Clemens von Goetze

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Clemens Robert Alexander von Goetze (* 29. März 1962 in Berlin) ist ein deutscher Diplomat und seit September 2021 designierter Botschafter in Japan.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Goetze absolvierte nach dem Abitur ein Studium der Rechtswissenschaften an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, das er mit dem Ersten Juristischen Staatsexamen abschloss. Nachdem er das anschließende Rechtsreferendariat mit dem Zweiten Juristischen Staatsexamen abgeschlossen hatte, schloss er 1990 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg auch seine Promotion zum Dr. jur. mit der Dissertation Die Außenvertretung Berlins (West). Zugleich ein Beitrag zu den Rechten der Alliierten bei der deutschen Einigung ab.

1990 begann von Goetze den Vorbereitungsdienst für den höheren Auswärtigen Dienst an der Akademie Auswärtiger Dienst und war nach dessen Abschluss zwischen 1991 und 1992 zunächst Referent im Büro der Staatssekretäre des Auswärtigen Amtes sowie von 1992 bis 1994 Referent für Politik, Rechts- und Konsularwesen an der Botschaft auf den Philippinen. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war er zwischen 1994 und 1997 Referent im Referat Personal des höheren Dienstes sowie daraufhin von 1997 bis 2002 Persönlicher Referent von Bundesaußenminister Klaus Kinkel beziehungsweise dessen Nachfolger Joschka Fischer.

Danach fungierte von Goetze von 2002 bis 2003 als Gesandter und Ständiger Vertreter des Botschafters in der Türkei und war dort zugleich auch Leiter der Politischen Abteilung. Im Anschluss war er zwischen 2003 und 2005 wieder in der Zentrale des Auswärtigen Amtes tätig und war als Stellvertretender Leiter des Leitungsstabes für die Bereiche Ministerbüro, Parlament, Bundeskabinett und Presse zuständig. Daraufhin war er zwischen 2006 und 2009 Ständiger Vertreter im Rang eines Botschafters bei der Europäischen Union in Brüssel sowie zugleich Ständiger Vertreter im Politischen und Sicherheitspolitischen Komitee der EU.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurde von Goetze 2009 Leiter der für Außen-, Sicherheits-, Europa- und Entwicklungspolitik Abteilung 2 – Ausland – des Bundespräsidialamtes und verblieb auf diesem Posten bis 2012. Anschließend kehrte er als Leiter der Politischen Abteilung 3 im Rang eines Ministerialdirektors an das Auswärtige Amt zurück. Bis 2015 oblag ihm somit die Zuständigkeit für Afrika, Asien, Lateinamerika, Nah- und Mittelost.[1]

Im Juli 2015 wurde von Goetze als Nachfolger von Andreas Michaelis Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Israel. Der Präsident des Staates Israel, Reuven Rivlin, empfing von Goetze am 6. August 2015 zur Überreichung seines Beglaubigungsschreibens. Am 6. September 2018 wurde von Goetze Botschafter in China. Die Akkreditierung erfolgte am 10. September 2018.[2] Im September 2021 wurde er als designierter Botschafter nach Japan entsendet.[3]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Außenvertretung Berlins (West). Zugleich ein Beitrag zu den Rechten der Alliierten bei der deutschen Einigung, Dissertation Universität Erlangen-Nürnberg, 1990
  • Die Rechte der Alliierten auf Mitwirkung bei der deutschen Einigung. In: NJW 1990, Heft 35, S. 2161 ff.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. FAZ Markus Bickel: Bundesregierung erarbeitet Marshallplan für Syrien abgerufen am 27. Juni 2021
  2. Ministry of Foreign Affairs of the People’s Republic of China, Chinese president receives credentials of 8 ambassadors. 2018/09/10. abgerufen am 11. September 2018 (englisch)
  3. Auswärtiges Amt: Lebenslauf des Botschafters. Abgerufen am 14. September 2021.
VorgängerAmtNachfolger
Andreas MichaelisDeutscher Botschafter in Israel
2015–2018
Susanne Wasum-Rainer
Michael ClaussDeutscher Botschafter in China
2018–2021
Jan Hecker
Ina LepelDeutscher Botschafter in Japan
seit 2021