Christoph Ludwig Goll

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Christoph Ludwig Goll (* 29. März 1824 in Bissingen an der Teck; † 26. April 1897 in Kirchheim unter Teck) war ein deutscher Orgelbauer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christoph Ludwig Goll wurde als Sohn des Gemeindepflegers Johann Friedrich Goll geboren. Nach der Schulzeit erlernte er von 1835 bis 1841 das Orgelbauhandwerk bei Johann Viktor Gruol (dem Jüngeren) und arbeitete bei Johann Heinrich Schäfer in Heilbronn und Carl Gottlieb Weigle in Stuttgart. Ab 1845 arbeitete er wiederum bei Gruol & Blessing und war von 1850 bis 1854 an der Firma beteiligt. 1854 machte er sich selbständig und verlegte 1856 die Werkstatt nach Kirchheim unter Teck. Innerhalb weniger Jahre konnte Christoph Ludwig Goll auf verschiedenen Gewerbeausstellungen Medaillen für seine Orgeln erhalten und wurde dadurch bekannt.

1890 trat sein Sohn, Gustav Adolf Goll (1858–1902), als Mitarbeiter und Teilhaber in die Firma (G.L.Goll & Sohn) ein. Um 1896 bestimmte Christoph Ludwig Goll seinen Mitarbeiter Friedrich Schäfer (1861–1920) aus Göppingen zum Geschäftsführer. Nach dem Tod von Gustav Adolf Goll führte Friedrich Schäfer die Firma als G.L. Goll & Sohn, Inhaber: F. Schäfer weiter.

Bis zum Beginn des Ersten Weltkrieg wurden in der Werkstatt von Goll über 90 Orgeln, v. a. für den süddeutschen Raum, hergestellt.

Sein jüngerer Bruder Friedrich Goll erlernte von 1854 bis 1858 in seiner Werkstatt in Kirchheim unter Teck das Orgelbauhandwerk.[1]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte der Firma Orgelbau Goll, Luzern
  2. eb: Ein klanglich besonders schönes Instrument. Kirchenmusik-Bezirkskantor Stefan Lust gab ein Konzert an der historischen Orgel in der Kohlstetter Marienkirche. In: Reutlinger Generalanzeiger, 16. Juli 2008