

  • DFB-Pokalsieger: 1999 (Werder Bremen)

Trainer[Bearbeiten]

Zwischen 2005 und 2007 war Christian Brand als Jugendtrainer beim SC Kriens tätig.

In der Saison 2007/08 war er unter René van Eck Assistenztrainer beim Schweizer Super League-Verein FC Thun.

Auf die Saison 2008/09 übernahm Christian Brand beim FC Luzern die U-18-Junioren. Im November 2008 bestand er erfolgreich die Instruktoren-Ausbildung des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV).[4]

Nach der Entlassung von Rolf Fringer im Frühling 2011 übernahm Brand interimistisch die 1. Mannschaft des FC Luzern bis zum Saisonende.

In der Saison 2011/12 trainierte er wieder die U18 des FC Luzern.[5]

Christian Brand erlangte im Juni 2012 das höchste europäische Trainerdiplom (die UEFA Pro-Lizenz).

Ab April 2012 übernahm Brand die U21 des FC Luzern, die er bis 2014 betreute.[6]

Er wird seit 2013 von der Agentur blink in Hamburg beraten.

Trivia[Bearbeiten]

Zwischen 2000 und 2001 schrieb Christian Brand wöchentliche Kolumnen für Spiegel Online. Seit 2013 analysiert er regelmäßig wichtige Spiele des internationalen Fussballs für Spiegel Online.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://justcantbeatthat.com/2011/rolf-fringer-sacked-2/
  2. Johannes Schweikle, brand eins online, Gesunde Krise, Oktober 2002
  3. kicker.de, Christian Brand wechselt zum FC Luzern, 29. August 2002
  4. www.fcl.ch Christian Brand als SFV-Instruktor News vom 7. November 2008
  5. http://www.nachwuchs.fcl.ch/dynasite.cfm?dsmid=83166&action=viewdet&tab=1&CatID=4&Record=1
  6. Christian Brand verlässt den FCL im Sommer, 4. Februar 2014