Chrzumczütz

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Chrzumczütz (Chrząszczyce)
Chrzumczütz (Chrząszczyce) führt kein Wappen
Chrzumczütz (Chrząszczyce) (Polen)
Chrzumczütz (Chrząszczyce)
Chrzumczütz (Chrząszczyce)
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Opole
Powiat: Opolski
Gmina: [[|Proskau]]
Geographische Lage: 50° 37′ N, 17° 54′ OKoordinaten: 50° 36′ 47″ N, 17° 53′ 41″ O
Einwohner: 1650 (2011)
Postleitzahl: 46-060
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OPO



Die katholische Pfarrkirche

Chrzumczütz (poln. Chrząszczyce, 1933-1945 Schönkirch O.S.) ist ein Dorf in Oberschlesien, Polen. Chrzumczütz gehört zur Gemeinde Proskau (Prószków) im Powiat Opolski (Kreis Oppeln) in der Woiwodschaft Opole.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chrzumczütz liegt vier Kilometer nordöstlich des Gemeindesitzes Proskau und acht Kilometer südwestlich der Kreisstadt und Woiwodschaftshauptstadt Opole (Oppeln).

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbarorte von Chrzumczütz sind im Westen Dometzko (Domecko), im Norden Gorek (Górki), im Osten Chrzowitz (Chrzowice) und im Süden Zlattnik (Złotniki).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1260 wurde das Dorf zum ersten Mal erwähnt, wobei es unter „Cremchici“ auftauchte. Weitere Erwähnungen des Dorfes erfolgten 1295 als Chrempchicz und 1532 Krzimptzytz [1]. 1814 kam es zu einem großen Brand, bei dem die Kirche und ein Großteil der Häuser vernichtet wurden.

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 235 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 116 für Polen.[2] Chrzumczütz verblieb beim Deutschen Reich. 1933 lebten im Ort 642 Einwohner.[3] Im gleichen Jahr wurde Chrzumczütz in Schönkirch umbenannt. Ab 1934 trug der Ort offiziell den Namen Schönkirch O.S.[4] 1939 hatte der Ort 654 Einwohner.[5] Bis 1945 befand sich Chrzumczütz im Landkreis Oppeln.

1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung und wurde in Chrząszczyce umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Oppeln. 1999 kam der Ort zum wiedergegründeten Powiat Opolski. Am 30. April 2010 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Chrzumczütz. Seit Juni 2012 sind auch die Ortsschilder zweisprachig.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Maria-vom-Berg-Karmel-Kirche (poln. Kościół pw. Matki Boskiej Szkaplerznej) – sie zählt zu den schönsten und ältesten Gebäuden des Dorfes, die auf das Jahr 1260 zurückgeht. Im Jahr 1814 wurde die Kirche durch einen Brand zerstört. Erst 1927 wurde die heutige Kirche wiederaufgebaut, da die preußischen Behörden einen Neubau verweigerten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Chrzumczütz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch- topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845. S. 78
  2. Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921 für den Kreis Oppeln auf home.arcor.de, abgerufen am 18. August 2015.
  3. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte Schlesien, Kreis Oppeln. In: verwaltungsgeschichte.de. 2006, abgerufen am 23. Januar 2016.
  4. Horst Reinhardt: Verein für Computergenealogie. In: gov.genealogy.net. o.J., abgerufen am 23. Januar 2016.
  5. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte Schlesien, Kreis Oppeln. In: verwaltungsgeschichte.de. 2006, abgerufen am 23. Januar 2016.